Bei seiner Jahreshauptversammlung im Gasthaus Amschl in Mühldorf feierte der Bienenzuchtverein Feldbach sein großes Jubiläum. Seit 150 Jahren gibt es ihn schon. Vereinskassier Karl Kirchengast entführte die Gäste zurück ins Anfangsjahr 1876, als Gründungsobmann Johann Müller, Grundbesitzer in Gniebing, den Verein ins Leben gerufen hatte. Bis 1914 war Müller Obmann. Ihm folgten seither acht Obmänner. Seit 2003 steht Alois Rauch an der Spitze des Vereins.
Größter Bienenzuchtverein der Steiermark
Eine konkrete Dokumentation über den Verein fand erst ab den 1980er-Jahren statt. Es waren herausfordernde Jahre, da die Varroakrise zu einem großen Bienensterben führte und viele Imker aufgrund hoher Völkerverluste aufgaben. Das führte gepaart mit weiteren Herausforderungen zu einem Mitgliedertiefstand von 34 bis ins Jahr 2002. Unter Rauch und seinem Vorstandsteam begann ab 2003 eine neue Blütezeit des Vereins. Man setzte auf innovative Ideen, verstärktes Schulungsangebot und gezielte Förderung der Qualitäts- und Öffentlichkeitsarbeit. So konnte man viele Jungimker gewinnen. Aktuell zählt der Verein 115 Mitglieder (19 Frauen) und ist der größte Bienenzuchtverein der Steiermark. Es werden 1346 Bienenvölker bewirtschaftet.
Zum Jubiläum gratulierten Feldbachs Stadtchef Josef Ober, Vizebürgermeisterin Sonja Skalnik, Bezirksobmann Peter Zangl und Werner Kurz, Präsident des Steirischen Landesverbandes für Bienenzucht. Dem Verein wurde die Ehrenurkunde der Stadt Feldbach verliehen. Kurz überreichte Obmann Rauch die Ehrenurkunde des Steirischen Landesverbandes für Bienenzucht als Dank für dessen jahrzehntelanges Engagement.