Wenn man so will, waren nur Trainer Dietmar Kühbauer und der SK Sturm in Liebenau eine Nummer zu groß für den GAK. Lediglich drei Mal mussten sich die Rotjacken in dieser Saison zu Hause geschlagen geben – neben dem Derby auch gegen den WAC vor dem Abschied Kühbauers und gegen den LASK nach dessen Amtsübernahme in Linz.

Diese 1:2-Niederlage gegen den Double-Anwärter Mitte Dezember war gleichzeitig die letzte rote Heimniederlage. Im Kalenderjahr 2026 ist der GAK vor eigenem Publikum noch ungeschlagen. Einem Remis gegen Salzburg folgten jeweils drei Punkte gegen Ried, den WAC und Blau-Weiß Linz sowie zuletzt das Unentschieden gegen Ried.

Hoffen auf Unterstützung im Stadion

Kein Wunder, dass es Trainer Ferdinand Feldhofer Zuversicht gibt, dass die so wichtigen Duelle mit der WSG Tirol am Samstag und Altach auf heimischem Boden über die Bühne gehen. Worauf er es zurückführt, dass seine Mannschaft in Heimspielen relativ konstant gute Resultate liefert? „Das liegt an der Synergie mit den Fans. Wir fühlen uns einfach wohl, daheim zu spielen. Wir lieben es in Liebenau zu sein. Dementsprechend treten die Spieler auch mit noch breiterer Brust auf, wenn wir vor eigenem Publikum spielen.“

Besagte Synergie mit den Fans ist so etwas wie das Gebot der Stunde. Präsident Rene Ziesler wurde im Laufe der Woche nicht müde, erstens möglichst viele Mitglieder der GAK-Familie zu motivieren, ins Stadion zu kommen, und dort zweitens die Mannschaft auf positive Art und Weise zu unterstützen. Ähnlich wie es vor einem Jahr im finalen Heimspiel gegen den LASK der Fall war, bei dem 8154 Zuschauer einen erleichternden 1:0-Heimsieg bejubelten.

Für das WSG-Match waren mit Stand Donnerstag 6300 Tickets verkauft. Feldhofer baut auch diesmal auf positiven Support von den Rängen: „Der wird definitiv da sein. Davon gehe ich aus, und das erwarte ich mir auch, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich erwarte mir von meinen Spielern, von jedem im Verein und auch von den Fans, dass jeder weiß, dass wir am Samstag positiv reingehen müssen.“

Positiv ins Spiel gehen, positiv bleiben

Der Schlüssel werde sein, nicht nur positiv reinzugehen, sondern es auch zu bleiben. Seine Spieler dürften sich nicht von Kleinigkeiten oder Fehlern beirren lassen, weder vom Schiedsrichter oder anderen äußeren Umständen: „Wir müssen den Fokus bei uns behalten und über das ganze Spiel dieses positive Mindset haben.“

In Sachen Personal geht das Zittern im Angriff weiter. „Ich denke schon, dass Daniel Maderner einsatzfähig sein wird“, erklärt der Trainer, in welchem Umfang wird sich weisen. Ramiz Harakaté kämpft nach seiner Schulterblessur um einen Einsatz. „Die Hoffnung ist da, aber es wird sehr knapp“, meint Feldhofer.