Der Countdown läuft: Am 23. Juni ab 17 Uhr ist auf der Webseite der EAG-Abwicklungsstelle die Ticketziehung für den zweiten PV-Fördercall eröffnet. Diesmal kann auch ein Sonderbonus für Photovoltaikanlagen, deren Komponenten in Europa hergestellt wurden, beantragt werden. Inklusive zurückgeflossener Restmittel werden in dieser Runde bis zu 20 Millionen Euro an Fördergeldern vergeben. 

Der neu geschaffene „Made-in-Europe“-Bonus gewährt auf die Investitionsförderung PV-Modul, Wechselrichter und Speicher „einen Top-up von je 10 Prozent, also bis zu 30 Prozent Gesamtbonus“ – vorausgesetzt, die Komponenten stammen nachweislich aus europäischer Produktion. Im Jahr 2023 kamen mehr als 90 Prozent der globalen PV-Module aus Asien, insbesondere aus China.

Kleiner Hinweis: Im Herbst, beim dritten Fördercall, sollen auch Stromspeicher allein förderfähig sein, kündigt das Energieministerium an.

Welche Komponenten gefördert werden

Komponenten, die für den Bonus in Frage kommen, können auf der Website der EAG-Abwicklungsstelle eingesehen werden. Diese veröffentlicht sogenannte „White Listen“ für Module, Wechselrichter und Speicher. Projektwerbende prüfen vor der Antragstellung, ob Komponenten ihrer Anlage auf der „White Liste“ zu finden sind. Wenn dies der Fall ist, wird im Zuge der Antragstellung angegeben, dass der „Made-in-Europe“-Bonus zusätzlich zur Förderung gewünscht ist. Das entsprechende Budget wird dann hierfür reserviert. Nach Fertigstellung der Anlage wird im Rahmen der Endabrechnung von der EAG-Abwicklungsstelle der Einbau dieser Komponenten geprüft. Nach positiv abgeschlossener Prüfung wird die Förderung inkl. Bonus ausbezahlt.

Bilanz nach dem ersten Call

Der mit 40 Millionen Euro dotierte Fördertopf für den ersten Call wurde fast zur Gänze ausgeschöpft, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Der überwiegende Anteil der Anträge für kleinere Anlagen entfiel dabei mit mehr als 80 Prozent auf PV-Anlagen mit Speicher. Insgesamt kamen die meisten Anträge aus Oberösterreich (1289), gefolgt von Niederösterreich (1072) und der Steiermark (1055). 267 Anträge verzeichnet Kärnten. Der größte Teil der Fördersumme floss nach Oberösterreich mit rund 9,9 Mio. Euro, in die Steiermark gingen gut 6,7 Millionen Euro, nach Kärnten rund 2 Millionen Euro. Im Herbst 2025 ist eine dritte Förderrunde geplant.