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Zweifel am ProjektVerkehrsexperte Knoflacher: "Die U-Bahn löst in Graz kein Stauproblem"

Es sei ein Projekt für die Tunnelbauwirtschaft, aber keines, das Verkehrsprobleme löse, sagt der streitbare Experte.

 

Kein gutes Haar lässt der renommierte Verkehrsexperte und emeritierte TU-Wien-Professor Hermann Knoflacher an der Mini-Metro-Vision für Graz. Neben Bus, Bim und S-Bahn ein viertes System in eine Stadt dieser Größenordnung zu implementieren sei wahnsinnig kostspielig, auch in Betrieb und Wartung: "Vor allem aber wird es das Stauproblem nicht lösen." Denn Autofahrer würden nicht umsteigen, wenn ihnen in der Stadt kein Raum genommen werde. "Dieses Projekt kommt der Politik nur gelegen, weil sie dann nicht dem Mut braucht, um Autofahrern Platz wegzunehmen.

Kommentare (34)
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beneathome
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Angst der Wiener

Nicht die einzige Stadt in Österreich mit U-Bahn zu sein. Man kann nicht genug Geld in ein Projekt stecken, welches so eine nachhaltige Auswirkung auf Verkehr, Mobilität, Geschwindigkeit und Zukunftsgestaltung hat. Will uns der Wiener Beamte zurück in die Tramwaysteinzeit katapultieren und das gesparte Geld lieber in Wien ausgeben?
Die scheuen keine Maßnahme Konkurrenz aus anderen Teilen Österreichs nicht aufkommen zu lassen. Schickts den wieder zurück in ein Favoritener Altenheim. Experten reden heute anders.

neuer mann
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ihr tweet ist würdelos!

und nicht ernst zu nehmen !

Ifrogmi
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"der renommierte Verkehrsexperte Prof. Knoflacher"

ich traue seinen aussagen nicht über den weg. sein wirken in wien war nicht fachlich, sondern ideologisch geprägt. seine eigenen worte im "Spiegel" 5.3.2018:
"Wir haben die Autofahrer genervt. Wir haben Straßen verengt und systematisch Stau erzeugt. An Straßenbahn-haltestellen wurden Gehsteige bis zu den Ausstiegen vorgezogen, sodass die Autofahrer nicht nur halten mussten, bis das Ein- und Aussteigen beendet war und die Tram weiterfuhr, sondern auch noch um diese Verkehrshalbinsel herumkurven mussten."
somit ist er in meinen augen niemand auf dessen expertise man sich als neutral und objektiv verlassen kann.

Mein Graz
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@Ifrogmi

Vielleicht ist Knoflacher nicht neutral und objektiv, das beurteile ich nicht.

Das "Konzept" oder was auch immer dieses Papier sein soll ist es allerdings schon gar nicht!
Es ist das Papier nicht wert, auf das es gedruckt ist, denn es ist eindeutig, dass die Kriterien dafür willkürlich gewählt sind, die Kosten unmöglich einzuhalten sind und diese Metro, da sie ausschließlich innerhalb der Stadtgrenzen läuft KEINE Entlastung des (Pendler-) Verkehrs bringen wird - denn dazu fehlt schon einmal die Möglichkeit, an den wichtigsten Außenbezirk-Stationen Parkmöglichkeiten zu errichten.

hfg
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Die gesamte Innenstadt

Sollte zusätzlich großzügig vollkommen Autofrei werden. Dazu braucht man keine U-Bahn- sondern gratis EBusse und günstige Öffimöglichkeiten und Ausweitung der gratis Innenstadttram.
Autofahren (ich bin auch Autofahrer) sollte in der Stadt so unangenehm und unbequem wie möglich sein. Der einzige Politiker der den Weitblick und den Mut hatte war der verstorbene Edegger, der Tempo 30 eingeführt hatte. So einen oder mehrere bräuchten wir jetzt - keine Gondeln oder U-Bahnen oder sonstigen teuren Hirngespinste die das Problem nicht lösen.

hfg
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Das Problem kann einfach und kostengünstig

Gelöst werden Z.b.
Stadtmaut
Ausbau Park & Ride an den Stadtgrenzen und Förderung von zb. EScooter ankäufen - mit dem Scooter ist man in kürzester Zeit in der Stadt - ohne Stau und Umweltschäden
Generell Tempo 30
Ausbau und Vorrang Radwegenetz mit Einbahnstraßen
In der Stadt kostenlose Klein EBusse als Shuttle
Günstige überregionale Öffitickets
Vergünstigte Taxitickets für ältere Personen
Das alles wäre rasch bzw. sofort umsetzbar und würde einen Bruchteil der U-Bahn kosten.
Das ist und wäre die Zukunft für eine saubere Luft, ohne Staus und mit geringen einpendeln.
Graz wächst ohnehin nicht mehr sondern nur das Umland - bei der teuren U-Bahn wird das überhaupt nicht berücksichtigt.

ASchwammerlin
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Die 85jährige Omi

fährt dann mit dem EScooter auf den Kaiser Josef Platz einkaufen?

hfg
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Die 85 jährige Omi pendelt nicht ein

Fährt auch nicht mit der U-Bahn oder dem Auto sondern benützt eventuell vergünstigte Taxifahrten wie auf dem Land schon praktiziert.

DI C Maroschek
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3 Mrd? Das hält NIE

Abgesehen von der völlig erhitzten Diskussion über Prof. Knoflacher sind sowohl die genannte Bausumme und die erwartete Bauzeit völlige Fehleinschätzungen. Die Nichtanbindung des stark bewohnten Nordostens der Stadt ebenfalls. Auf Einpendler aus dem Norden hat man auch kaum gedacht. So schaut das Projekt eher nach einer Aschermittagskehrauspartie aus.🤣

calcit
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Ach ja, der Herr Knoflacher...

...der ist eigentlich gegen alles was in den Bundesländern geschehen soll. Aber irgendwie verständlich, war ja auch auf der TU in Wien und für Wien war immer alles besten für ihn, da gab ja es nie was zu kritisieren...

GerbrichA
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Zukunft vorweg nehmen

Wenn Graz die Zukunft visionär gestalten will, muss die Politik bereit sein weiter als nur bis morgen oder übermorgen in die Zukunft zu schauen.
So wäre z.B. ein Konzept, welches autonomes Fahren mit elektrisch- oder Wasserstoff angetriebenen Bussen oder Großraumtaxis berücksichtigt, ein solches visionäres Konzept.
Gleichzeitig müsste der Individualverkehr, zumindest im (größeren) innerstädtischen Bereich, stark eingeschränkt werden.
Aber:
DAS TRAUT SICH KEIN POLITIKER

scionescio
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Der liebe Hermann hat auch nur das ewig gleiche Mantra auf Lager und seine Aussagen kann man auf "Böses Auto muss weg und Autofahrer müssen so behindert werden, dass sie kein Auto mehr benutzen" zusammenfassen ...

... ich dagegen glaube, dass die große Mehrheit nicht zum Spaß mit dem Auto fährt, sondern weil es keine bessere/billigere/komfortablere/schnellere Alternative dazu gibt - und genau da gehört der Hebel angesetzt: statt das eine künstlich zu verteuern und verschlechtern, müsste man mehr Ehrgeiz entwickeln und einfach bessere Alternativen abbieten, weil dann die große Mehrheit automatisch das Auto stehen lässt.

Wenn ich in Wien bin, bewege ich mich nur in Ausnahmefällen mit dem Auto (zB Transport von großen Dingen), weil ich billiger (365,- Euro für die Jahreskarte) und viel schneller unterwegs als mit dem Auto bin.

In Graz kann ich mich kaum mehr erinnern, wann ich das letzte Mal mit Öffis unterwegs war - und eine Jahreskarte zahlt sich daher sicherlich bei mir auch nicht aus.

Da ich aber der gleiche Mensch mit ähnlichem Mobilitätsbedürfnis bin, liegt es höchstwahrscheinlich nicht an mir, sondern an den mir angebotenen Möglichkeiten.

melahide
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In Wien

geht es ja auch recht bequem. Es gibt die Tiefgarage Erdberg zb, wo man das Auto günstig anstecken kann. Da ist man auch gleich ans U-Bahn Netz abgeschlossen. Beim Zug sowieso. In Graz hat man schon das Problem, dass die Stadt an sich „zersiedelt“ ist. Der weitläufige Stadtkern ist e gut angebunden. Aber in den „neueren“ Stadtvierteln ist ziemlich planlos gebaut worden.

Mir geht es ähnlich wie ihnen. Ich fahr in Graz fast alles mit dem Rad, in die Innenstadt geh ich zu Fuß. Innerstädtisch fahr ich wenn dann mit dem Zug. Mit Bus und Bim von zu Hause zur Arbeit ... da muss ich 2 mal umsteigen und hab überfüllte Öffis....

Der U-Bahn Plan hilft uns auf der linken Murseite auch wenig. Man müsste dann ja trotzdem zb mit dem Rad zum Ostbahnhof wo alle 30 Minuten ein Zug vorbeikommend, eine Station fahren, in die U-Bahn, die fahrt wieder nicht da hin wo man hinwill ... muss mit dem nächsten Ding weiter.

Nein. Zu wenige Öffis, zu oft umsteigen, zu voll, zu langsam

SagServus
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statt das eine künstlich zu verteuern und verschlechtern, müsste man mehr Ehrgeiz entwickeln und einfach bessere Alternativen abbieten

Das eine kann nur mit dem anderen Funktionieren.

Wenn ich schnellere ÖV Verbindungen haben will, brauch ich auch eine Entflechtung von ÖV und Autoverkehr.

Natürlich bringt es nix, nur den Autoverkehr künstlich zu verlangsamen und dann in den ÖV nix mehr zu investieren in der Hoffnung, dass dann schon umsteigen werden.

Es kann aber auch nicht funktionieren den ÖV auszubauen und ihn dann mit den Autos im Stau stehen zu lassen weil man sich weigert den Autos Platz wegzunehmen.

Weil dann werden sich natürlich viele sagen, wozu mit der Bim oder dem Bus fahren, wenn der eh vor mir im Stau steht.

LaoQui
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Das ist ein völlig falscher Plan!

Ich meine die Skizze, die hier die "Kleine" bringt. Bei so horrenden, ohnehin unfinanzierbaren Kosten, ist Schlampigkeit wirklich nicht angebracht.
Und, bitte keine Umfragen, die auf dem Niveau von "Freibier für alle?" liegen.
Die meisten glauben dann, es wird dafür die Herrengasse wieder für Autos freigegeben .... Man müsste die Bedingungen anführen. Sofern man sich damit beschäftigt hat.

Mein Graz
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@LaoQui

M.E. stimmt der Plan schon, die Linien sind "begradigt", so wie ein fertiger Metro-Plan aussieht. Die Haltestellen stimmen überein.
Auf diesem Plan ist nur nicht ersichtlich, in welchen Schlingen diese Metro durch die Stadt geführt werden soll.

Für mich ist und bleibt dieser Plan eine unausgegorene Schnapsidee, die rein dem geschuldet ist, dass die Stadtregierung einerseits keinem auf die Zehen steigen, andererseits sich ein Stadtpolitiker ein Denkmal setzen will.
Und dafür sollen Milliarden ausgegeben werden, die anders wesentlich sinnvoller eingesetzt werden könnten. Nur müsst dann halt ein Politiker Klartext reden und sagen, dass die Autofahrer und Autobesitzer Einschränkungen zu erwarten haben - und das tut keiner, da so eine Aussage die politische Zukunft einer Person zerstören würde. Und die bleiben doch alle gerne am Futtertrog...

rouge
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Auf den Punkt gebracht.

Individualverkehr einschränken, Bim ausbauen, mehr umweltfreundliche Busse, mehr Radwege.
Da braucht’s dann keine 3,3 Mrd.(!), die bis dahin sowieso nicht reichen werden.
Die heilige Kuh Auto muß aus der Stadt zurückgedrängt werden, dazu braucht es aber mutige Politiker, die nicht nur die nächste Wahl im Focus haben.

DergeerderteSteirer
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@rouge ................

ein völlig treffender und richtig guter Kommentar !!

nasowasaberauch
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Graz hat viel zu viele Haltestellen

In Wien muss man zwischen den Stationen schon einmal ein Stück zu Fuß gehen.

In Graz fahrt die Bim schon in die nächste Haltestelle ein, bevor deren Ende die vorige verlässt!

Kein Wunder, dass fahrt so lange dauert.

Wer in Wien mit der Straßenbahn fährt macht Kilometer. In Graz steht man vor allem.

In Graz ist man mit Auto oder Fahrrad fast immer viel schneller als mit der Bim. Oft sogar zu Fuß, wenn man die Wartezeit mit berücksichtigt.

LaoQui
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Bitte, ein wenig Vernunf beim Argumentieren!

Gerade weil eine U-Bahn nur wenige Haltestellen haben kann, ist sie für Graz völlig ungeeignet. Vom Jakominiplatz nach Straßgang wären es 6, aktuelle sind es doppelt so viele. Dazwischen soll aber - wie in Wien - auch noch die Tram fahren? Also doppelte Kosten?
Die schlauen Experten haben ein Beispiel gebracht, wo man dann von Kalsdorf zum Lkh mit der "Metro" 10 min. weniger braucht als mit dem Auto!
Das steht in keinem Verhältnis zum Aufwand, dessen Finanzierung ja ohnehin nicht einmal als Scherz zu diskutieren ist.

nasowasaberauch
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Vernunft?

Was hat ihr Posting mit meinem zu tun?

smotron1
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"Denn Autofahrer würden nicht umsteigen, wenn ihnen in der Stadt kein Raum genommen werde."

Genau das ist der Punkt: Wie soll man den Raum nehmen, wenn es keine sinnvollen Alternativen gibt? Und nein, doppelt so lange Fahrzeiten wie mit dem Auto sind für die meisten keine ernsthafte Alternative.
Deshalb: U-Bahn gekoppelt mit Citymaut!

MoVeiT
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Nun, das ewige Paradoxon..

...wie soll ich denn abnehmen, wenn es beim Billa/Hofer/Spar so leckere Sachen gibt. Muss man deshalb die Supermärkte zusperren?
...wie soll ich denn sportlicher werden, wenn es so bequem ist, zuhause auf der Couch zu sitzen anstatt rauszugehen und Sport zu treiben?
- wie soll ich denn beruflich erfolgreicher werden, wenn ich mich nicht traue, meinen Chef um eine Beförderung oder Gehaltserhöhung zu bitten.

Am Anfang steht immer eine Entscheidung und der erste Schritt. In diesem Fall: Baubeschluss für die Südwestlinie und diese sofort umsetzen! Natürlich wird es anfangs unbequem. Es gibt eine Baustelle und Autofahrer werden sich darüber ärgern, dass die Tram nun auch Platz verbraucht, der früher dem KFZ-Verkehr alleine zur Verfügung stand.

Irgendwann ist die Tram aber in Betrieb und die positiven Effekte werden überwiegen. Fazit: wer sich nix traut und sich zu nichts Unbequemem überwinden kann, wird auch keinen Erfolg haben. Nie und nirgends im Leben.

SagServus
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Wie soll man den Raum nehmen, wenn es keine sinnvollen Alternativen gibt?

Alternativen gibt es nur dann keine, wenn man Stur daran festhält, jeden Parkplatz und jede Fahr- und Abbiegespur für den Autoverkehr erhalten zu müssen.

Mir fallen auf die schnelle mal ein, dass man am Glacis mal sicher 2 Spuren für den ÖV wegnehmen kann.

Auf der Kärnterstraße könnte man die Busspuren bis zu den Kreuzungen vorziehen und dafür die Abbiegespuren für die Autos streichen.

Natürlich brauchts dafür ein überregionales Konzept, so dass die Leute gar nicht erst nach Graz reinfahren sondern bereits ausserhalb oder zumindest an der Stadtgrenze mit P+R und Umstiegsmöglichkeiten abgefangen werden.

Denn das berücksichtigt die U-Bahn in der vorgestellten Form auch nicht.

smotron1
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"Natürlich brauchts dafür ein überregionales Konzept, so dass die Leute gar nicht erst nach Graz reinfahren sondern bereits ausserhalb oder zumindest an der Stadtgrenze mit P+R und Umstiegsmöglichkeiten abgefangen werden.

Denn das berücksichtigt die U-Bahn in der vorgestellten Form auch nicht."

Tut sie nicht? Obwohl P&R Parkplätze am Stadtrand angesteuert werden und man mit der Ubahn innerhalb weniger Minuten am Jakominiplatz ist? Was ist das dann?

SagServus
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...

Nur weil man den P+R in Webling berücksichtig, macht das noch kein Konzept.

Was ist mit St. Peter/Liebenau? Andritz? Steinberg? Mariatrost?

 
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