Es hat sich zu mehr als einer politischen Sommerloch-Debatte ausgewachsen: Seit Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) aufgrund der nach wie vor überdurchschnittlichen Teuerung im Land auch staatliche Preiseingriffe ins Spiel gebracht hat – explizit auch bei Lebensmitteln – wird darüber diskutiert. Markus Kaser, Vorstand bei der Handelskette Spar, Marktführer im heimischen Lebensmittelhandel, hadert im Gespräch mit der Kleinen Zeitung „mit dieser leider verpolitisierten Debatte“. Grundsätzlich sei die „Problematik der Teuerung, die bei Konsumentinnen und Konsumenten aufschlägt, ernst zu nehmen“, so Kaser. Doch Preiseingriffe seien „extrem heikel“, der Handelsmanager nennt insbesondere Ungarn als Negativbeispiel, dort habe man mit derartigen staatlichen Interventionen „das genaue Gegenteil davon erreicht, was man erreichen wollte“, so seine Warnung.
Spar-Vorstand über Supermarktpreise
„Der Aktionsanteil von Bier liegt in Österreich bei fast 80 Prozent“
Markus Kaser, Vorstand der Handelskette Spar, kritisiert „verpolitisierte Preisdebatte“ in Österreich. Staatliche Preiseingriffe seien „extrem heikel“. Der Manager verweist auf „multikausale Ursachen“. Der Aktionsanteil und das Bio-Segment legen kräftig zu.
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