HalbjahrVoestalpine mit massiven Gewinnschub

Der Stahlkonzern Voestalpine profitiert vom weltweiten Aufschwung. Trotz Lieferkettenproblemen steigt der Gewinn im erste Halbjahr auf 486 Millionen Euro.

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Die Voestalpine konnte den Gewinn steigern
Die Voestalpine konnte den Gewinn steigern © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Trotz Coronakrise und Lieferkettenproblemen im Automotive-Bereich hat der Stahl- und Technologiekonzern voestalpine Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2021/22 massiv ausgebaut. Dank robuster Nachfrage blieb unter dem Strich ein Ergebnis von 486 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab. Vor einem Jahr, zu Beginn der Pandemie, standen hier noch Verluste in Höhe von 276 Millionen Euro. Die Verkaufserlöse legten heuer von April bis September von 5,1 auf 7,0 Milliarden Euro zu.

"Durch die sehr solide Nachfrage nach voestalpine-Produkten in allen für uns wesentlichen Märkten und Produktbereichen, unseren Fokus auf effizienzsteigernde Maßnahmen und dem hervorragenden Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir einen starken Anstieg der Umsatz- und Ergebniszahlen im ersten Halbjahr erzielen", teilte Konzernchef Herbert Eibensteiner mit.

Erwartungen positiv

Angesichts des globalen Anstiegs der Energiepreise und teilweise unterbrochener Lieferketten sowie neuer Mutationen des Coronavirus bei regional unterschiedlichem Impffortschritt sind die Rahmenbedingungen laut Management allerdings "herausfordernd". Dennoch hätten fast alle wesentlichen Markt- und Produktsegmente des Unternehmens "eine sehr solide Entwicklung" verzeichnet.

Nur im Bereich Automotive habe sich die Lieferkettenproblematik über den Sommer verschärft. Dabei schlug der Halbleitermangel an den europäischen Standorten deutlicher durch als an den amerikanischen und asiatischen.

Die wirtschaftliche Erholung von der Covid-19-Krise habe sich im ersten Geschäftshalbjahr 2021/22 insgesamt gesehen fortgesetzt. Die weiteren positiven Wachstumserwartungen würden unter Berücksichtigung der zuletzt in den Fokus geratenen Entwicklungen jedoch etwas unsicherer erscheinen.

Gewinnerwartung unverändert

Dennoch hält die voestalpine-Führung an der bereits kommunizierten Gewinnerwartung für das gesamte Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende März) fest: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll zwischen 1,9 und 2,2 Milliarden Euro liegen, also doppelt so hoch sein wie im Vorjahr mit 1,1 Milliarden Euro.

Heuer erhöhte sich der Wert gegenüber der Vorjahresperiode alleine im ersten Halbjahr 2021/22 bereits von 395 Millionen auf eine Milliarde Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) drehte von minus 215 auf plus 651 Millionen Euro.

Der Konzern mit Sitz in Linz beschäftigte 49.068 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) weltweit - um 2,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Kommentare (2)
stprei
0
5
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Mangel

Gleichzeitig plärren alle Facharbeitermangel! Steigende Energiekosten! Steigende Materialkosten! Betriebs- und Standortgefährdende Lohnerhöhungen!

Kein Wunder, dass sich der Konflikt zwischen Gewerkschaft und Industrie immer weiter zuspitzt.

SoundofThunder
0
2
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🤔

Die Lohnerhöhungen decken nicht einmal mehr die Inflation.Von dem Ökosozialen Belastungspaket gar nicht zu reden. Habe von meinem Stromanbieter schon den Brief bekommen und zahle 6€ pro Monat mehr. Leiwand.Und für die VOEST sind höhere Löhne locker zu verschmerzen. Die kleinen tun sich schon schwerer. Ein Dreher mit 35 Jahren Berufserfahrung arbeitet oft an mehreren CNC Automaten gleichzeitig und wird mit 1600€ abgespeist. So schaut’s aus bei den kleinen Firmen. Die zahlen nicht einmal die 20€ Schmutzzulage im Monat.