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"Rasch ausgebucht"TUI-Österreich-Chef: "Erreichen schon 2022 das Vorkrisenniveau"

Pandemie zeige Stärke der Pauschalreise. Flughafen Salzburg rechnet mit verzögerter Erholung.

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TUI-Österreich-Geschäftsführer Gottfried Math
TUI-Österreich-Geschäftsführer Gottfried Math © Juergen Fuchs
 

Der Reiseveranstalter TUI - in Österreich Marktführer bei Flugpauschalreisen - rechnet im Sommer mit einem starken Nachholeffekt beim Reisen. "Besonders in den Ferienmonaten werden die Flüge rasch ausgebucht sein", prognostizierte TUI-Österreich-Geschäftsführer Gottfried Math am Dienstag bei der Präsentation des konzerneigenen Sommerprogramms ab dem Flughafen Salzburg. Mit einer kompletten Erholung rechnet er bereits 2022. "Wir werden dann Vorkrisenniveau erreichen."

Pauschalreise beliebte und sicherste Reiseform

Die Pauschalreise habe sich in der Pandemie als beliebteste und sicherste Reiseform erwiesen, betonte Math. "Sie garantiert von der Buchung im Reisebüro bis zu Flug, Transfer und Hotel eine hohe Sicherheit. Und sie erlaubt im Krisenfall eine einfache Nachverfolgung der Kunden und Kontaktaufnahme." Dafür würden auch die Zahlen sprechen: Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Gäste lag im Vorjahr laut Math bei unter Eins. "Es hängt nicht davon ab, wo wir uns aufhalten, sondern wie wir uns verhalten. Wer verantwortungsvoll reist, stellt kein größeres Risiko dar, als jemand, der zuhause Urlaub macht."

Tausende Österreicher zurückgeholt

Die Reiseform Pauschalreise werde zudem nachhaltig von der Krise profitieren. "Viele Kunden haben gesehen, wie vorteilhaft es war, dass sich der Veranstalter im Frühjahr 2020 um die Rückreise gekümmert hat." Auch einige Tausend Österreicher habe der Touristikkonzern damals zurückgeholt. "Bei Plattformen wie booking.com war das nicht der Fall. Wir haben sehr viel positives Feedback erhalten."

Umbuchung oder Stornierungen

Die Themen Sicherheit und Flexibilität würden dieses Jahr noch vor der Frage nach einem guten Preis-Leistungsverhältnis bei den Kunden an erster Stelle stehen. Darum wurde auch einen Aufschlag auf den Reisepreis eingeführt: Dieser "Flex-Tarif" garantiere bis zu 14 Tage vor Anreise eine kostenlose Umbuchung oder Stornierung und sei bisher bei über 80 Prozent der Neubuchungen nachgefragt worden.

"Wirtschaftliche Lage katastrophal"

Den Optimismus von TUI-Österreich-Chef Math für das heurige Jahr konnte Flughafen-Salzburg-Geschäftsführerin Bettina Ganghofer heute nur bedingt teilen, auch wenn sie sich über das TUI-Angebot ab Salzburg - 22 Flüge in fünf Urlaubsländer pro Woche - freute. "Die wirtschaftliche Lage für heuer ist für den Flughafen Salzburg eine Katastrophe." Nach dem Winterfluggeschäft sei heuer auch das zweite Quartal de facto komplett ausgefallen. Zudem gebe es nach wie vor viele Länder, in die man derzeit noch nicht oder nur erschwert reisen könne.

Wie Math setzt auch Ganghofer auf den Impffortschritt und die erweiterten Testmöglichkeiten. "Auch der grüne Pass wird definitiv eine Erleichterung." Erst recht, wenn dieser über die EU hinaus in der ganzen Welt gültig werde.

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Staatsgelder

Ein Konzern, der mit Staatsgeldern - also Steurgeldern - am Leben erhalten worden ist.
Ein Konzern, der mit seiner Preispolitik die vor Ort ansässigen Kleinunternehmer, Familienbetriebe in den Ruin treibt. Alles nur um " All inclusive" in einer anonymen Hoteltrabantenstadt zu wohnen.
Schade, dass dieser Konzern von der deutschen Regierung gerettet worden ist - wohl "too big to fail".