Die Dezember-Zahlen stehen noch aus, der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) hat aber bereits eine Zwischenbilanz zum Pleitenjahr 2024, bis einschließlich Ende November, gezogen: Bereits jetzt stehe demnach fest, dass dieses Jahr ein Rekordpleitenjahr ist. „Wenige Wochen vor Jahresende steht bereits fest, dass das Jahr 2024 ein Rekordpleitenjahr an Firmeninsolvenzen gebracht hat“, so der AKV. So seien heuer „im Monatsdurchschnitt über das Vermögen von 346 Firmen Insolvenzverfahren eröffnet worden“, in Summe waren es 3801 eröffnete Verfahren. Im ebenfalls schon insolvenzstarken Jahr 2023 lag dieser Durchschnittswert bei 277. „Wir liegen circa ein Viertel, plus 24,79 Prozent, über dem Vorjahreswert und die Gesamtzahl der eröffneten Firmeninsolvenzen von 2023, damals waren es im ganzen Jahr 3364. Diesen Wert haben wir heuer bereits im Oktober überschritten“, wird mitgeteilt. Bis Ende November fielen demnach – einschließlich der Insolvenzabweisungen mangels Masse – 6199 Firmeninsolvenzen an, bis zum Jahresende werden es rund 6760 sein, man kratzt also an der Marke von 7000.
20 Milliarden Euro Firmen-Passiva
Dramatisches Pleitenjahr: Historische Höchstwerte auch bei den Schulden
Das Jahr 2024 ist noch nicht vorbei, bereits jetzt ist aber klar, dass es sich um ein Rekordjahr handelt: Noch nie wurden so viele Insolvenzen registriert – mit Jahresende werden sich die Gesamtpassiva der bundesweit dann fast 7000 Firmeninsolvenzen laut AKV auf 20 Milliarden Euro summieren, ein historischer Höchstwert.
© Weichselbraun Helmuth