Mehr Gas, weniger Öl275 Millionen Euro: OMV verkauft Anteil an norwegischem Ölfeld Wisting

Die OMV senkt den Anteil von Öl im Portfolio und setzt stärker auf Gas. Der 25-Prozent-Anteil am norwegischen Ölfeld Wisting wird um 275 Millionen Euro verkauft.

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Eine Bohrinsel in norwegischen Gewässern
Eine Bohrinsel in norwegischen Gewässern © AP
 

Die OMV hat den Verkauf ihres 25-Prozent-Anteils am norwegischen Ölfeld Wisting vereinbart. Zum Zug kommt das nordische Öl- und Gasunternehmen Lundin Energy AB. Der Verkaufspreis beträgt 320 Millionen US-Dollar (gut 275 Millionen Euro), teilte der teilstaatliche, börsennotierte OMV-Konzern am Donnerstagabend mit. Zusätzlich wurde eine bedingte Zahlung von bis zu 20 Millionen Dollar vereinbart - abhängig von finalen Investitionen.

Die bedingte Zahlung fällt laut OMV-Angaben an, wenn die Investitionen geringer ausfallen als derzeit im Feldentwicklungsplan festgeschrieben. "Die Transaktion ist mit 1. Januar 2021 wirksam, vorbehaltlich benötigter Genehmigungen", so die OMV. Sie unterstreiche die Unternehmensstrategie, wonach der Anteil an Gas gegenüber Öl im Portfolio erhöht werden solle, so Johann Pleininger, im Unternehmensvorstand für "Exploration & Production" zuständig.

Das Ölfeld Wisting im Hoop-Becken der Barentsee liegt etwa 310 Kilometer vom norwegischen Festland entfernt. Equinor Energy AS ist der Operator in der Projektentwicklungsphase. Bisher wurden sechs Bohrungen abgeteuft. Die sechste Entwicklungsbohrung (Wisting Central III) wurde 2017 durchgeführt. Geplanter Produktionsstart von Wisting ist 2028.

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