Spiel eins der Basketball-Halbfinalserie zwischen Kapfenberg und dem UBSC Graz ging klar an die Mürztaler (88:69), heute (17.30 Uhr) findet das zweite Spiel der „Best-of-Five“-Serie erstmals in Graz statt. „Der Sieg daheim war wichtig, aber jetzt müssen wir uns auf das zweite Spiel fokussieren. Wir müssen unsere Emotionen kontrollieren, einen kühlen Kopf bewahren. Denn in Graz wird es richtig schwierig“, sagt Bulls-Coach Klym Artamonov. Obwohl das Grazer Publikum nicht unbedingt dafür bekannt ist, übertrieben emotional zu sein, „kann das schon der berühmte sechste Mann für uns sein“, ist UBSC-Manager Michael Fuchs sicher. Die Auftaktniederlage habe man „eingehend studiert und versucht zu analysieren, um die Dinge in Graz besser zu lösen.“ Was dem Außenseiter vor allem zum Verhängnis wurde? „Gerade dort, wo wir gedacht haben, es sei eine Stärke von uns, haben wir geschwächelt. Am Rebound waren wir einfach zu wenig präsent und auch beim Werfen haben wir nicht den besten Tag erwischt.“
Unter dem Strich „haben die Kapfenberger aber verdient gewonnen“, gibt Fuchs zu. Mit dem Serienrückstand im Rücken geht es heute also um den ersten Grazer Sieg. Ein Szenario, das man bereits aus dem Viertelfinale kennt. „Da haben wir das erste Spiel in Wels auch mit 22 Punkten verloren“, sagt Fuchs. Dieses Comeback soll es nun auch gegen die Bulls geben. „Wir können es definitiv besser, als wir es im ersten Spiel in Kapfenberg gezeigt haben.“
Dabei geht es nicht nur darum, sich selbst im Rennen um das Finalticket zu halten. „Wir wollen unbedingt noch ein weiteres Heimspiel haben.“ Dieses würde dann auch ein ORF-Livespiel sein – wertvolle Werbung für die Grazer. Keine Werbung in eigener Sache machten aus Sicht des UBSC übrigens die Unparteiischen bei der Auswärtsniederlage am Donnerstag. Auch Trainer Ervin Dragsic geigte dem Referee das ein oder andere Mal die Meinung – an der Niederlage war man aber selbst schuld, betont man seitens des UBSC.