Mit dem Duft karamellisierter Mandeln verbanden viele in Kärnten einen Namen: Ferdinand Cimzar. Der Unternehmer aus Köttmannsdorf ist am vergangenen Montag, 23. Februar im 76. Lebensjahr nach einem arbeitsreichen Leben verstorben. Mit seiner Liebe zum Süßen baute sich der Vater von zwei Kindern durch harte Arbeit auf, das er bis zuletzt aktiv führte.

Der gelernte Koch und Konditor liebte selbst Schokolade

Cimzar wuchs in Köttmannsdorf auf, wo er nach seiner schulischen Ausbildung eine Lehre zum Koch und Konditor absolvierte. Mit der Zeit interessierte er sich immer mehr für Schokolade und begann mit ihr zu experimentieren. 1977 startete er schließlich als Marktfierant, damals noch klassisch mit Holzständen und Plane. Er war bekannt dafür, dass er seine Süßwaren immer mit einem Lächeln auf den Lippen unter die Leute brachte. „Er hat klein angefangen und sich alles selbst aufgebaut“, erzählt Sohn Jörg Cimzar, der vor fast zwei Jahrzehnten in die Fußstapfen seines Vaters trat und seine Kunden ebenfalls mit allerlei Süßem versorgt. Aus den Anfängen des Vaters entstand ein stetig wachsender Betrieb. Neben der Fierantentätigkeit betrieb der Verstorbene in Köttmannsdorf auch ein Lebensmittelgeschäft.

Ferdinand Cimzar verstarb am vergangenen Montag. 2022 feierte er am Villacher Kirchtag sein 40-jähriges Jubiläum als Marktfierant und galt im Kärntner Zentralraum als Institution
Ferdinand Cimzar verstarb am vergangenen Montag. 2022 feierte er am Villacher Kirchtag sein 40-jähriges Jubiläum als Marktfierant und galt im Kärntner Zentralraum als Institution © Helmuth Weichselbraun

Bis zuletzt wurde an Innovationen gefeilt

Cimzar war ein Tüftler mit Gespür für Rezepturen. Seine gerösteten Mandeln machten ihn zum Kirchtagsurgestein, auch wurden glasierte Früchte zum Verkaufsschlager. Präsentation und Qualität waren ihm wichtig – ebenso Innovation und Weiterentwicklung. Vor zwei Jahren kaufte er noch einen Verkaufs-Lkw an und war der erste in Kärnten mit Papierverpackungen. Urlaub kannte er kaum, gearbeitet hat er bis zuletzt. Neben der Schokolade und den Cremeschnitten, die er mit einer veränderten Rezeptur zum Verkaufsschlager machte, liebte der zweifache Familienvater die Kulinarik allgemein. „Mit einem guten Essen konnte man meinen Vater sehr glücklich machen“, erinnert sich Sohn Jörg.

Am kommenden Freitag, 27. Februar, wird um 18.30 Uhr in der Aufbahrungshalle Köttmannsdorf für Cimzar gebetet. Die Seelenmesse mit Beisetzung findet am Samstag, 28. Februar, um 14.30 Uhr statt. Cimzar hinterlässt seine zwei Kinder und seine Lebensgefährtin.