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Experten im InterviewWarum die Metro die S-Bahn im urbanen Raum aussticht

Zwei der Metro-Studienautoren, der Ökonom Kummer und der Eisenbahn-Experte Veit, legen sich fest: Die U-Bahn ist die Antwort auf Grazer Verkehrsprobleme.

 

Mehr als ein Jahr haben sechs renommierte Experten an der U-Bahn-Studie für Graz gearbeitet. Herausgekommen ist eine Machbarkeitsstudie, die eine Mini-Metro mit zwei Linien als ideale Antwort auf die Verkehrsprobleme im Ballungsraum bezeichnet. 3,33 Milliarden Euro soll das Projekt (Infratruktur und Fuhrpark) kosten.

Kommentare (99+)
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Baumh13720
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Weshalb schaut man sich nicht das Nahverkehrskonzept von Hannover an?

Hannover hat ca. 540 000Einwohner und hat sich aus Kostengründen GEGEN eine U-Bahn entschieden. Stattdessen wurden in der Innenstadt die Geleise der Straßen-/Stadtbahn unterirdisch verlegt - d.h. die Gleislänge beträgt 245,5 km, wovon 37,2 km im Tunnel (15,2 %) und die restlichen 208,3 Kilometer oberirdisch verlaufen (84,8 %) und von den 197 Haltestellen sind 19 unterirdisch mit eigenen Einstiegen ausgeführt. Die Straßen-/Stadtbahn verkehrt tagsüber überwiegend im 10-Minuten-Takt. Abends ab etwa 20 Uhr und am Wochenende wird im 15-Minuten-Takt gefahren. Insgesamt werden ca.125 Mio. Passagiere pro Jahr befördert.

Stratusin
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Die Kosten sind doch egal,

dann werden eben die Milliarden für sinnlosere Dinge verbraten!

Reipsi
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Wie heißt es so

schön " Soll " .

svennygraz
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Fast perfekt

Wenn man die M1 vom Berliner Ring nach Nord West nach Mariatrost und Andritz verlängern würde und die M2 im Süden vielleicht noch Richtig Seiersberg und Flughafen wäre das noch besser.
Mal sehen was die Zukunft bringt.

11137772PEYE
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U Bahn und S Bahn

auf jeden fall wäre doch wirklich toll das Graz eine U Bahn und eine S Bahn hättte wäre wirklich eine Entlasstung für den Verkehr denn U Bahn und S Bahn fahren ja unterhalb super super

SoundofThunder
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🤔

Jetzt stehen sie bei 7,7 Milliarden Euro.

aba
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zukunft

Eine tolle Chance für Graz.

Mein Graz
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@aba

Ja, tatsächlich.
Da wird wirklich alles bedacht:
Die Pendler: die Metro endet innerhalb der Stadtgrenzen, wodurch die Pendler - wenn sie direkt einsteigen wollen, weiterhin mit dem Auto in die Stadt fahren und auf Parkplätzen, die noch nicht einmal geplant sind, parken.
Die Geschwindigkeit: 27 Haltestellen auf 25 km bedeuten, dass man höchstens mal (geschätzte) 30 km/h zusammen bringt.
Die Bauphase: Jahrzehnte Baustellen im Stadtgebiet, denn die Haltestellen müssen von oben gegraben und gebaut werden. In dieser Zeit werden viele Bims nicht verkehren können, also Schienenersatzverkehr etwa über den Jako.
Die Studie: das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist. Weder die Zahlen sind belegt noch sind die Vergleichsstädte in allen Teilen dieselben (es werden unterschiedliche Städte in unterschiedlichen Abschnitten verglichen!).
Die Planungsphase: bisherige Kosten ca. 500.000 €, ohne Einbindung der Umlandgemeinden, ohne Gespräche mit Bund und Land, ohne die schon VOR (!) der Präsentation des Vorhabens durchgeführte Befragung - die selbstverständlich ganz im Sinne des Erfinders ausgegangen ist.
Die Finanzierung: 3,33 Milliarden € - eine Summe, die niemals halten wird, weil die Kosten in Österreich im Durchschnitt um 20% steigen und jetzt schon zu niedrig angenommen sind.

Welche Chancen siehst du?

rouge
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Eine Nummer zu groß

Diese Stadtregierung ist mit der Herausforderung Verkehr überfordert!

Ragnar Lodbrok
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ich kann mir nicht vorstellen, das eine Metro den Pendlern das Umsteigen

schmackhaft macht. Das einzige was wirklich wirkt ist eine Citymaut. eine geschmalzene - so hoch, daß sich jeder freiwillig und gerne eine Jahreskarte kauft.
Wenn das auch nicht wirkt - kommen Fahrverbote...

altbayer
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Tiefgarage !

Deshalb baut die Holding Graz ja am Schönaugürtel eine Tiefgarage für 300 PKWs, dass die Mitarbeiter mit dem Fahrzeug bis zum Innenstadtbüro fahren können!!

Mein Graz
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@altbayer

Bericht in der Kleinen: "Unter jener Fläche, auf der momentan Parkplätze und Kabeltrommeln zu finden sind (siehe Foto), wird eine Tiefgarage mit 300 Stellplätzen errichtet – allerdings „ausschließlich zur betrieblichen Nutzung“, wie es heißt."

Also was soll dein Seitenhieb auf die MA?

melahide
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Was

wirken würde wäre eine Citymaut (mit Ausnahmen natürlich für gewisse Berufsgruppen) und Trennung von Bus/Bim vom Autoverkehr. Dazu halt am Rand der Stadt großzügige Parkplätze (Parkplatz und Öffi-Ticket als Kombi) mit direkter Anbindung zu Öffis, die alle 5 Minuten fahren.

dieRealität2020
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und von wo kommen diese Zahlen: 200.000 Passagiere am Tag

was nicht ersichtlich ist nach welchen Bewegungsabläufen und der dazugehörigen derzeitigen Linien und Aufkommen innerhalb Graz und dem Pendlerverkehr wurde hier dieses prognostizierte Aufkommen errechnet? Darüber gibt die Studie keine Auskunft.
.
Diese Daten in der Studie sind weit weg von einer effektiven zielführenden Bedarfsermittlung. Bei einer derartigen Fülle von "Fachexperten" hätte ich mir mehr Effizienz vorgestellt.
.
Bei einem derartigen Projekt hätte ich mir von den Verfassern dieser Studie schon eine sichtbare Referenz zu vergleichbaren Projekten erwartet.

HASENADI
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Bei den zweifellos ehrenwerten Persönlichkeiten...

hinter der aktuellen Studie fehlt mir die Expertise von Sozialwissenschaftern. Wissen die langgedienten Stadtregierer eigentlich, was die sozialgesellschaftlichen Bedürfnisse der Menschen, die in dieser Stadt leben und/oder arbeiten, weiters von Besuchern, Tagestouristen und Urlaubern sind? Gibt es hierzu wissenschaftliche Erkenntnisse?
Was steht im Vordergrund, was wünschen sich die betreffenden Interessensgruppen am meisten, abgestuft von 1 bis 10..., was stört sie am meisten, was gehört sofort in Angriff genommen, was ist wichtig für die nachkommenden Generationen, usw.? Darauf aufbauend könnte vielleicht auch ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept aufgebaut werden, und man möge sich nicht wundern, was alles möglich ist...! Ich persönlich präferiere z.B. eine komfortable und rasche Erreichbarkeit für der Grazer liebstes WE-Ausflugsziel, den Schöckel! Deshalb: Verlängerung der Schöckelseilbahn von St. Radegund in schnurgerader Linie, hinwegschwebend über lieblicher Landschaft, bis nach Mariatrost. Dort steht jetzt mein E-betriebener Klein-Pkw in der endlich!, zu 100% ausgelasteten P+R-Tiefgarage, die wegen des enormen Bedarfs von 200 auf 2000 Abstellplätze erweitert werden müsste....

grundner10
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St-Peter-Hauptstraße, Plüddemanngasse?

Eine der staureichsten Einfahrtsstraßen, die St. Peter Hauptstraße und die Plüddemanngasse als ihre Verlängerung stadteinwärts werden nicht einmal irgendwie erwähnt, geschweige denn entlastet. Die Achse LKH-Innenstadt hat doch schon zwei Straßenbahnlinien (1 & ´7).

Der Grazer Südosten bleibt, obwohl hier ständig gebaut bzw. "nachverdichtet" wird, komplett außen vor!

dieRealität2020
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hier muss ich Knoflacher zustimmen.

Meines Wissens gibt es weltweit in keiner Stadt eine dementsprechende Mini Metro es gibt also nur Theorie die oft genug Makulatur ist. Menschlich selbstverständlich die "Experten" müssen ja dieses Projekt forcieren, einerseits da sie ja die "Planer" sind und sicherlich um das Interesse der Grazer Politik und der Wirtschaft wohl Bescheid wissen.
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Andererseits kann nicht verschwiegen werden, dass hier eine Verkehrsabwicklung entstehen kann das in der Großmannssucht von Politik und Wirtschaft weltweit zur weiteren Nachahmung kommen könnte für das diese "Planer" ein Renommierobjekt für weitere Aufträge benötigen. Unabhängig der voraussichtlich wie aus den letzten Jahrzehnten in Österreich zu sehen ist, werden diese Kosten am Ende wie üblich um ca. 30-40 % den Voranschlag übersteigen. Die Rechtslage der Immobilienerfordernisse und die Preisablösen außerhalb der Baukosten werden das zeigen.
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Was ich hier wie bei ähnlichen Projekten immer wieder vermisst habe sind schlicht und einfach eine Bedarfsermittlung nicht nur generell, sondern auch im Detail. Eine Rentabilitätsrechnung muss nicht immer finanzieller Natur, sondern kann auch aus einer sachbezogener Rentabilität bestehen.
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Es wäre aus dem wirtschaftlichen Standpunkt und für die heimische Wirtschaft in den nächsten 3-5 Jahren die Kosten aliquot aufgeteilt ca. 1 Milliarde pro Jahr in ein modernes effektives zielführendes den tatsächlichen Erfordernissen entsprechendes Verkehrskonzept zu investieren.

blackpanther
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Wieso

wird das Projekt großartig medial präsentiert ohne sich vorher mit dem erhofften Teilfinanzierer, dem Bund, zu besprechen, sodaß dieser vom Vorhaben aus den Medien erfährt? Das zeigt nicht gerade taktisches Geschick, sondern Präpotenz!

pregwerner
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Graz...

... hat doch die Schlossbergbahn. 😉

Straßenbahn-Fahren ist doch viel schöner als unterirdisch.

RaffaltE
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Verkehrsentlastung durch neue Regelungen

- Jeder der in Graz wohnt u n d arbeitet muss die Öffis benutzen.
- Nur an Arbeitstagen von Mo-Fr sollte gelten:
- 5:00 bis 7:00 Öffis nur für Arbeitnehmer
- 7:00 bis 8:00 Öffis nur für Schüler/Lehrer
- 8:00 bis 9:00 Öffis nur für Arbeitnehmer
- 16:00 bis 18:00 Öffis nur für Arbeitnehmer
- Alle Anderen sollten von 9:00 bis 16:00 und ab 18:00 die Öffis benutzen.

Damit hätte man den Individualverkehr halbiert und kein Steuergeld ausgegeben. Wer traut sich das?

HASENADI
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Ist eine Idee, RaffaltE, und das ist mE wichtig,...

scheinbar Unmögliches an-zudenken. Dieser Vorschlag dürfte nicht daran scheitern, weil er etwas Abwegiges aufzeigt, gut so!, sondern weil die Umsetzung eine schon erlebte, unselige Zeit wiederbeleben würde, etwas Uniformiertes, Fremdbestimmtes, Autoritäres, Unfreies,...das wir zum Glück heute weitestgehend zurückgedrängt haben.

LaoQui
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Nach Corona- nun auch die Realitätsverweigerer!

Eine derartige Wahnsinns-Summe für eine "Metro", die mit der Kirche ums Kreuz fährt, (Jakominiplatz - Gösting über den Felix-Dahn-Platz! usw) als "Vision" zu bezeichnen, ist ja schon fast krank... Das ist vielleicht für eines dieser science-fiction-Spiele "ich bau mir eine Stadt", aber für eine räumlich kleines Gemeinwesen wie Graz einfach sinnlos. 131 Mio. Euro für einen Kilomenter, mehrere sinnlose Parallelstrecken (nördlich Lendplatz, zwischen Glacis und Uni), schlechte Anbindung an die S-Bahn, Park & Ride zu nahe an der Stadt. Und: die Pläne für Tram und Bus müssen dennoch realisiert werden, denn diese Metro fährt ja nur jeden zweiten der heutigen Haltestellen an. Diese "Vision" könnte man - bösartig - nur mit der Absicht in Zusammenhang bringen, in Graz endlich wieder Platz für die Autos zu schaffen. Vielleicht will man aber dadurch nur Zeit gewinnen, die jetzigen Pläne nicht umsetzen zu müssen (für die uns übrigens auch das Geld fehlt). Mein Vorschlag: für einen Bruchteil dieser Kosten Ausbau von Tram und: O-Bus: umweltfreundlich, mit einigen Busspuren rasch umsetzbar und: kostet einen Pappenstil im Vergleich (die Strecken nach Gösting und Straßgang für 40 Mio.). Und natürlich: statt der Parkspuren Beschleunigungsspuren für die Öffis.
Danke fürs Lesen! Und bitte, jetzt nocheinmal durchdenken und den "Plan" studieren.

robert123456789
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Nix u-bahn

Eine magnetschwebebah von gratkorn bis kalsdorf. Mit den restlichen 2,5 Milliarden Euro um 500 Millionen das strassenbahnnetz ausbauen (2er Linie und co) und dann gratis ÖV bis 2121.

tupper10
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Wieso Fußballstadion??

Graz braucht ganz sicher kein neues Fußballstadion. Zumindest solange Sportvereine mit ihrem Nachwuchs in Volksschul-"Turnsälen" trainieren müssen, für die die Bezeichnung "Besenkammerl" passender wäre. Baut einmal ordentlich große Turnsäle in den Schulen und stellt damit die Basis-Infrastruktur im Breitensport sicher! Dann kann man vielleicht über ein Stadion nachdenken. Es gibt Sportarten, die eine Unterstützung dringender brauchen als der Spitzenfußball.
Also wenn schon die Metro gegen den Sport aufgerechnet wird, dann bitte um 3,3 Milliarden Euro ordentliche Anlagen für den Breitensport, vor allem im Nachwuchsbereich!

menatwork
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Kann mir bitte jemand schlüssig erklären

weshalb und wozu bereits ein Werbefilm(!) produziert und ebenso mit Steuergeldern finanziert wurde, wiewohl es sich um eine Geheimsache des Bürgermeisterbüros handelt?

hoerndl
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Die im Burgermeisterbüro haben halt drauf als wir uns vorstellen können,

nicht nur PowerPoint und den Bürgern Wertschätzung und Verständnis vermitteln..

 
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