Blauer Himmel, Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen: Auf die Formel 1-Fans wartet in den nächsten Tagen perfektes Grand Prix-Wetter. Donnerstag und Freitag können zwar kurze Gewitter auftreten, für Abkühlung werden diese aber kaum sorgen. Temperaturen um die 30 Grad bringen nicht nur die Besucher ordentlich ins Schwitzen, auch die Einsatzkräfte rüsten sich für ein intensives Rennwochenende.
So wird eindringlich vor Überhitzung abseits der Rennstrecke gewarnt. Herzinfarkte oder Gehirnödeme können auftreten. „Die Blutgefäße weiten sich aus. In weiterer Folge sackt das Blut in die Beine, führt zu Kreislauf-Zusammenbrüchen“, erklärt Kardiologe Hannes Alber vom Klinikum Klagenfurt eine der körperlichen Belastungen. „Zudem gilt es den Kopf zu schützen. Durch direkte Sonneneinstrahlung überhitzt das Gehirn.“ Speziell Strohhüte gelten als perfekte Abwehrmaßnahme.
Von Donnerstag bis Montagfrüh stehen 300 Sanitäter sowie 30 Fahrzeuge im Einsatz. „Die Hitze ist ein großes Thema“, sagt Robert Strauss vom Roten Kreuz. Was sie erwartet? „Vor allem hitzebedingte Kollapse, Sonnenstich und Sonnenbrand“, zählt Strauss auf. Wichtigster Tipp daher: Viel Wasser trinken, Sonnencreme verwenden, eine Kopfbedeckung tragen und nach Möglichkeit Schatten aufsuchen. Der ist am Kerngelände freilich dünn gesät, für Abkühlung sorgen höchstens die zahlreichen aufblasbaren Planschbecken auf den Campingplätzen.
Apropos Abkühlung: Wer abseits des Renngeschehens etwas freie Zeit übrig hat, der kann im Freibad Knittelfeld, im Erlebnisbad Judenburg oder beim Zechner Teich in Kobenz abtauchen. Mit dem Auto sind alle drei Bäder in wenigen Minuten erreichbar, mit den Öffis ist vor allem Knittelfeld empfehlenswert. Etwas weiter weg, aber definitiv eine Abkühlung sind die Murtaler Bergseen: Der Winterleiten See (Seetaler Alpen, Anfahrt via Judenburg) oder der Ingeringsee (Gaal) locken mit glasklarem, eiskaltem Wasser und malerischen Panoramen.
Die Promis wird man dort freilich nicht antreffen: So mancher nutzt das Spielberg-Wochenende traditionell für einen Abstecher zum Wörthersee. Wie man dort hinkommt? Standesgemäß mit Hubschrauber oder Privatjet – das nötige Kleingeld vorausgesetzt.