Nachdem die in den Konkurs geschlitterte Vorpächterin Yasmin Fritz-Jesse (34) nach zwei Sommersaisonen das Buffet im Völkermarkter Erlebnisschwimmbad aufgab, machte sich die Stadt heuer zu Jahresbeginn auf die Suche nach einem Nachfolger. Dabei konnten die Verantwortlichen rund um die für die städtischen Betriebe zuständige Referentin Elisabeth Kollitsch (ÖVP) aus dem Vollen schöpfen. „Es gab sechs Bewerbungen aus ganz Österreich“, sagt Kollitsch. Zumal andere Gemeinden im Bezirk oft händeringend nach neuen Pächtern suchen, hat sie das noch nie dagewesene große Interesse in Völkermarkt selbst „überrascht“. „Das liegt sicher ganz klar am guten Ruf unseres Schwimmbades“, ist die Stadträtin überzeugt.
Aus dem Hearing vor den Mitgliedern des Stadtrats mit Bürgermeister Markus Lakounigg (SPÖ) an der Spitze gingen die Pischelsdorfer Iris (48) und Roland (47) Schweiger mit ihrem Konzept als Sieger hervor. „Wir führen bereits seit dem Jahr 2024 erfolgreich die Freizeitanlage in Magdalensberg und dachten, dass unser Konzept auch im Erlebnisschwimmbad in Völkermarkt funktionieren könnte“, beschreibt Roland Schweiger die Beweggründe des Ehepaares, dessen 13-jähriger Sohn Julian nach der Schule im Pischelsdorfer Gemeindebad ebenfalls bereits fleißig mithilft.
Unter dem Namen „s’Rüscherl – Das Bistro im Bad“ werden die Schweigers auf Selbstbedienungsbasis Imbissklassiker von Pommes frites über Schnitzelsemmel bis zur Currywurst anbieten. „Beibehalten werden wir das bei den Gästen beliebte Salatbuffet“, spielt er auf ein gastronomisches Angebot der Vorgängerin an. Sowohl bei den Speisen als auch bei den Getränken wollen die neuen Pächter die Preise so moderat wie möglich halten. „Ein halber Liter vom Jugendgetränk wird sich preislich etwa bei drei bis 3,50 Euro bewegen“, nennt Schweiger, dessen Preisliste noch nicht fertig ist, ein Beispiel. Mit dem „s‘Rüscherl“ steht im neuen Schwimmbadbuffet auch sogar ein eigens dafür gebrautes Hausbier auf der Karte, das offen erhältlich sein wird.
Ferialpraktikanten noch gesucht
Neben speziellen Thementagen plant Schweiger auch, alle zwei Wochen After-Work-Events mit DJs oder Live-Musik zu veranstalten, die immer gegen 16 Uhr beginnen sollen. „Aber da befinden wir uns noch in der genauen Planung“, sagt er, der mit seiner Frau rund 10.000 Euro in den Umbau des Lokals investiert, dessen Eröffnungstermin noch nicht feststeht. Neben zwei von der Vorpächterin übernommenen Beschäftigten können sich Ferialpraktikanten bei Interesse noch gerne telefonisch unter 0650/64 89 555 melden.