Knapp 2400 Feuerwehrkräfte waren bisher beim Waldbrand in Eisbach-Rein im Einsatz. Es sind Katastrophen wie diese, die laut Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried zeigen, wie beeindruckend das Zusammenspiel aller Einsatzorganisationen ist.

Für solch fordernden Situationen wurde offiziell aufgerüstet. Leichtfried sowie Vertreter von steirischen Feuerwehren konnten in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring Montagvormittag neue Geräte für den Katastrophenhilfsdienst entgegennehmen. Dazu begrüßten der steirische Feuerwehrchef Landeshauptmann Mario Kunasek, seine Stellvertreterin Manuela Kohm und Harald Eitner, Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz.

Für Katastrophen ausgerüstet

Die neuen 3,64 Millionen Euro teuren Einsatzgeräte sind die erste Teillieferung des 25,5 Millionen Euro schweren Feuerwehr-Investitionspaketes des Landes.

Sechs mobile Sandsackfüllmaschinen sollen bei Hochwasser Kräfte vor Ort unterstützen. „Mit wenig Personal können pro Stunde mehrere Tausend Sandsäcke befüllt werden“, zeigte Leichtfried auf. Die speziellen Löschunterstützungsfahrzeuge (LUF) werden um eine Pumpenausstattung erweitert. In den Dienst gehen auch 17 mobile Stromaggregate (Stroma). „Ein solches Aggregat bringt die Leistung von zehn Standortaggregaten, die in den Fahrzeugen angebracht sind“, erklärte er.

Modernisiert wird auch die Einsatzführung. CommandX, die neue Stabs- und Lageführungs-Software, bringe eine schnellere und übersichtliche Darstellung von Einsatzinformationen. Das Investitionspaket garantiere, dass man noch schneller, koordinierter und leistungsfähiger handeln könne. „Was uns stark macht, ist nicht nur die Technik, es ist der Zusammenhalt und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen“, sagte Leichtfried.

Der Landeshauptmann betonte, dass moderne Gerätschaften und eine fundierte Einschulung entscheidend seien, um im Ernstfall professionell zu helfen. „Dass das in der Steiermark hervorragend funktioniert, ist vor allem dem Einsatz der freiwilligen Feuerwehrkameraden zu verdanken – sie sind das Rückgrat unseres Katastrophenschutzes.“ In dieselbe Kerbe schlug Kohm. „In schwierigen budgetären Zeiten war es für uns klar, dass wir unterstützen. Die Feuerwehr ist bei jedem Notfall da und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ihr kommt, wenn man euch braucht. Danke.“