Eine geheime Extra-Gage für den Wirtschaftsbund-Obmann Josef Herk von 4000 Euro im Monat, die es für das Ehrenamt noch nie zuvor gegeben hat und – eine vom WK-Präsidium eigenmächtig bewilligte – Corona-Hilfe über 201.053,46 Euro für die Wählergruppen aller Couleurs (schwarzer Wirtschaftsbund, roter Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband, Freiheitliche und Grüne Wirtschaft) aus dem WK-Budget haben vor drei Jahren schon für Schlagzeilen gesorgt. Herk geriet in Bedrängnis, verzichtete nach Berichten in der Kleinen Zeitung auf die 4000 Euro vom WB, startete eine Transparenzoffensive und überlebte politisch. Die WK-Wahl heuer überstand der Präsident trotz Verlusten. Erst letzte Woche ist er mit 94,5 Prozent als WB-Obmann bestätigt worden. An seiner Seite im Jubel war da noch der WB-Präsident im Bund, Harald Mahrer. Jetzt, in den allgemeinen Turbulenzen um Mahrers Rücktritt, die Gagen-Diskussionen in der Kammer und der heurigen „Explosion“ von Herks WK-Funktionärsentschädigung, flammen die Affären von 2022 neu auf.
Wirtschaftskammer-Affäre
Causa Herk landet nun beim Staatsanwalt
Sein Wirtschaftsbund-Kollege Hermann Talowski schaltet in Gagen- und Corona-Hilfen-Affäre gegen den steirischen Wirtschaftskammer-Präsidenten Josef Herk die Staatsanwaltschaft ein.
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