Dass sich das Großprojekt in Fürnitz um zwei Jahre verschiebt, hat zahlreiche Reaktionen und viel Kritik ausgelöst. Die SPÖ will diese aber nicht so stehen lassen und ist um eine Richtigstellung bemüht.

„Die Verzögerung beim Projekt Logistik Center Austria Süd hat nichts mit den budgetären Maßnahmen der Bundesregierung zu tun. Vielmehr liegt der Grund in einer projektbezogenen Veränderung: Aufgrund neuer Grundstückstausche steht nun eine größere Fläche für den Ausbau zur Verfügung. Dadurch mussten die ursprünglich bei der Unterzeichnung des Memorandums 2024 vereinbarten Ausschreibungskriterien angepasst werden“, schreibt Andreas Schäfermeier, Pressesprecher von Landeshauptmann Peter Kaiser in einer Aussendung.

ÖBB: „Wurde schon im Herbst kommuniziert“

Seitens der ÖBB werden die Aussagen bestätigt. „Es ist richtig, dass diese jetzt im Rahmenplan abgebildete Verschiebung gegenüber dem alten Rahmenplan 2024-2029 nichts mit Einsparungen zu tun hat, sondern mit projektbezogenen Veränderungen“, heißt es in einer Stellungnahme.

Dass die Planungsphase von 2025 bis 2027 dauert und die darauf aufbauende Bauphase von 2027 bis 2029 umgesetzt werde, habe man bereits im Herbst 2024 per Presseaussendung veröffentlicht. „Das wurde jetzt im neuen Rahmenplan nachgezogen“, so die ÖBB.

Von beiden Seiten heißt es, dass mit diesen Änderungen durch die Flächenerweiterung eine erhöhte Investitionssumme durch die ÖBB einhergeht – statt der ursprünglich geplanten 73 Millionen Euro werden nun 83 Millionen in den Standort Kärnten investiert. „Das ist eine bedeutende und erfreuliche Entwicklung, insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten“, so Schäfermeier.