Die Glühalm in der Ortseinfahrt von Treffen hat sich seit der Eröffnung im Oktober 2018 zu einem beliebten Treffpunkt für Party-Hungrige entwickelt. Die gebürtigen Nürnberger Susi und René Emmert haben die ehemalige Tankstelle vor acht Jahren in eine Almhütte verwandelt. Gemeinsam mit ihrem vierköpfigen Team und der tatkräftigen Unterstützung von „Mama“ Siegrid in der Küche sorgen sie seither für zufriedene Gäste und lange Abende.
Ein Facebook-Beitrag der Betreiber lässt derzeit allerdings fast vermuten, dass die Glühalm nebenbei auch ein Jackenlager ist. Denn rund 80 bis 100 Jacken wurden in der heurigen Saison im Lokal vergessen. Diese endet am Samstag, 16. Mai, bis dahin wird noch freitags, samstags und vor Feiertagen von 19 bis 2 Uhr gefeiert.
„Wenn das Taxi wartet, muss es oft schnell gehen“
„Bei größeren Gruppen muss es oft schnell gehen, wenn das Taxi da ist. Da kann es schon vorkommen, dass eine Jacke hängen bleibt. Außerdem ist es bei uns im Lokal warm, da vergisst man leicht, dass man überhaupt eine mithatte“, erklärt René Emmert. Einige Besitzer haben sich bereits gemeldet, rund zehn Jacken konnten schon zurückgegeben werden.
Damit noch mehr Kleidungsstücke ihren Weg zurückfinden, suchen die Betreiber nun über Facebook nach den Eigentümern. „Wir schauen nach, ob Ausweise oder andere Hinweise in den Taschen sind, und posten das dann, um den Besitzer oder die Besitzerin zu finden“, sagt der Emmert. Meistens sind die Taschen allerdings leer. Was auffällt, ist der Kleidungsstil der vergesslichen Gäste: sportlich.
Jacken gehen an die Westbahnhoffnung
Noch bis Mitte Juni werden die Jacken aufbewahrt. Was bis dahin nicht abgeholt wird, kommt nicht in den Müll, sondern wird gespendet. „Wir bringen sie zur Westbahnhoffnung. Das haben wir schon zweimal gemacht“, sagt René Emmert. Nach dem Saisonende am 16. Mai geht das Gastropaar in die Sommerpause. Weiter geht es wieder Mitte Oktober. „Wir nehmen uns bewusst eine Pause und schauen dann auf uns. Das gelingt uns hier gut, weil wir eigentlich leben dürfen wie im Urlaub“, sagt René Emmert.