Neun Tage dauert der Einsatz bereits. "Rund 2.300 Einsatzkräfte waren seit Beginn bis Samstagabend schon vor Ort", sagte Buchgraber. Hauptsächlich kommen die Helferinnen und Helfer aus der Steiermark, aber auch Spezialtrupps aus Niederösterreich und dem Burgenland rückten an. Bisher gab es keine Verletzten bei den durchaus fordernden Aufgaben in unwegsamem Gelände. "Das System funktioniert gut", ist Buchgraber dankbar.
Der am 25. April ausgebrochene Waldbrand im Gemeindegebiet von Eisbach-Rein war bereits vorigen Dienstag auf eine Fläche von 70 Hektar angewachsen. Seither hat er sich aber auch nicht weiter ausgebreitet. In den vergangenen Tagen wurde das Feuer in dem schwierigen Gelände auch von der Luft aus mit mehreren Hubschraubern bekämpft. Wie lange der Einsatz noch dauern wird, war nicht absehbar, "Brand aus" war nicht in Sicht. Gamechanger wäre ein "gemütlicher Landregen, der den Boden langsam durchnässt", erklärte Buchgraber. Denn die Glutnester sind im Boden versteckt, oft mit freiem Auge nicht sichtbar und werden mit Drohnen aufgespürt.
Indes war ein Waldbrand in Unterlamm (Bezirk Südoststeiermark) am Samstag rasch gelöscht. Ein knapp 4.000 Quadratmeter großes Waldstück in Magland fing aus vorerst unbekannter Ursache Feuer. Ein Radfahrer entdeckte die Flammen in dem von einem Wanderweg umgebenen Mischwald. Er alarmierte die Einsatzkräfte. Bereits nach vier Stunden hatten die rund 100 Kräfte mit 38 Fahrzeugen das Feuer gelöscht. Verletzt wurde niemand. Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr hielt die Feuerwehr aber über Nacht Brandwache.
Das frühsommerliche Wetter zieht derzeit viele Menschen zum Wandern, Spazieren und Erholen in den Wald und die Berge. Bereits am Donnerstag haben der Österreichische Alpenverein, die Naturfreunde Österreich und die Österreichischen Bundesforste gemeinsam an alle Erholungssuchenden appelliert, besonders achtsam unterwegs zu sein: Schon ein Funke könne bei Trockenheit einen Brand auslösen, wurde betont.