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Sorge um AnsteckungNiedergelassene Ärzte: "Langsam geht es nicht mehr"

Die Judenburger Allgemeinmedizinerin Roswitha Kortschak schlägt im Namen vieler steirischer Kollegen Alarm: Die Schutzausrüstung sei mangelhaft, noch immer würden viele Patienten mit Fieber in die Ordinationen kommen.

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Roswitha Kortschak arbeitet derzeit von Zuhause aus © kk
 

"Wir sind Schutzschilder des Systems - aber langsam geht es nicht mehr." Das sagt Allgemeinmedizinerin Roswitha Kortschak aus Judenburg, die im Namen vieler niedergelassener Ärzte quer durch die Steiermark spricht. Denn: Immer mehr Patienten mit Fieber und Husten, die die strengen Kriterien für Corona-Tests nicht erfüllen, landen in den Praxen der Landärzte. Das sorgt nicht nur für Unruhe bei den Assistenten, sondern auch bei den Ärzten selbst. "Wir machen uns Sorgen, vor allem Sorgen angesteckt zu werden und die Ordination schließen zu müssen und für unsere Patientien nicht mehr da sein zu können. Wenn wir oder unsere Mitarbeiter Corona-Kontakt gehabt haben, müssen wir in Quarantäne. Auch ohne unsere Assistentinnen geht gar nichts", so Kortschak. Ein Verdachtsfall reicht, um die Ordination für zwei oder gar mehrere Wochen lahm zu legen. Kortschak selbst ist derzeit unter Quarantäne, nachdem sie an einem Ärztekongress teilgenommen hatte. Symptome hat sie keine.

Kommentare (1)

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Marina55
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Viel zu wenige Tests: fahrlässig für medizinisches Personal

Dem kann ich nur zustimmen. Auch im Bereitschaftsdienst wird man von 1450 zu fiebernden Patienten ohne adäquate Schutzausrüstung hingeschickt, weil man die Kriterien für eine Testung nicht erfüllt. Die da wären : 38,5 Grad Fieber, trockener Husten UND Kontakt zu einem bereits positiv getesteten Fall, dessen Name man auch bekannt geben muss. Erfüllt man diese Kriterien nicht, werden die Patienten in die Ordinationen geschickt oder der Arzt muss eben hinfahren. Wir wissen alle, dass nicht alle Patienten diese Symptome aufweisen, obwohl sie positiv auf Coronavirus sind.

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