Energy City ReininghausHeizungsflop: Innovatives Grazer Vorzeigeprojekt braucht nun Fernwärme

2012 sonnte sich die Politik im Licht des Vorzeigeprojekts als ersten Meilenstein von Reininghaus. Heute müssen Bewohner um einen Fernwärmeanschluss betteln.

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Die Stadt präsentiert das prestigeträchtige Vorzeigeprojekt als ersten Meilenstein von Reininghaus.
Die Stadt präsentiert das prestigeträchtige Vorzeigeprojekt als ersten Meilenstein von Reininghaus. © KLZ Pajman
 

Es war die politische PR-Initialzündung für die Stadtteilentwicklung im Grazer Westen: die Energy City Reininghaus in der Peter-Rosegger-Straße. Bürgermeister Siegfried Nagl selbst präsentierte den „ersten Meilenstein auf dem Weg zum Stadtteil der Zukunft“ bei einem Pressetermin im Rathaus. 143 Wohneinheiten in Holzgeschoßbau mit energieoptimiertem Passivhausstandard sollten entstehen. Die Wohnungen sollten mit Erdwärme beheizt, ein Supermarkt und Büros damit gekühlt werden. Das Leitprojekt brachte hohe Bundesförderungen, die TU Graz begleitete das Projekt – und viele heutige Bewohner der Siedlung haben sich bei all diesen Imagewerten für einen Kauf entschieden, den sie zuletzt bereut haben. Denn das Energie-Leitprojekt braucht nun dringend einen Fernwärmeanschluss, damit man nicht im Winter ohne Heizung in der Kälte hockt.

Kommentare (38)
ratschi146
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Danke…

das ich das demnächst mit meinem Steuergeld bezahlen darf 😭🤨

Und was kommt dann noch?

stadtkater
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Frau Umweltstadträtin:

Verschenken Sie nicht unser Steuergeld, sondern holen Sie die Förderungen zurück! Lassen Sie den Skandal auf Betrugsverdacht prüfen und klagen Sie dann alle ehemaligen Eigentümer, die Klimatechnikfirmen, die beratenden TU-Experten und die Beamten der Förderstellen in Stadt, Land und Bund.

Warum sind die alle auf Tauchstation?

stadtkater
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Die Wohnungen waren sehr teuer,

weil die ersparten Heizkosten mitverrechnet wurden. Die Förderungen wurden nicht an die Käufer weitergeleitet!

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Politik Flop 🤔

Genau das ist typisch für die Grazer Stadtpolitik ohne Hirn und Verantwortung, weil mit Steuergeld kann man eh alles machen und Haftung gibt es keine.
Anmerkung:
Wer Nagel wählt verliert!🤦🏻‍♂️

smithers
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Keine Panik

Der Steuerzahler finanziert das eh alles mit Begeisterung.

Christian67
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versteh die ganze Aufregung nicht...

die Wohnung sind zum größten Teil eh net bewohnt,daher brauchen's eh a net beheizt werden !!!

stadtkater
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Was sagt Herr Nagl

zu diesem Förderskandal?

Lamax2
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Ein kleines Indiz,....

dafür, dass die Utopien der Grünen nicht immer funktionieren müssen. Es ist fahrlässig, die herkömmliche "böse" Energieversorgung komplett aufzugeben, alles nur mehr auf Sonne und Wind zu setzen und nur mehr mit Stromautos zu fahren. Die Gesellschaft von heute, die auf nichts verzichten will, ist noch nicht reif dafür. Massen-Billig-Konsum, Tierleid für Billigfleisch, billige Massenreisen in Riesenschiffen u.v.m muss sofort gestoppt werden, bevor man den Menschen Autos, Heizungen u.a. wegnimmt.

rb0319
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Sie lasen

vermutlich eine Wahlwerbung der Gazer ÖVP (die übrigens Reininghaus genehmigt hat).

Lamax2
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rb0319

Absolut nicht! Nagl, zu dem es momentan wirklich keine Alternative gibt, ist nur ein kleines Rädchen in dem globalen Energiedesaster, das sich momentan abspielt.

stadtkater
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Nagl hat das Erdwärmehaus

beworben und fördern lassen. In Wahrheit ist daraus nie ein Passivhaus geworden. Jetzt muss er dafür gerade stehen und den Betrug aufdecken.

SagServus
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Ein kleines Indiz, dafür, dass die Utopien der Grünen nicht immer funktionieren müssen.

Eine Utopie ist etwas, was sich der Mensch vorstellt aber noch nicht existiert.

Dieses Heizungskonzept ist keine Utopie sondern funktioniert grundsätzlich.

lucie24
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Sieht man ja

wie es funktioniert...

SagServus
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...

Deswegen wirds aber nicht zur Utopie.

Das Konzept ist ja nichts neues, wurde schon bei anderen Baustellen und Einfamilienhäusern zig mal installiert.

Wenn die Firma nicht das baut was vorgesehen ist, passiert halt sowas.

melahide
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Basti Kurz

„Technik wird uns Retten. Die Menschen sollen nicht bei 16 Grad in ihrer Wohnung sitzen“

peso
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melahide

Mit Kurz wäre das ja nicht passiert, aber mit den Grünen und den Energieexperten ist das kein Einzelfall.

bond007
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Wieso kühlt man nicht auch Wohnungen?

Die Wohnungen vräuchten auch eine Kühlung. Wir haben eine Klima mittlerwiele damit man in den Hitzeperioden schlafen kann. Warum kühlt man nicht auch die Wohnungen, dann käme auch Wärme in den Boden

stadtkater
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Unter den Häusern ist kein Boden,

sondern eine zugeschüttete Sondermülldeponie. Alle ausser den Wohnungskäufern haben das gewußt!

stadtkater
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Müssen die Förderungen

von Stadt, Land und Bund nicht zurückgezahlt werden? Wer hat die abkassiert?

stadtkater
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Gebaut auf einer Sondermülldeponie

Der Deponiegrund wurde von einem Grazer Immobilientycoon billigst erworben und dann mit einem Unbedenklichkeitsgutachten und Landesförderungen als Baugrund teuer weiterverkauft.

Einer ist damit wieder steinreich geworden. Für die jetzigen Wohnungseigentümer ergibt sich ein enormer Wertverlust.

Und warum funktioniert das mit der Erdwärme nicht? Was sagen die TU-Experten?

altbayer
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Alternativ

Vielleicht kann ja das Gas der ehemaligen Mülldeponie, auf der die Siedlung steht, abgefangen und zum Heizen verwendet werden.

pwebhofer
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Marketing wirkt

bis es ernst wird, dann sind die Jungs alle still und die Öffentlichkeit darf zahlen. Mehrfach. Schlimm für alle, die vom politischen Aktionismus eingefangen wurden. Aber egal, es kommt ja schon das nächste Projekt mit Pressekonferenzen und Hochglanz daher. Wo es glänzt ist meist auch viel Schatten. Aber wir wählen halt gern den Glanz.

menatwork
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Weshalb soll die Allgemeinheit für Planungsfehler einstehen?

Im Artikel sind die Fakten etwas verdreht dargestellt. Die Entscheidung für eine alternative Versorgung trotz vorhandener Anschlussmöglichkeit an die Fernwärme wurde ja bewusst getroffen, offenbar weil man das für wirtschaftlicher hielt.

Wenn es sich um Planungsfehler handeln würde, gäbe es eine Haftpflichtversicherung der Planer, die dafür haften müsste. Wenn es sich um Baufehler oder fehlende Fertigstellung handeln würde, sollte es die entsprechenden Haftungsrücklässe geben, mit denen man das an eine andere Baufirma vergeben könnte.

Das gibt es aber alles deswegen nicht, weil es sich um einen Konzeptionsfehler handelt, für den sich Errichter und Wohnungskäufer aus freien Stücken entschieden haben und für den niemand anderer zur Verantwortung gezogen werden kann. Denn die fehlenden Kälteabnehmer sind ja nicht "abhanden" gekommen, es gab sie nie.

Bin sehr dafür, dass soziale Härten ggf abgefedert werden - um die Ärmsten dürfte es sich aber bei Eigentumswohnungen ja nicht handeln.

Dass aber die Allgemeinheit hier das "Lehrgeld" übernehmen soll, weil sich die Politik mit dem Projekt vorschnell selbst gefeiert hat, ist ein Hohn für alle anderen.

SagServus
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Weshalb soll die Allgemeinheit für Planungsfehler einstehen?

Wenn ich den Artikel lese, lese ich eher von einem Errichterfehler:

" „Als essenzielle Komponenten unserer Wohnanlage waren die Nutzung der Erdwärme unterstützt durch Strom aus Photovoltaik, die Solarthermie und der Wärme- und Kälteverbund zwischen den Gebäuden vorgesehen.“ Nebst anderer Baumängel sei auch die innovative Heizungsanlage nie planmäßig umgesetzt worden. Was auch nicht mehr passieren werde, da der Bauträger so gut wie insolvent sei."

stadtkater
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Der Bauträger ist deshalb fast insolvent,

Weil er rechtzeitig seine Firma abgeräumt hat!

BigC
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Jeder normale Bürger

Muss für seine Fernwärmeleitung selber zahlen. Aber im Wahlkampf sitzt bei der Grünen Stadträtin das Steuerportemonai locker. Warum sind die 700 € pro Wohnungsbesitzer Zuviel verlangt?

 
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