Für gehörig Aufsehen hat die Rückholaktion von 28 Millionen 0,5-Liter-Flaschen von Getränke-Produzent Coca-Cola im Oktober gesorgt. Nach einem maschinellen Gebrechen bestand die Gefahr, dass Metallstücke in einzelne Flaschen gelangt waren. „Das wäre mit unserer Entwicklung wahrscheinlich nicht passiert, weil der Fehler frühzeitig erkannt worden wäre“, behauptet Gründer und Geschäftsführer Markus Gruber vom Start-up Selmo. Inzwischen beschäftigt der gebürtige Obersteirer am Firmensitz in Söding-St. Johann im Bezirk Voitsberg 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sein Unternehmen entwickelte eine „Operational Technologie“-Plattform, die Produktionsprozesse algorithmisch in ein digitales Steuerungssystem übersetzt. So kann das Maschinenverhalten vollständig kontrolliert und in Echtzeit Abweichungen erkannt werden. Dieses standardisierte Betriebssystem kann in allen Produktionsmaschinen weltweit eingesetzt werden. „Unser Ziel ist natürlich, dass wir Stand der Technik werden und somit auch verwendet werden müssen“, hat der Unternehmer große Ziele.
Gegen Produktionsausfälle
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Das Deep-Tech-Unternehmen mit Sitz in der Weststeiermark soll Stillstände bei Produktionsmaschinen und damit einhergehende Produktionsausfälle minimieren. „Wir Menschen konzentrieren uns zu sehr auf Fehler und Abweichungen und zu selten darauf, was der Sollzustand ist“, sagt Unternehmer Markus Gruber.
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