Der süße Duft von Weihnachtsbäckerei erfüllt die Küche der Fachschule in Maria Lankowitz. Dort sind neun Bäuerinnen der Bäuerinnenorganisation Voitsberg gemeinsam mit acht Schülerinnen des zweiten Jahrgangs dabei, köstliche Kekse für die Keksbackaktion von „Steirer helfen Steirern“, der Hilfsorganisation der Kleinen Zeitung, zu backen. In Doppelfunktion ist Bäuerin und Fachschul-Lehrerin Christine Schutti mit dabei. Sie blickt nicht nur mit Argusaugen darauf, dass die Kekse in Form, Aussehen und Konsistenz passen, sondern gibt immer wieder auch praktische Tipps aus der Küche, bei denen nicht die Schülerinnen dazulernen. „Man lernt nie aus, Backen ist immer Lernprozess. Auch neue Rezepte haben wir heute schon gelernt“, freut sich Bäuerin und Stadträtin Stefanie Galler.
„Gemeinsames Backen macht Spaß“
Gerade bereitet Schutti die Masse für die Windbäckerei vor. „Wichtig ist, dass pro Eiklar fünf Deka Zucker hinzukommen, dann wird die Masse genau richtig“, erklärt sie den Schülerinnen. „Das ist die gleiche Masse, wie sie auch in eine Schaumrolle kommt.“ Mit einer Spritztüte wird der gezuckerte Eischnee auf dem Backblech portioniert. Dasselbe gilt auch für das Schoko-Spritzgebäck, das Lea Sommersacher für den Backofen vorbereitet. „Für mich ist das etwas Besonderes, dass wir mit den Bäuerinnen zusammenarbeiten. Das gemeinsame Backen macht echt Spaß.“
Mit der Zeit entstehen Lebkuchen, Linzerschnitten und -kipferl, Nussecken mit rosa Schokoglasur und Schuttis Eigenkreation „Lisas Monde“, die sie nach ihrer Tochter benannt hat. Mit dabei ist auch wieder Bäuerin Resi Schriebl aus Lankowitz, in deren Küche voriges Jahr die Kekse für Steirer helfen Steirern gebacken wurden. Ob sie froh, ist, dass sie heuer nach dem Backen in ihrer Küche nicht zusammenräumen muss? „Wir helfen immer alle zusammen, auch beim Aufräumen. Außerdem backen wir sowieso noch nächste Woche Kekse für Steirer helfen Steirern bei mir“, erzählt sie lachend.
Kostprobe
Indes werden die Backbleche und Keksteller immer voller. Zugreifen ist aber trotzdem nicht erlaubt, schließlich sollen mit den Köstlichkeiten so viele Spenden wie möglich für Steirer helfen Steirern zusammenkommen. Kosten ist aber trotzdem nicht erlaubt, auch wenn das eigentlich in der Backstube essenziell ist, wie Anni Fuchsbichler betont: „ Das muss eigentlich sein. Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen, wenn Leute backen und dann ihre eigenen Kekse nicht kosten“, lacht sie.
Für die Bäuerinnen aus dem Bezirk Voitsberg und die Fachschule Maria Lankowitz, die heuer zum zweiten Mal an der Keksbackaktion teilnehmen, ist es Ehrensache, für den guten Zweck mitzuhelfen. „Die Aktion finden wir sehr toll. Außerdem treffen sich hier mehrere Generationen und können voneinander lernen“, betont Direktorin Simone Weber. Bezirksbäuerin Anita Suppanschitz kennt die Aktion von der Initiatorin Grete Kirchleitner aus Leibnitz: „Ich habe das schon immer toll gefunden und wir sind froh, jetzt auch ein Teil davon zu sein. Besonders gefällt uns, dass das eine regionale Aktion ist und wir nachvollziehen können, wohin das Geld fließt.“
70 Kilo Kekse binnen Minuten verkauft
Nach dem Ansturm bei der Premiere im vergangenen Jahr – 70 Kilo Kekse waren binnen Minuten weg, mehr als 2500 Euro wurden erzielt – wird der Verkauf im WEZ heuer am Freitag, dem 28. November, erst am Nachmittag stattfinden. Um 14 Uhr werden die Kekse ausgegeben zum Preis von 36 Euro pro Kilo ausgegeben. „Vorbestellungen sind nicht möglich und pro Person können höchstens zwei Kilo Kekse gekauft werden“, erläutert Suppanschitz die Spielregeln. „Und wir bitten auch heuer wieder um Keksspenden, jeder kann sich am Backen beteiligen. Die Kekse können am 28. November von 9 bis 10 Uhr im WEZ abgegeben werden und werden dann von den Bäuerinnen verpackt.“