Es ist ein wahnsinniger Hype in den sozialen Medien, tausende Videos und sogenannte „Taste Tests“ kursieren auf TikTok, Instagram und Co. Dabei geht es um die allerorts präsente Dubai Schokolade – eine Kreation von Sarah Hamouda, Gründerin von Fix Dessert Chocolatier in Dubai.
Kürbiskern statt Pistazie
Der Mega-Trend geht auch an der Zotter Schokoladenmanufaktur in Riegersburg nicht vorbei. Die Frage, ob es von den Zotters eine Dubai Schokolade geben wird, sei in den vergangenen Wochen häufig gestellt worden – „und bislang haben wir sie immer verneint“, schreiben die Chocolatiers auf ihrer Website. Denn wie Julia Zotter in einem Gespräch mit der Kleinen Zeitung kürzlich erklärte, sei es nicht ihr Ding, „so einem Trend hinterherzulaufen, um dann eine Schoko zu kopieren“.
Deshalb entsteht ihre „K. Dubai Schokolade“ (sprich: „ka“ Dubai Schokolade) auch nicht in üblicher Machart. Denn diese enthält nicht wie das Original eine Pistazienfülle und Engelshaar, sondern Kürbiskerncreme und gebackenes Waffelkrokant eingehüllt in weiße Schoko und mit Milchschoko verziert.
Aufwendige Herstellung
Die Entwicklung der „K. Dubai Schokolade“ sei super schnell gegangen, erzählt Zotter. Dafür sei der Herstellungsprozess, der in etwa drei Tage in Anspruch nimmt, umso aufwendiger. Das Knifflige daran: Die selbstgemachte Kürbiskerncreme mit steirischem Kürbiskernnougat, ähnlich wie die Pistaziencreme im Original, ist sehr weich – das zeichnet diese Schokolade aber auch aus. Die Creme muss nach dem Füllen per Hand längere Zeit kristallisieren, damit dann der Schokodeckel draufgesetzt werden kann, erklärt die Chocolatière.
Weil die Schokolade so weich ist, sind ihre Haltbarkeit und der Transport – man kann die Tafel nicht einfach so in ein Regal legen – große Herausforderungen: „Die originale Dubai Schokolade hält angeblich nur drei Tage lang. Viele versuchen sie nachzuahmen und gehen dann bei der Weichheit und Qualität Kompromisse ein.“ Das Grundkonzept der Dubai Schokolade findet Zotter cool, kosten konnte sie bisher nur Nachahmungen. „Die, die ich bis jetzt probiert habe, liegen preislich jenseits von gut und böse für die Qualität, die geboten wird“, findet Zotter.
So stellt man den viralen Trend Dubai-Schokolade her
Was die „K. Dubai Schokolade“ von Zotter noch wesentlich vom Original und allen Nachahmungen unterscheidet: Es gibt sie nicht zu kaufen, weil sie eben so aufwendig ist und nicht länger als zwei Wochen hält, begründet Zotter. Rund 200 Stück dürften die Zotters insgesamt produziert haben, im Rahmen eines Gewinnspiels werden 30 Tafeln verlost. Hier geht es zum Gewinnspiel, es läuft bis 2. Dezember.