Gaspreisindex Großhandelspreis für Gas siebenmal so hoch wie vor einem Jahr

Gaspreisindex der Energieagentur: Zum Vormonat Anstieg um ein Viertel. Auch Haushaltsenergie verteuerte sich zuletzt deutlich.

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Die Gaspreise bleiben weiterhin hoch. In Österreich ist der Großhandelspreis für Gas im Jänner 2022 siebenmal so hoch wie vor einem Jahr, zeigt der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Gaspreisindex (ÖGPI). Im Vergleich Jänner 2021 liegt der Gaspreisindex um rund 600 Prozent höher, im Vergleich zum Vormonat Dezember macht der Anstieg ein Viertel aus.

Auch die Preise für Haushaltsenergie sind zuletzt deutlich gestiegen. Die Energiepreise zogen im November um mehr als ein Viertel (26,3 Prozent) an. Heizöl verteuerte sich im Jahresabstand um 64,5 Prozent, Diesel kostete um 40,7 Prozent mehr als im November 2020 und Superbenzin um 35,8 Prozent, geht aus dem ebenfalls von der Österreichischen Energieagentur errechneten Energiepreisindex (EPI) hervor. Gas kostete um 20,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Preise für Fernwärme liegen um 3,4 Prozent über dem Niveau vom November 2020, Strom kostet jetzt um 10,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Brennholz hat sich im Jahresabstand um 9,1 Prozent verteuert.

Der reine Energiepreis macht etwa ein Drittel der Strom- und Gasrechnung aus, der Rest sind Netzgebühren und Steuern.

Kommentare (6)
selbstdenkerX
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Das ist nur der Vorgeschmack auf die glorreiche "CO2-Bepreisung",

die in den nächsten Jahren explosionsartig steigen wird (bereits "ökosozial" gesetzlich fixiert), und das ZUSÄTZLICH zu den stark steigenden tatsächlichen Energiekosten.
1/3 der Bevölkerung wird dann halt aus finanziellen Gründen nur noch 1 Zimmer heizen können (wie früher einmal), 2/3 werden aufs Auto verzichten müssen und Einkäufe und Getränkekisten mit Fahrrad oder Öffis heimtransportieren. Oder überhaupt gleich mit dem Einkaufswagerl aus dem Supermarkt heimfahren.
So ganz nebenbei wird mehr als die Hälfte der Bevölkerung zusätzlich in den nächsten Jahren gezwungen, ihre Heizanlagen komplett zu erneuern (ebenfalls bereits gesetzlich fixiert!).
Statt daß die Österreicher froh wären, wenn ihnen die Erderwärmung hilft, Heizkosten zu sparen. Aber nein, es muß unbedingt wieder kälter werden, und zwar um jeden Preis, den die Bevölkerung zahlt.
Schöne neue Welt.
Dem Weltklima wird's wurscht sein, was die Österreicher machen (1 Promille der Weltbevölkerung).

schadstoffarm
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Kindergarten

Klar wirds teurer, anders kann Konsum nicht gebremst werden.

Robinhood
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Strom auch

Die Großhandelspreise für 2022 für elektrische Energie sind auch um das Siebenfache gestiegen. Das wird ein größeres Problem. Und keiner macht was. Ohne Regulierung wird das nicht gehen. Freie Marktwirtschaft hat da versagt.

selbstdenkerX
2
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Robinhood: "Regulierung" wird die Knappheit nicht lösen,

Importpreise für Gas und Strom kann man nicht regulieren.
Wenn Energieversorger Höchstpreise für Konsumenten verordnet bekommen ("Regulierung"), müssen sie die Konsumentenverträge reduzieren, um ihre Verluste zu minimieren. Finsternis und Kälte für die betroffenen Konsumenten.
"Regulierung": Der Hausverstand hat da versagt ...

Robinhood
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Irrtum

Es ist nicht von Österreich allein die Rede, es geht um die europäische Energiepolitik und die gehört reguliert. Warum sollen die Gewinne von staatseigenen Energiegesellschaften mit abgeschriebenen Wasserkraftwerken explodieren? Nur weil ein paar Typen an der Energiebörse zocken? Der Strom wird bis zu 50 mal gedealt bis er vom Erzeuger zum Verbraucher gelangt. Und jedes Mal verdient wer dabei. Das gehört reguliert, wenn nicht sogar verboten. Warum dealen Banken mit Strom? Was ist da der Mehrwert?

selbstdenkerX
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@Robinhood: Die Knappheit wird auch durch europaweite Regulierung nicht beseitigt,

nicht einmal durch weltweite "Regulierung",