Frage der WocheBringt Online-Riese Amazon den Einzelhandel in Österreich um?

Im Grazer Süden und in Klagenfurt sind nun Verteilzentren geplant – vom führenden Versandhändler Amazon. Nimmt er den Einzelhändlern das Geschäft weg? Oder profitieren diese vom zusätzlichen Vertriebskanal? Rainer Will und Nikolaus Jilch kreuzen die Klingen zum Thema.

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Die Politik versäumt es seit Jahrzehnten, faire Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen. Nicht genug damit, dass die Digitalriesen kaum Steuern hier zahlen. Der heimische Einzelhandel ist auch strukturell benachteiligt.

Rainer Will, Ja!

Zur Person

Rainer Will ist seit 2014 Geschäftsführer des Handelsverbandes und im Board of Directors der europäischen Handelsvereinigung Ecommerce Europe. Rainer Will ist Autor und kommt aus Schladming.

Bei der Frage müssen wir Ursache und (Aus-)Wirkung auseinanderhalten. Die Ursache liegt im jahrzehntelangen Versäumnis der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, die fairen Wettbewerb sicherstellen. Die immer stärkere Marktkonzentration im Online-Handel durch digitale Giganten ohne Betriebsstätte in Österreich ist die Bilanz. Amazon ist hier nur die Speerspitze.

Niemand versteht, warum die größten Digitalkonzerne im Schnitt nur 9 Prozent Gewinnsteuern zahlen, während europäische Unternehmen der Old Economy 23 Prozent abliefern. Das Geld fehlt dem Sozialsystem und der Bevölkerung.

Die Steuerschlupflöcher kosten uns in Europa mehr als 100 Mrd. Euro pro Jahr. Amazon hat 2019 in Europa 32 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet und dennoch 300 Mio. Euro an Steuergutschrift erhalten. In den letzten 10 Jahren wurden global gar Steuergutschriften von 13,4 Mrd. Dollar geltend gemacht. Wir finanzieren mit unseren Steuergeldern die Expansion des Konzerns zulasten heimischer Händlerinnen und Händler. Aus Konzernsicht wäre es fahrlässig, legale Steuersparkonstrukte nicht zu nutzen, von der Politik ist es aber fahrlässig, diese Steuerkonstrukte jahrzehntelang bestehen zu lassen.

Während Händler mit Betriebsstätte in Österreich einen wahren Hürdenlauf „mit Ritterrüstung“ absolvieren müssen, bewegen sich die Internet-Giganten „frei wie Vögel“. Stationäre Firmen müssen Mietvertragsgebühren, Kammerbeiträge und Lohnnebenkosten zahlen, die in Europa zu den höchsten zählen und sind viel Bürokratie ausgesetzt.
Natürlich muss der Handel auch „mit der Zeit gehen, sonst geht er mit der Zeit“. Es ist jedoch das Missverhältnis im digitalen Raum auch abseits der Steuern offenkundig. Trotz Zollkontrollen und der Abschaffung der 22-Euro-MwSt-Freigrenze bei Paketlieferungen aus Drittstaaten, die Europa Jahr für Jahr 6 Milliarden Euro gekostet hat, gibt es noch keine Plattformhaftung, wenn Fake-Produkte in die EU gelangen oder zu geringe Abfallgebühren bezahlt werden.

Der Amazon-Marktplatz bietet auch Chancen für Klein- und Mittelbetriebe. Es hat aber eine erfolgreiche Wettbewerbsbeschwerde unseres Handelsverbandes gebraucht, damit die Bedingungen für die Händler dort fairer werden. Die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Denn egal wie stark unsere Wirtschaft wächst, die globale Digitalwirtschaft wächst schneller, und zwar außerhalb von Europa. Daher schulden wir es unseren Kindern, zu Ergebnissen in Form von Gesetzen zu kommen, die auch vollzogen werden.

Würde Jeff Bezos Amazon morgen zusperren, wäre für den heimischen Einzelhandel nichts gewonnen. Im Gegenteil: Sie würden eine wichtige, zusätzliche Absatzplattform verlieren.

Nikolaus Jilch, Klares Nein!

Zur Person

Nikolaus Jilch ist Finanzjournalist und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Thinktank Agenda Austria, wo er auch den Podcast „Eine Frage noch…“ moderiert. Bis 2019 war er bei der Tageszeitung „Die Presse“ tätig.

Amazon (und den Online-Handel generell) gibt es seit den 1990er-Jahren. Das sind mehr als zwei Jahrzehnte, in denen der Einzelhandel nicht verdrängt oder umgebracht wurde. Hat er sich verändert? Natürlich. Ist der Kunde preisbewusster, weil er am Handy vergleichen kann? Ja – und das ist sein gutes Recht.

Aber Amazon ist nur ein Symptom, eine Auswirkung. Die eigentliche Entwicklung ist im Internet zu suchen, in der Digitalisierung. Entscheidet Jeff Bezos sich morgen dazu, Amazon zu schließen, ist für den Einzelhandel nichts gewonnen. Im Gegenteil: Viele heimische Anbieter haben bei Amazon einen neuen, lukrativen Vertriebsweg gefunden.

Erst im April hat Amazon eine Plattform für kleine Unternehmen aus Österreich gestartet, wo Hersteller und Händler vorgestellt werden. Da gibt es viel zu entdecken. Von „nachhaltigen Yoga- & Meditationsprodukten“ aus Wien, über „Kompostierbare Abfall- und Verpackungslösungen“ aus Tirol bis zu „Kompressionsstrümpfen mit Wohlfühlfaktor“ aus Salzburg. Würde es diesen Anbietern besser gehen, wenn sie eigene Online-Shops betreiben müssten? Oder wenn sie teure Lokale in Einkaufsstraßen mieten würden? Auch kleine Händler bieten alles Mögliche über Amazon an und unterbieten sich auf „geizhals.at“ gegenseitig. Gut so.

Trotz allem kann es dem Einzelhandel so schlecht nicht gehen. Jede mittlere Stadt kann inzwischen ästhetisch fragwürdige Einkaufszentren in Autobahnnähe aufweisen, die es mit der Shopping City Süd der 1990er-Jahre aufnehmen könnten. Und selbst Buchhändler, die von Amazon ab Tag eins unter Beschuss genommen wurden, gibt es noch viele. Große, mittlere und kleine.

Es gibt keine Evidenz, dass Amazon den Einzelhandel „umbringen“ würde. Aber selbst wenn es so wäre – dann wäre es eben so. Wenn eines Tages wirklich niemand mehr im Geschäft einkaufen will und alles online abläuft, dann ist das halt so. Der Kunde ist König. Und wir werden das Internet ja nicht mehr abdrehen, oder?

Wer neue Technologien bekämpft, statt sie zu seinem Vorteil zu nutzen, wird langfristig immer untergehen. Zwar kann man sich mithilfe mächtiger Lobbys Zeit kaufen, wie die Taxifahrer es in ihrem aussichtslosen Kampf gegen Uber tun, aber aufhalten lässt sich der Fortschritt ohnehin nicht. Tausende Hersteller und Händler sowie Zehntausende Arbeitnehmer profitieren in Österreich vom Internet und, ja, auch von Amazon. Darüber sollten wir uns freuen, statt aus Angst zu erstarren.

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Danke für Ihr Verständnis.

notokey
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Solche Leute wie

Herr Jilch sind Berater der Politik und wir brauchen uns nicht zu wundern, dass die österreichische Binnen-Wertschöpfung und der Steuerertrag durch Einkommenssteuern den Bach runter geht.

Danke Herr Will, für Ihre klare Analyse. Der Handelsverband konnte aber schon viele negative Dinge für die wirtschaftliche Entwicklung bewirken, vielleicht bemüht man sich noch mehr, die Schäden wieder gut zu machen und die Politik zu sinnvollem Handeln zu bringen.

Herr Will wäre auch der richtige dafür, große Unternehmen verstärkt zu nachhaltigem Handeln zu bringen. Als Geschäftsführer hätten Sie hier sicher viele Möglichkeiten. Stichwort: Was "kratzt" uns der Nachhaltigkeitsaspekt im Raumordnungsgesetz, wenn der Kunde mit dem Auto in die Shoppingcenters einkaufen will."

gerry49
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Wie kann man nur so blind sein?

Herr Jilch schreibt: "Amazon (und den Online-Handel generell) gibt es seit den 1990er-Jahren. Das sind mehr als zwei Jahrzehnte, in denen der Einzelhandel nicht verdrängt oder umgebracht wurde."
Meint der das im Ernst? Sind nicht schon österreichweit zehntausende - mehr oder weniger - kleine Händler durch den unfairen Wettbewerb mit Amazon in den Konkurs getrieben worden? Stehen nicht in den - ehemaligen - Einkaufsstraßen immer mehr Geschäftslokale leer?
Will oder darf das Herr Jilch nicht sehen?

Irgendeiner
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Naja sagmas so,natürlich hatte das Einkaufen von

zu Hause aus Vorläufer,die die lokalen Betriebe verkürzten,die Älteren erinnern sich noch an den Boom der Quellekataloge,Das wesentliche Problem abseits des Konsumismus in der Frage ist die Tatsache, daß KMUs Krisen und Arbeitslosigkeit besser puffern,die Lokalversorgung im Notfall länger sichern und vor allem zu klein sind sich Mietlinge im Politischen zuzulegen. Und Monopole, die die Marktschwafler verleugnen und so tun als wäre das nur beim Staatskapitalismus möglich,Schwachsinn,können sie auch nicht haben.Und ohne persönliches Interesse,wenn ich entscheiden müßte wen wir befördern,wären das die KMUs.

dieRealität2020
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Diese Aussagen sind ganz einfach anzusprechen, und zu kommentieren.

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Darum gibt es eine EU Gemeinschaft, die in ihrer Gesamtheit wirtschaftliche und politische Interessen ihrer Mitgliedsländer vertritt. Eine dementsprechende Wirtschaftspolitik kann damit keine Probleme haben auch effektive zielführende Steuergrundlagen zu schaffen. Dafür haben alle Mitgliedsländer dementsprechende Institutionen bzw. Interessensvertretungen und sollten damit grundlegenden Lobbyismus betreiben. So einfach ist das.
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Nur dazu gehört eine geschlossene Gemeinsamkeit. Der es in der EU "größtenteils" im Endeffekt fehlt. >>>> Es sollte nachgedacht werden, warum ein Unternehmer trotz höherer Einkommens- und Vermögenssteuern in seinem derzeitigen konservativen Land gegenüber in einem anderen konservativen EU-Land bei gleichen Unternehmensbedingungen es möglich ist tatsächlich unter bestimmten Voraussetzungen weniger Steuern zu bezahlen. <<<<<
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Hier sind nicht die Steuerschonenden Mitgliedsländer gemeint, die nahezu wie Steueroasen agieren. Der "EU-Politik" und ihren "Experten" hinter die Ohren geschrieben. Die sollten die gültigen Steuergrundlagen und die effektiven aktuellen Steuerfreibetragsmöglichkeiten einiger Mitgliedsländer einsehen.
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Dann werden sie erkennen, dass Unterschiede von ca. 20-50 % allein bei den Lohnnebenkosten vorhanden sind. Von der übrigen Nachhaltigkeit des Steuersystems ganz zu schweigen.

Hapi67
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Um die Staatenlenker

zu einen gerechten Steuersystem zu animieren, könnte ich künftig auch meine Geschäftskunden national aufsplitten, die Gewinne und Verluste gegenrechnen, nationale Förderungen in Anspruch nehmen sowie meine Lohnsteuer und SV-Beiträge an die Multis anpassen.

Die anschließende Steuerberechnung hätte ich beim Umsatz vorzugsweise angepasst an meine Kopfanzahl sowie der vorgesehenen Gewinnmarge bei der angedachten Globalsteuer von 10%.

Sollte der Staat dadurch nicht mehr in der Lage die benötigten finanziellen Mittel für die gewohnte Grundversorgung der Bürger sicherzustellen , kann er sich aktuell ja günstig auf den Finanzmärkten neu verschulden oder mein entwickeltes Raketenprogramm zum Vorzugspreis kaufen.
Bei übermäßigem Druckaufbau des Staates könnten meinerseits unangenehme Dinge aus der offiziellen nicht gespeicherten und zweckmäßig verwendeten Digitalen Welt auf den Tisch gelegt werden um meiner Argumentation zur Beibehaltung des Status quo Nachdruck zu verschaffen.

Alles natürlich nur Fiktion.

Vielen Dank

anonymus21
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Die Politik versäumt es seit Jahrzehnten, faire Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen.

Versäumen oder bewusst in Kauf nehmen ist wohl eher die Frage....

Irgendeiner
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Werte Redaktion,ich habe auch eine Frage der Woche,

genau genommen eine wiederholte Frage,ich verstehe ihre Politiik Content zu dem diese Zeitung wesentliches beigetragen hat im Zugang zu begrenzen,was ich wieder nicht verstehe istvwarum das Forum zu den Immobllienpreisen hier nach zwei Tagen den Status wechselt,was mich zwingt etwaige Widersprüche zu meinen Aussagen unbeantwortet zu lassen und ich kann dadurch natürlich nicht überprüfen, ob diese sich unerklärlicherweise in Luft auflösen,ich darf Sie höflich bitten den Status der durch die Eigenleistung der Zeitung festgelegt ist also noch vor Erscheinen festliegt,vorab zu fixieren,denn ich muß nicht alles besenfen aber das eigene Wort verteidigen können.Und da das wiederholt der Fall war hinterläßt es bei mir einen Hautgout denn dann könnte ich glauben, das hat mit der Eigenleistung nichts zu tun.

Irgendeiner
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Wow,rote Striche,

wenn ich die Redaktion was frage,über interne Vorgänge,wen könnte das wohl stören,man ist ja so verblüfft.

Irgendeiner
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Sagte ich schon,

die wahrheit ist das schärfste Schwert,ja,,sagte ich schon.

Bodensee
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mich nervt diese Jammerei extrem

wenn immer mehr Konsumenten entscheiden, dass sie lieber in Onlineshops einkaufen als im stationären Handel, dann ist das gefälligst zu akzeptieren. Ich selbst kaufe auch nahezu alles in (auch österr.) Onlineshops, da mein Kaff den Großteil meiner Warenwünsche nicht erfüllen kann. Onlineshops deshalb zu verurteilen ist lächerlich und auch eine Frechheit gegenüber den mündigen Konsumenten!

Dissentio
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stimmt!

....bereits Anfang der 2000er war zu sehen, dass der Trend der Onlinekäufe stetig steigt und alleine im Zeitraum 2003-2008 um fast 400% gestiegen ist! Der jährliche Trend danach weiter steigend.... Bereits 2012/13 kauften bereits mehr als 50% der NutzerInnen Artikel lieber online ein - SPÄTESTENS zu diesem Zeitpunkt hätte jedeR wirtschaftlich denkende UnternehmerIn sehen müssen, dass es ohne Onlineshop früher oder später (nun leider noch früher...) ein Problem geben wird!

Ich habe kein Problem damit, wenn im österr. Handel etwas 10, 15 oder 20% teurer ist, meistens sind es aber Spannen von 50-200% für denselben Artikel, ohne Chance auf Preisreduktion UND zusätzlich kommt noch dazu, dass die Versandabwicklung von heimischen Unternehmen (wenige löbliche Ausnahme gibt es...) oft MINDESTENS doppelt so lange dauert, wie bspw. aus Deutschland, Schweden oder Niederlande (spreche aus Erfahrung...)

Dass man als österr. Kunde bei einem Garantie-/Gewährleistungsfall bei so gut wie 50% der Fälle wie ein Schwerverbrecher behandelt wird, lasse ich einfach einmal so im Raum stehen.....

tenke
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Toller Artikel,

danke!

petera
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Der stationäre Handel muss halt

endlich kapieren, dass er mit Quantität und 08/15 Produkten nichts mehr reißen kann.

Er muss auf Service, Beratung, Qualität und Dienstleistungen setzen.

peter800
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Ähm.. Ein händler kann/ darf nicht auf dienstleistung setzen

.. den ganzen Amazon Käufern ist doch Service wurscht beim Kauf. Also wie genau sollst die dann mit Qualität und Service abholen...wir beobachten jeden Tag eher das frechheit siegt und bei amazon gekauft wird.. zum selben Preis wie bei uns und mit diesen produkten bei uns lokal um support angefragt wird.. Wo man noch blöd angemault wird wenn man erklärt das man hier natürlich nicht kostenlos supporten kann wenn es bei Amazon gekauft wurde.. Das ist bei uns fast täglich im Bereich elektronik zu sehen.. Traurig die Realität

Amadeus005
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Wenn ich einen Artikel suche, schaue ich online wo ich ihn bekommen kann

Dann fahre ich los, um ihn zu holen. Nur hab ich halt wenig Lust beide OBIs, Bauhaus und Hornbach vorher mit dem Auto abzuklappern. Detto für Sporthandel.
Wenn ich eh nicht genau weiß, was ich will, dann fahre ich direkt zum Händler meines VERTRAUENS. - Letztere sind mager gesäht und daher austauschbar.

Mein Graz
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@Amadeus005

Leider sind manche HP der Händler so schlecht, dass man nicht erkennen kann ob der Artikel lagernd ist oder vielleicht nur online erworben werden kann.
Dazu kommt, dass die Lagerverwaltung bei vielen kleineren Händlern nicht funktioniert, es werden Waren als lagernd angezeigt, die gar nicht mehr vorhanden sind!

Mir erscheint, gerade Online ist Österreich weit hinten - mehr oder weniger ein "Entwicklungsland"...

Dissentio
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Versanddauer...

ist ebenfalls unterste Liga.... habe gerade wieder im österr. Handel online bestellt (war in der Filiale natürlich nicht lagernd und nur auf Bestellung abholbar...) und warte nun den dritten Tag auf eine BESTELLEINGANGSbestätigung... Bis zum Versand vergeht von da an meist nochmals mind. ein halber Tag (eher 24h...), dann noch der übliche Versandweg von zwei Tagen, sofern das Paket nicht wieder, wie letztens, zwei Tage bei der örtlichen Poststelle liegen bleibt, bis es zum Verteilerzentrum Kärnten weitertransportiert wird..... Im Vergleich dazu: Ein spezielles Motorradteil wurde Mittwochnachmittag im Deutschland bestellt (weil in Ö, wie sollte es sonst sein, nirgends Lagerware...), die Zustellung erfolgte (überraschenderweise) bereits Freitagmittag......

Dissentio
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Nachtrag:

oben genannter Artikel kommt heute: d.h. Gesamtdauer = 5 Werktage für einen Kauf innerhalb Österreichs.
Nebenbei eine Bestellung von Amzn (Artikel im österr. Handel mind!!! 40% teurer und vor Ort - no na net - nirgends lagernd...) = Samstagnachmittag bestellt - Montag erhalten...... tja....

Lepus52
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Die Politik der Wirtschaftskammer ist "Steinzeit"!

Was macht die Kammer. Lobbypolitik von vorgestern während andere arbeiten. Mahrer muss sich gut mit Kurz verstehen und Schrammböck soll Dolmetscherin spielen. Dann entsteht ein Meisterwerk wie das "Kaufhaus Österreich". In anderen Ländern wäre nach so einem Desaster Kammerprädident und Wirtschaftsminister zurückgetreten. Sowohl lokaler, wie auch online wird der Handel funktionieren, wenn jeder seine Stärken ausspielen kann. Gutes und geschultes Verkaufspersonal mit Beratungskompetenz kann der Onlinehandel nicht bieten. Kunden wollen das Produkt auch sehen und vergleichen können. Wenn aber der lokale Handel auch erst bestellen muss, wo ist dann der Vorteil? Beratungen und Service wird immer lokal seinen Vorteil haben. So eine Plattform, wie Kaufhsus Österreich könnte wie Amazon funktionieren, wenn man ein Produkt sucht und das bei einem Händler (lagernd) im Umkreis findet, könnte die beiden Welten ihre Vorteile subsummieren.

ronin1234
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Reaktion

Wollte im stationären Handel einen Autoradio Blaupunkt Bremen kaufen,muß man bestellen und das in 4 großen Geschäften. Pioneer und Kenwood zig Modelle aber ein nahmhaftes Produkt,nein. Da vergeht einem die Lust am einkaufen.

umo10
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Es ist die Chance

Mit den beiden Verteilerzentren Graz und Klagenfurt hat man endlich die Chance dem Konzern die regulären Mwst, Ust. Lohnsteuer… auf ALLEN gehandelten,verteilten Waren abzuverlangen!

aToluna
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Reguläre Mwst, Ust. Lohnsteuer

Das wird auch jetzt praktiziert, man bezahlt aus Österreich bei einer Bestellung bei Amazon Deutschland nicht 19 % Mwst. sondern die bei uns geltenden 20 %. Einfach einmal die Rechnung ansehen!! Umgekehrt das selbe, deutsche bezahlen für in Österreich bestellte Waren eben ihre geltenden 19 % und nicht die bei uns geltenden 20 %. In einem Verteilerzentrum werden keine Waren gehandelt oder verkauft, sondern es werden Waren lediglich verteilt, somit gibt es hier auch keine Bezahlung. Wo wollen Sie dann eine Mwst. verlangen?

martin19
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Amazon tötet den Handel?

Ja, Amazon ist der Treiber für viele Schließungen im stationären Handel. Aber das Hauptproblem einerseits ist die Politik mit ihren Unfähigkeit die Online-Giganten ordentlich, so wie jeden kleinen Händler zu besteuern und andererseits die Produzenten von viele Marken wie Adidas, Nike usw., diese wollen kleine Händler nicht mehr beliefern. Wir bekommen einfach keine Ware, obwohl Kunden gerne bei uns kaufen würden ist es uns unmöglich die Einkaufshürden besagten Lieferanten zu erfüllen, wie Mindestumsatz, riesige Vororder usw. Für uns kleinen Händler, obwohl meist in kleinen Ortschaften angesiedelt, mit wenigen tausend Einwohnern, gelten die gleichen Einkaufsvolumina wie etwa Händlern in Graz!

mheimgartner
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Örtliche Händler sind oft selbst schuld

Die meisten Artikel, die ich über AMAZON kaufe werden von kleinen Händlern verkauft. Diese nutzen AMAZON als Plattform für ihre Waren. Wenn beim örtlichen Händler 1 l Motoröl 14 EUR kostet und ich über AMAZON 4 l um 20 EUR bekomme, dann brauche ich nicht lange nachzudenken, wo ich kaufe.

peter800
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Das is ja schwachsinn

Du weißt selbst das du um 20€ kein..4L marken motoröl bekommst.... Auch nicht auf amazon.. Außer irgendein marktplatz anbieter vertippt sich im preis oder handelt gefälschteWare.. Soll derklei händler lokal mit diese mistigen Qualität.. Genau du bist so ein Grund warum Amazon geht.. Kauf das aller billigste.. Qualität hinter fragen vollkommen egal..

Dissentio
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@peter800

"Marken"-Öl ist subjektiv.... meine benötigten 4L kosten beim Onkel Louis in Villach bspw. 24,99€....

 
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