Mit US-Präsident Donald Trump müsse man „in seiner Sprache sprechen“, fordert Christoph Leitl. Das sei „die einzige Art, wie er uns versteht und wir zu Lösungen kommen können“. Der frühere Präsident der WKÖ und von Eurochambres, der Vereinigung der europäischen Industrie- und Handelskammern, warnt die EU davor, „wie ein Kaninchen vor der Schlange zu warten“.
Europa müsse vielmehr aktiv werden, verlangt Leitl: „Wenn Trump Zölle auf importierte Waren erheben will, muss man in Europa auch mit zusätzlichen Abgaben auf Dienstleistungen antworten.“
„Dann müssen wir reagieren“
Wenn Trump Grönland, einen Teil der Europäischen Union und der Nato, angreifen wolle, „müssen wir reagieren“, so Leitl. Etwa, indem die EU dem ebenfalls von Trump bedrohten Nachbarn Kanada ein Assoziierungsabkommen mit der EU anbietet. Wenn Trump versucht, Europa zu bedrohen, „warum können wir dann nicht mit China das längst ausverhandelte Investitionsschutzabkommen in Kraft setzen?“, erklärt Leitl.