Mit deutlich strengeren Regeln für den Bezug der Sozialunterstützung will Soziallandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ) Millionen einsparen. Vorbild ist das Land Oberösterreich mit seinem restriktiven Sozialhilfegesetz, das heuer noch einmal verschärft wird. Fix ist: In der Steiermark wird man Leistungen für kinderreiche Familien reduzieren. Auch Sanktionen für „Integrationsunwillige“ werden wohl schärfer. Stichwort: Deutschpflicht. Das Gesetz sei so gut wie fertig und werde demnächst präsentiert, hört man im Landhaus. Und doch steigt bei der FPÖ die Nervosität. Denn auch die Bundesregierung wird diesen Herbst eine Reform der Sozialhilfe verhandeln. Auch dort drängt vor allem die ÖVP in der Koalition mit SPÖ und Neos auf eine Staffelung, die die Bezüge von Großfamilien reduziert und knüpft Leistungen an Integrationswilligkeit. Die Sozialhilfe soll bundesweit einheitlich – unter dem Niveau Wiens – geregelt werden, hieß es zuletzt. Die rote Bundeshauptstadt will jetzt aufgrund ihrer Budgetnöte auch die Mindestsicherung kürzen.