Wie die Ergebnisse der Statistik Austria zeigen, brachte die Sommersaison dem Tourismus einen neuen Nächtigungsrekord. Von den rund 81,6 Millionen Übernachtungen entfallen 9,5 Millionen auf Kärnten. Im Vergleich zum Vorjahr konnte man im südlichsten Bundesland allerdings nicht zulegen.
Verglichen mit dem Sommerhalbjahr 2023 beträgt das Minus 1,2 Prozent. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt man damit gemeinsam mit Salzburg an vorletzter Stelle. Nur in Niederösterreich fällt der Rückgang bei den Nächtigungen (-1,6 Prozent) noch deutlicher aus. Vorarlberg konnte sein Ergebnis halten, alle anderen, beispielsweise die Steiermark (+1 %), konnten zulegen. Ausreißer mit einem Plus von acht Prozent ist Wien, wo man vom Comeback des Städtetourismus profitierte.
Abwärtstrend abgeschwächt
In Kärnten brachten die Monate Mai und August (+6,8 bzw. 3,7 %) das beste Ergebnis. Unter dem Strich ergibt sich das zweite Minus in Folge, nachdem Kärnten im Sommer des Vorjahres das österreichweit einzige Bundesland war, das rote Zahlen (-3,6 %) schrieb.
Ein leichtes Plus von 0,6 Prozent gibt es hingegen bei den Ankünften (rund 2,3 Millionen). Bereits in ihrer Zwischenbilanz räumten die Tourismusverantwortlichen ein, dass die Vorsaison nur schwach verlaufen sei. Von den früher entfallenen Feiertagen hätte man im Mai nicht ausreichend profitieren können, während sie im Juni dann abgingen, wie auch Kärnten Werbung-Chef Klaus Ehrenbrandtner bestätigte. Zum Ende der Sommerferien habe der Wetterumschwung zu Ferienende dann die Badesaison jäh beendet. „Die Belebung der Nebensaisonen ist und bleibt Auftrag Nummer eins“, wiederholte Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) bei der Präsentation der diesjährigen Winterstrategie.
Das bisherige Tourismusjahr
Mit Blick auf die Tourismuszahlen von Jänner bis Oktober schneidet Kärnten etwas besser ab: 12,3 Millionen Übernachtungen bedeuten ein leicht rückläufiges Ergebnis um minus 0,8 Prozent. Österreichweit sorgten Gäste aus dem Ausland bislang für mehr als 100 Millionen Nächtigungen, hinzu kommen 35,4 Millionen durch Gäste aus dem Inland.