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Neues iPhone 12Apple zeigt erstes 5G-taugliches iPhone

Fast die Hälfte des Konzernumsatzes macht Apple mit dem iPhone. Am Dienstag stellte der IT-Krösus – verspätet – eine neue Generation vor. Beim iPhone 12 setzt Apple dabei erstmals auf die schnelle und umstrittene 5G-Technologie.

Apples neues iPhone 12 Pro
Apples neues iPhone 12 Pro © Apple
 

Jetzt ist's gewiss: Apple bringt noch im Oktober die nächste iPhone-Generation auf den Markt. Das neue iPhone 12 wurde wegen der Coronakrise allerdings erst am Dienstag und nicht wie sonst üblich im September präsentiert. Auf dem Event im vergangenen Monat hatte der IT-Krösus aus Cupertino stattdessen noch eine neue Version seiner Smartwatch sowie adaptierte iPad-Modelle vorgestellt.

Nachdem Apple Konflikte mit dem Modem-Spezialisten Qualcomm beilegte, ist das neue iPhone nun indes erstmals für den superschnellen, aber auch umstrittenen, 5G-Datenfunk gerüstet. Was bereits im Vorfeld durchsickerte und sich freilich als wahr herausstellte: Apple setzt auf vier neue iPhone-Modelle, die sich hauptsächlich in Bildschirmgrößen, Kameramodulen und Prozessorleistungen unterscheiden.

Die Aufzeichnung der Apple-Präsentation:

Der Livebericht zur Apple-Vorstellung als Nachlese:

Und los geht's. Per Stream aus Cupertino. Apple-Boss Tim Cook, betont alleine gelassen, beginnt mit dem Thema "Smart Home".

Der "HomePod Mini" wird als erstes neues Produkt vorgestellt. Ein "smarter" Lautsprecher, der im Vergleich mit den Vorgängern schrumpft, auf einen Chip namens S5 und die bekannte Apple-Assistentin Siri setzt. Ab 6. November kann er in den USA vorbestellt werden. Der Kampfpreis? 99 Dollar, in Europa soll das Gerät 96,50 Euro kosten.

In Markt der smarten Lautsprecher kämpft Apple gegen Amazon mit dessen Echo-Boxen und Google, das mit Google Home startete und die Technologie seit Kurzem unter Google Nest Audio verkauft.

Apples smarter Lautsprecher HomePod Mini
Apples smarter Lautsprecher HomePod Mini Foto © Apple

Tim Cook ist wieder auf der Bühne. Und leitet gleich einmal zur nächsten Produktkategorie über: dem iPhone. "Heute beginnt eine neue Ära für das iPhone", sagt Cook. Weil: "Wir bringen 5G auf das iPhone". Und zwar auf alle neuen Modelle.

Los geht's mit dem klassischen iPhone 12. Zwei Kameras auf der Rückseite, dazu grelle Farben. Das OLED-Display löst laut Apple "mit doppelt so viel Pixel" auf wie das iPhone 11. Die Beschichtung "Ceramic Shield" soll vor Kratzern schützen.

Apples iPhone 12
Apples iPhone 12 Foto © Screenshot

Die 5G-Download-Geschwindigkeiten, die Apple jetzt nennt, ersparen wir Ihnen an dieser Stelle. Denn: das sind alles sehr theoretische Zahlen. Aktuell liegt die 5G-Abdeckung in Österreich bei knapp 25 Prozent. Zudem gehen selbst erfahrene Mobilfunker davon aus, dass hierzulande mittelfristig erst einmal maximal zwischen 100 und 300 Mbit/s erreicht werden können. Technologisch spannend: Das iPhone soll automatisch auf 4G schalten, wenn kein 5G-Bedarf besteht, und dadurch den Akku schonen. Außerdem kommt mit den neuen iPhones auch der neue A14-Bionic-Chip.

Außerdem bringt Apple "MagSafe" auf das iPhone. Eine kabellose Ladetechnologie, die mit Magneten arbeitet. So soll verhindert werden, dass ein schlecht platziertes Smartphone schlecht lädt. Etwas überraschend, weil Apple MagSafe auf den hauseigenen Macbooks entfernte.

Günstigstes Modell bei 799 Euro

Erste Preise werden nun präsentiert. Das kleinere iPhone 12 Mini startet bei satten 699 US-Dollar (in Europa wird es 799 Euro kosten). Das iPhone 12 gibt es in der Basisausführung ab 799 US-Dollar (ab 899 Euro). Was ein Plus von 100 Dollar im Vergleich mit dem iPhone 11 bedeutet.

Und nun ab zu den Premium-Modellen: Apple zeigt das iPhone 12 Pro, das unter anderem sehr wasserdicht sein soll. Was sehr in der Apple-Welt bedeutet? 30 Minuten in einem Meter Süßwasser-Tiefe. Das Display wird natürlich größer und bekommt eine bessere Auflösung als bei den Vorgänger-Modellen. Mit dem verlustfreien Dateiformat "Apple Pro Raw" will Apple noch klarer Profi-Fotografen ansprechen.

Das iPhone 12 Pro kommt mit Dreifachkamera
Das iPhone 12 Pro kommt mit Dreifachkamera Foto © Apple

Auch deswegen bekommt die Kamera ein neues System für optische Bildstabilisierung, das wiederum für eine relevante Belichtungszeit von bis zu 2 Sekunden sorgen soll. Was bereits im Vorfeld vermutet wurde: Beim iPhone 12 Pro setzt Apple in Sachen räumlicher Vermessung auf einen neuen LiDAR-Sensor. Dessen Aufgabe? Er soll den Autofokus stabiler und Augmented-Reality-Anwendungen schneller machen.

Das iPhone 12 Pro gibt es in zwei Größen, die Bildschirme sind aber im Vergleich mit der Vorgängergeneration noch etwas erweitert worden. Von 5,8 auf 6,1 Zoll beim kleineren Modell und von 6,5 auf 6,7 Zoll beim Pro Max.

Die Preise für die Premium-Geräte? Das iPhone 12 Pro startet bei 999 US-Dollar (in Europa bei 1149 Euro), die Luxusklasse iPhone Pro 12 Max gibt es in der Basis-Variante ab 1099 US-Dollar (ab1249 Euro). Ausliefern will Apple bereits ab 23. Oktober.

 

Kommentare (7)

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xandilus
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wird zu kostspielig

Ich besitze derzeit ein iPhoneSE (1. Gen.) und einen macmini 2012, welche noch tadellos funktionieren. Sollten die beiden jedoch einmal ihren Geist aufgeben oder kein Update mehr hilft, dann sag' ich nur:"Salü Apple - war eine nette Zeit, aber bei diesen Preissteigerungen kann ein Normalkunde nicht mehr mitgehen."
Es wird sich eine Alternative finden, dessen bin ich mir sicher. Vielleicht nicht so smart, aber auch brauchbar. ;-)

sakh2000
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Sensationell, ein Smartphone mit 5G und noch dazu von Apple!

Nur leider wieder einmal um Monate zu spät! Die anderen Anbieter sind da schon um Längen voraus.

pescador
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ab 1249,-- Euro

Juhu, nur 1.249,-- Euro!! Da kauf ich gleich zwei, falls eines schmutzig wird!

SoundofThunder
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😬

Apple 12Pro 512GB 1599€ und das AppleCare+ kostet 229€. 1828€ ist kein Pappenstiel. Und 5G ist nicht gleich 5G. Für das schnellste 5G zahlst um einiges mehr als 50€ im Monat.

xandilus
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@HomePod

Mir gehen die gesamten Smartspeaker ziemlich auf den Sack, mit denen man "alles" steuern kann und welche ständig wissen, was man denn gerade redet. Das paßt ja schön zum Wahn unseren Alltag zu optimieren, was immer dies in diesem Zusammenhang auch bedeuten möge.
Damit will ich nicht (nur) in Richtung Apple schießen, denn bei "den anderen" läuft es keineswegs anders ab.

Ba.Ge.
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Kein Zwang

Du musst es ja nicht nützen, aber allein die Möglichkeit es nutzen zu können - sollte man es brauchen - ist nett.
Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben 🤷🏼‍♀️

(Bezüglich „Abhör-Verschwörungen“: die meisten geben leider ohnehin ziemlich alles freiwillig preis...)

xandilus
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@Ba.Ge.

Mir geht es primär nicht um das sog. Abhören, sondern darum, daß wir unser Leben immer weiter in eine Richtung lenken, welche uns zu Hörigen der Hochtechnologie werden läßt. Auch die "sozialen" Netzwerke nehmen immer mehr Überhand und lassen die direkte zwischenmenschliche Kommunikation immer weiter schrumpfen (das bekomme ich direkt mit).
Natürlich muß ich die ganzen Dinge nicht nützen, doch es ist mir ein Grauen, daß sie immer weiter unseren Alltag bestimmen abgesehen von meiner Person.