Österreich hat ein Inflationsproblem – und das nicht erst seit dem Beginn des Ukrainekriegs, als die Energiepreise explodierten und sich im Anschluss durch die Volkswirtschaft fraßen. Tatsächlich liegt die Geldentwertung in der Alpenrepublik seit 2010 über dem Durchschnitt der Eurozone – und noch länger über jener Deutschlands, unserem wichtigsten Handels- und Wirtschaftspartner. Schien das Problem 2024 wieder halbwegs unter Kontrolle, verdüsterte sich das Bild zuletzt wieder erheblich. Für Juli ergaben die Schnellschätzungen der Statistik Austria eine Inflation von 3,5 Prozent und damit den höchsten Stand seit April 2024. In der Eurozone liegt die aktuelle Teuerung dagegen bei nur 2 Prozent.