Wie der Energiekonzern am Mittwoch bekanntgab, wird das unternehmenseigene Erdgastankstellennetz in Österreich reduziert. Aktuell betreibt die OMV noch 28 Erdgas-Tankstellen (CNG) im Land. Mit 30. Juni 2025 werden 18 Erdgas-Zapfpunkte an zehn wirtschaftlich nicht rentablen Standorten geschlossen.

Danach wird die OMV österreichweit noch 18 Erdgastankstellen mit insgesamt 33 Zapfpunkten betreiben. Hintergrund der Maßnahme ist laut Aussendung die seit Jahren rückläufige Nachfrage nach mit Erdgas betriebenen Fahrzeugen. Auch in Kärnten fällt eine Tankmöglichkeit weg. Von insgesamt über 7,4 Millionen zugelassenen Kraftfahrzeugen in Österreich seien aktuell nur rund 4350 Erdgasfahrzeuge (PKW Klasse M1) auf den Straßen unterwegs.

Alternative gefragter: 5000 E-Tankstellen

„Die begrenzte Akzeptanz der Erdgas-Technologie im Vergleich zu anderen alternativen Antriebsformen macht die Schließung unrentabler Zapfpunkte notwendig. Wir beobachten den österreichischen Mobilitätsmarkt kontinuierlich, und gehen nicht von einer Trendumkehr aus“, sagt Michal Kubinec, Leiter des OMV Tankstellengeschäfts. Man investiere aber unter anderem stark in die Elektromobilität.

Unter der Marke eMotion baut OMV in Österreich, Rumänien, der Slowakei und Ungarn ein flächendeckendes Netz von schnellen und ultraschnellen Ladestationen für Elektrofahrzeuge auf. Bis 2030 sollen insgesamt bis zu 5000 eMotion-Ladestationen, weitgehend mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden.

Aus für Wasserstoff-Netz

Bereits im April hatte die OMV angekündigt, sämtliche von ihr betriebenen öffentlichen Wasserstoff-Tankstellen in Österreich zu schließen. Der Betrieb in Wien sei bereits eingestellt. Im Lauf des Sommers sollen nun die Standorte Graz, Innsbruck, Asten und Wiener Neudorf dazukommen. Die OMV begründet den Schritt mit mangelnder Wirtschaftlichkeit.