Explodierende Preise Schlagabtausch: Holzindustrie verteidigt ihre Preispolitik

Holzbauunternehmer Christof Weissenseer sieht bei den Holzpreisen die Industrie gefordert. Christoph Kulterer, Chef von Hasslacher Norica Timber, sieht umgekehrt auch die Holzbaubetriebe in der Pflicht.

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Hasslacher-Chef Christoph Kulterer: Von Marktbeschränkungen halte ich gar nichts. © KK
 

Der Greifenburger Holzbauunternehmer Christof Weissenseer hat in einem Gespräch mit der Kleinen Zeitung über die Problematik der hohen Holzpreise, kurzfristige Preisgarantien und einen daraus folgenden Stillstand in der Branche gesprochen. Er sieht die Industrie gefordert, die "derzeit die einzige ist, die verdient" und spricht in dem Kontext auch über "benachbarte Sägebetriebe".

Kommentare (16)
Umwelt
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Waldbauern

Derzeit führt die Fa. Norica Timber in ihrem Betrieb in der Weststeiermark große Um- und Zubauten (natürlich mit finanzieller Unterstützung durch die öffentliche Hand) durch, da kann der Betrieb doch nicht einen angemessenen Preis für das Holz bezahlen (Ironie) . Außerdem wird gerade für die Zubringung des Holzes eine neue Gemeindestraße mit dem dazu notwendigen Kreisverkehr auf der Landesstraße, finanziert natürlich wiederum von öffentlichen Geldern, durch 2 Gemeinden errichtet.

TrailandError
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Mir ist des Theater egal

Bei den Preisen sieht mich kein Holzmarkt, und wenn’s 10 Jahre dauert! Pech gehabt, geplant wäre einiges gewesen …….

loeffler93
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Faire Preise für die Waldbauern,

dann gibt es Holz genug. Aber Jahrzehnte billiges Schadholz importieren (Tschechien), Sturmkatastrophen als weiteres Preisdruckmittel verwenden und dann wundern, dass kein Holz geschlägert wird. In Österreichs Wäldern wächst wesentlich mehr Holz zu als genutzt wird.

Landbomeranze
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Die Forstwirte sind die Esel, auf

denen die Säge-, Platten- und Papierindustrie zum Erfolg reiten.

JohannAmbros
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Das Gejammer

der Holzindustrie ist mir persönlich komplett egal.
Es kommt wieder die Zeit wo sie auf ihre Produkte sitzen bleiben. Das ist mir dann auch egal.
Es kann sich ja jeder aus dem Geschäft zurück ziehen wenn es nichts einbringt.

oekoLogisch
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Jaja

Die Gier ist eine Schwein. Und vor allem brutal unsozial.

Landbomeranze
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Noch vor 35 Jahren ein Standort in Oberkärnten. Heute

acht Standorte im In u. Ausland. Das geht indem man Rohstoffe billig einkauft und die eigene verarbeitete Ware teuer verkauft. Jede Sturmkatastrophe nutzte die Sägeindustrie zur Gewinnsteigerung.

Ifrogmi
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Nach Amerika verbrachtes Holz...

... ist nicht mehr nachhaltig.

Don Papa
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@ifrogmi

Dem kann man nur zustimmen. Wie kann so weit transportiertes Holz jemals im weiteren Lebenszyklus noch mal ökologisch werden. Die wollen wohl alle für blöd verkaufen.

Pablo63
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Die Verknappung ist dem Inlandsabsatz geschuldet.

Sauber kalkulieren sowie Preise und Mengen sichern soll helfen. Holz boomt und die derzeitige Situation ist der beste Beweis. Ein großartiger Erfolg für einen großartigen Rohstoff.

mtttt
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Erfolgsstory ?

Mitnichten ! Die Preise wurden über einen kurzen Zeitraum so angezogen, dass noch zaehneknirschend bezahlt wurde für bestehende Projekte. Neuprojekte mit Holz in Mitteleuropa werden rasch weniger. In den USA hat sich der Preis bereits wieder normalisiert. Die Holzindustrie hat es nicht gelernt, simpelste Marketingregeln zu befolgen, Blickrichtung Marktanteile, Kaufkraft, Konkurrenzvergleich, Nachhaltigkeit. Sollten mal Commodity Verkauf bei Proctor und Gamble studieren. Wie die Gelsen zum Licht sind sie dem absehbaren Strohfeuer USA gefolgt, der heimische Holzbau verliert. Und den Waldbauern bleibt nichts, sie haben ja diese Götzen gross gemacht und klein- und mittelstaendische Strukturen ruiniert.

sune
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Stimmt

Da kann ich nur zustimmen. Nachhaltig wird uns eingeprägt und die großen machen genau das Gegenteil. Ohne Verzicht gibt es nachhaltig nicht. Und mit Verzicht muss da große beginnen. Es kann nicht sein das es in jedem Unternehmen nur noch um Wachstum geht. Zahlen von 2020 sind 2021 plötzlich schlecht. Mit einer immer nur mehr mehr mehr Gesellschaft wirds nie besser werden.

Politisch_Unkorrekter
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Das Holz, das die Industrie im Winter 2019/20 um einen lächerlichen Preis eingekauft hat,

weil der Markt ja angeblich schadholzbedingt dermaßen überschwemmt war, verkauft sie jetzt zu absoluten Spitzenpreisen. Anbetteln musste man sie regelrecht, dass sie es holen kommen und Danke sagen für knapp 70 Euro für den Meter.

Reich wird man nur beim Handeln.

Schreib_was_gscheids
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handeln

ist der Handel noch so klein bringt er mehr als Arbeit ein!

Landbomeranze
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Und jede Wette, sobald ein lauer Wind weht

ist Kulterer der erste, der den Einkauf von Rundholz wieder von einem Tag auf den anderen um 30% reduziert, wie vor einem Jahr. Da wurde wegen der Schneebrüche und Corona mit Februar der Preis von 85 Euro auf 70 Euro gesenkt,obwohl der Schnittholzpreis kaum nachgab. Super Geschäft, zuerst den Preis für den Rohstoff um 30% senken und dann argumentieren, dass in Zeiten bei verdoppelten Schnittholzpreisen ja auch der Rohstoffpreis (Rundholz) für Säger um 50% gestiegen sei.

Landbomeranze
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Korr

.... der den Einkaufspreis für Rundholz wieder von einem Tag auf den anderen um 30% reduziert,wie vor einem Jahr.