Das war nichts für schwache Nerven! Mit einer 2:1-Führung in der „best of five“-Viertelfinalserie lud der UBSC im Raiffeisen Sportpark zum Tanz gegen Wels, mit einem Heimsieg hätte man den Aufstieg und das Steirer-Duell im Halbfinale gegen Kapfenberg in der Tasche. Allerdings spielten die Gäste bei diesem Vorhaben lange nicht mit. Im Gegenteil: Mit einer 78:64-Führung nach drei Vierteln sah alles danach aus, als könnten die Gäste ein alles entscheidendes fünftes Spiel erzwingen. Doch dann kam alles anders ...

Für Benjamin Jugovic und seine Grazer Kollegen gab es gegen die Welser nur schwer ein Durchkommen
Für Benjamin Jugovic und seine Grazer Kollegen gab es gegen die Welser nur schwer ein Durchkommen © GEPA

Denn im Schlussviertel zündeten die Grazer vor 1000 Fans ein furioses Finale, warfen und trafen angeführt von Topscorer Zach Laput (25 Punkte) aus quasi allen Lagen, gewannen das Viertel mit 23:7 (!) und das Spiel noch mit 87:85 (46:56). „Wir waren nur einmal in Führung – und das war am Schluss. Aber das ist das Wichtigste“, freute sich UBSC-Obmann Michael Fuchs. Mit dem 3:1-Serien-Endstand haben sich die Grazer ihren Wunsch, ein Steirer-Derby gegen die Bulls, erfüllt. „Das wird es eine heiße Geschichte“, sagt Fuchs. Das erste Spiel steigt am 7. Mai (19.15 Uhr) in Kapfenberg.

Peyton Gerald (links) und seine Grazer Kollegen
drehten am Ende richtig auf und holten sich das Halbfinal-Ticket
Peyton Gerald (links) und seine Grazer Kollegen drehten am Ende richtig auf und holten sich das Halbfinal-Ticket © GEPA

Im Superliga-Finale der Frauen konnte UBI Graz das Ruder gegen Klosterneuburg, das eine perfekte Saison hinlegte, nicht mehr herumreißen, verlor auch das dritte Spiel der „best of five“-Serie mit 62:72 (27:44) und wurde erneut Vizemeister. Simone Sill: „Die Enttäuschung ist groß.“