Nach der Neu-Zusammensetzung der Abteilungen im Land Kärnten herrschte in der Kärntner Sportfamilie große Unruhe. Der Sport wurde der Abteilung 1 zugeordnet, schien aber nicht in der offiziellen Abteilungsbezeichnung auf.
Der Sportpresseklub Kärnten mit Obmann Marijan Velik und Geschäftsführer Dietmar Triebnig verfasste dazu eine Stellungnahme:
Mit großem Befremden haben wir die neue Strukturreform des Landes Kärnten zur Kenntnis genommen, in der der Sport der Abteilung 1 „Gemeinwohl, Wohnen & Innovationen“ zugeordnet wird – ohne dass das Wort Sport im Abteilungstitel überhaupt vorkommt. Diese Entscheidung vermittelt ein bedenkliches Signal: Der hohe gesellschaftliche und gesundheitspolitische Stellenwert des Sports wird dadurch konterkariert.
Kärnten ist im Schulsport Bundesländer-Spitzenreiter, und unzählige ehrenamtliche Funktionärinnen und Funktionäre tragen mit großem Engagement dazu bei, dass in unseren Vereinen die Olympiasieger:innen von morgen heranwachsen. Diese Menschen verdienen Anerkennung – und keine strukturelle Entwertung durch administrative Zuordnung in einer Abteilung, in der der Sport geradezu unsichtbar gemacht wird.
Die Corona-Zeit hat uns schmerzhaft gezeigt, wie wichtig Bewegung, Teamgeist und Gemeinschaft sind – für Körper, Geist und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Offensichtlich hat die Politik das rasch wieder vergessen. Sport ist kein Nebenthema, sondern Querschnittsmaterie: Er beeinflusst Gesundheit, Bildung, Integration, Generationenarbeit und leistet wesentliche Beiträge zum positiven Image Kärntens – vom Breitensport bis zu Großveranstaltungen mit touristischer Strahlkraft.
Wer Kärnten zukunftsfit machen will, muss den Sport sichtbar und selbstbewusst in den Mittelpunkt stellen – auch auf struktureller Ebene. Alles andere ist ein Rückschritt und widerspricht der Vorbildwirkung, die Kärnten bislang im österreichischen Sportwesen innehatte.
Sport wird wieder sichtbar
Nun ist eine Entscheidung gefallen: Der Begriff ,Sport‘ wird künftig in der offiziellen Bezeichnung der Abteilung 1 geführt, bestätigen Landeshauptmann Daniel Fellner und LH-Stellvertreter Martin Gruber.