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Dämpfer für Grazer U-BahnMinisterin Gewessler setzt auf Tram und "Ausbau bestehender Systeme"

Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) erteilt den Grazer U-Bahn-Plänen zwar keine Absage, Rückenwind hört sich aber anders an.

Gewessler U2
Verkehrsministerin Leonore Gewessler beim Spatenstich für den nächste U-Bahn-Ausbau in Wien im Jänner © APA/HANS PUNZ
 

Die U-Bahn-Pläne für Graz liegen am Tisch. Eineinhalb Jahre haben Experten an einer detaillierten Machbarkeitsstudie gearbeitet, ihr Fazit: An einer Mini-Metro komme Graz nicht vorbei, wenn man die Verkehrsprobleme in der Zukunft lösen wolle.

Kommentare (61)
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Geom38
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Der Großraum Graz

braucht eher eine Stadtbahn, also etwas, das nur dort wo's zwingend notwendig ist unterirdisch wird und ansonsten eben unbeeinflusst von anderem Verkehr möglichst schnell von A nach B fährt. Und zwar bereits ab mindestens Höhe Thalerhof bzw SFZ im Süden, dort gibt's auch noch genug Platz wo man parken könnte. Sämtliche Planungen machen nur dann Sinn, wenn man auch eine perspektivisch absehbare Entwicklung miteinbezieht, nicht immer nur in derzeitigen Stadtgrenzen denkt.

GraueZellen
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Bleibt am Boden !

Gewessler, ihre Regierungskollegen und viele Politiker anderer Fraktionen glänzen im Verkauf von Überschriften. Umsetzung und Realisierung sind weder ihr Ding noch Sache der anderen. Es ist keine besondere Fähigkeit solche Ideen abzulehnen. Die beiden Bürgermeister sind auf der Suche nach Wahlkampfthemen. Nach Olympiade und Gondeln wird die Metro thematisch unter das Wahlvolk gebracht, während im Hintergrund Retro-Politik weiter praktiziert wird. Statt bestehende Strukturen ( Straßenbahn ....... ) massiv auszubauen und sich der harten Knochenarbeit der Umsetzung zu widmen ist es eben wesentlich einfacher die Taste des Wahlkampfmodus zu drücken. Liebe Grazer Politiker, kümmert Euch endlich um den massiven Ausbau des Straßenbahnnetzes, drängt den Individualverkehr zurück, tut etwas gegen die schlechte Luft, gegen städtebauliche Schandtaten, gegen Verelendung des öffentlichen Raumes und verzichtet auf jenes Getränk, welches scheinbar Flügel verleihen soll. Bleibt am Boden und macht die Stadt nicht mit jeder Maßnahme unattraktiver und provinzieller !

melahide
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Das

Hauptproblem ist ja eher, dass die Metro eine „Verzögerungstaktik“ ist. Man positioniert sich damit als „Politiker mit Visionen“, zögert eine praktische Lösung damit aber hinaus. Denn so lange das „Projekt Metro“ nicht tot ist, wird auch in die bestehenden Systeme nicht investiert. Und sollte jemand dieses Projekt unterstützen, dauert die Bauphase mind. 10 Jahre. Also bliebe der Isst-Stand noch mind 10 Jahre erhalten ... und bis das Projekt entschieden ist, gehen wohl auch ein paar Jahre ins Land!

Mit Bim und Bahn ist man vielleicht in 2-3 Jahren fertig, mit mehr Nutzen für mehr Menschen

LaoQui
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Warum geht es nicht ohne Watschen?

Ihre Forderungen sind nachvollziehbar, aber muss man denn die Anonymität auch dazu noch mit Unterstellungen ausnützen? Das "Glänzen in Verkauf von Überschriften" ist leider bei allen Parteien an der Tagesordnung, dass Sie das jetzt Frau Gessler umhängen, ist unfair. Sie hat lobenswerterweise Ihre Haltung kundgetan und damit verhindert, dass das Hirngespinst vom Milliardengeschenk weiter um sich greift.

DergeerderteSteirer
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Dem Absatz kann ich ausnahmslos beipflichten, ....................

"Liebe Grazer Politiker, kümmert Euch endlich um den massiven Ausbau des Straßenbahnnetzes, drängt den Individualverkehr zurück, tut etwas gegen die schlechte Luft, gegen städtebauliche Schandtaten, gegen Verelendung des öffentlichen Raumes und verzichtet auf jenes Getränk, welches scheinbar Flügel verleihen soll."

LaoQui
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Na, gott sei Dank, es gibt noch Vernunft!

Der überwiegende Teil der sketischen bis negativen Kommentare nennt konkrete Begründungen. Die anderen sind einfach grundsätzlich dafür, oder einfach gegen die grüne Ministerin oder - noch einfach - Parteigänger von Schwarz oder Blau.
Zweí Details herausgepickt: Die Nord-Süd-Metro würde den Ausbau der Tramlinien nach Gösting und nach Straßgang erübrigen. Aber, bitte, den Stadtgplan anschauen: Vom Jakominiplatz nach Straßgang gibt es dann oder 6 Stationen, die Tram wü´rde aber rund doppelt so viele haben. Wer schließt die Lücken?? Ähnlich die Verbindung nach Gösting; 6 Stationen und "mit der Kirche ums Kreuz" (über den Felix-Dahn-Platz!).
Einige Linien fahren in kleinen Abständen aneinander vorbei, z. B. bei der AVL,. Die in fußläufiger Entfernung zur Stadt Wohnenenden zwischen Geidorfplatz und Mairfreddygasse werden von zwei Metrolinien "bedient".
Das ist doch alles überhaupt nicht sinnvoll in einer relative kleinen Stadt wie Graz. Es gäbe noch viele Kritikpunkte, müsste man nicht wegen der Kosten sofort jede weitere Beschäftigung unter Strafe stellen. Bösartig könnte man noch meinen: Wir müssen unter die Erde, damit die Autos wieder mehr Platz haben!?

Mein Graz
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Das Verkehrschaos kann mit SO einem Konzept nicht gemildert oder gar beseitigt werden!

Diese "Metro" führt ausschließlich innerhalb der Stadt, die Gemeinden rund um Graz werden dadurch wieder nicht angebunden.
Und gerade die Einpendler müsste man doch so mit Öffis versorgen dass sie es sinnvoll sehen, vom eigenen PKW umzusteigen.
Wie sollen die Pendler zu den Endpunkten kommen? Natürlich mit dem PKW, denn Busse gibt es nicht in ausreichender Anzahl und mit dem nötigen Takt und der richtigen Dichte.
Wo sollen diese PKW dann parken? Sind P & R -Parkplätze vorgesehen und die Kosten dafür (Ablöse, Errichtung usw) in der vorgesehenen Summe enthalten?

Wie kommen die Ersteller dieses Konzeptes auf die angegebenen Kosten pro Kilometer? Vergleicht man das mit anderen Städten werden diese Summen nicht halten. Dazu kommt, dass die Kostenüberschreitung schon jetzt abzusehen sind.

Leute, schaut euch mal dieses Schriftstück an! Es ist m.E. das Papier nicht wert, auf dem es (so man es ausdruckt) gedruckt ist.

Wieder ein Luftschloss der Grazer Stadtregierung, allen voran Nagl.

Sam125
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Dämpfer für Grazer U- Bahn Projekt? Ich wäre bestimmt für das U- Bahn Projekt,

wenn es nicht mindestens 10 Jahre dauern würde,bis die Menschen überhaupt was davon haben! Ich persönlich würde mich für eine Einbindung der Umlandgemeinden in ein großzügiges Straßenbahnnetz aussprechen,das bis in die Randbezirke von Graz- Umgebung reichen und man am Ende der Straßenbahnlinien auch genügend Parkplätze für die Einpendler zur Verfügung stellt,damit die Pendler schnell und ohne großen Zeitverlust zu ihrer Arbeitsstelle kommen! Die Einpendler haben es ja auch schon jetzt oftgenug lange Anfahrzeiten um in die Stadt zu kommen,doch wenn sie schon am Stadtrand bequem in die Straßenbahn umsteigen könnten....!? Natürlich müsste es dann auch eine "Außenring- Straßenbahn" geben!

gof1234
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I fohr

mit der Gondel über die Mur, ah, i fohr dann mit der U-Bahn Richtung Plaputsch, steig wieder in a Gondel, rauf auf den Berg, oh, da steht ja mein Auto, najo, dann fohr i hoid zruck in die Stadt ins neue riesige Parkhaus... Sog amoi, wos is den mit dem Nagl los? Der leidet ja völlig unter Größenwahn!! Hoffentlich ist der boid weg!

hfg
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Zukunft ist und wäre

Autos komplett zurück drängen.
Verschiedene Möglichkeiten wären denkbar:
Ausbau Park & Ride Parkplätze mit kostenlosem Elektroshuttle
Ausbau Radwegenetz
Tempo 30 generell im Stadtgebiet
Kostenlose Elektrokleinbusse im Stadtgebiet
Billigste Öffikarten überregional
Stadtmaut usw.
Das alles würde einen Bruchteil von der U-Bahn kosten uns wäre sofort bzw. rasch umsetzbar.
Die U-Bahn kostet enorm-Umsetzung dauert lange und ist trotzdem nur Stückwerk und verhindert das einpendeln nicht.

FySy
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Luftschlossbaumeister

Gott sei Dank hat unser Beton-Bau-Bürgermeister dafür 500.000€ ausgegeben.
Vielleicht sollte auch mal darüber nachgedacht werden, dass die Betonindustrie zu den größten CO2 Umweltsündern zählt.

SoundofThunder
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500000€?

Hat die Machbarkeitsstudie so viel gekostet?

calcit
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Oh Mann jetzt kommt das Argument...

...auf jeden mal verursacht das Streaming noch mehr CO2...

battlefronter007
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Eigentlich nicht,nein.
Die Bauindustrie ist ein sehr viel größerer Umweltverschmutzer als große Serverstrukturen😂. Das ist allgemein bekannt und wissenschaftlich bestätigt. Kann man ja ganz leicht vergleichen

GerbrichA
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Zukunftsorientiert

wäre ein System welches auf autonom fahrende Elektro-Busse aufbaut. Damit diese schnellstmöglich vorankommen wäre hierfür ein völliges Zurückdrängen des Individualverkehrs notwendig. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wäre ungleich besser als jenes der U-Bahn-Variante.

Das wäre zukunftsorientiert, aber der Widerstand wäre enorm. Der steirische Sturschädl will selbstbestimmt die Umwelt zerstören!

Patriot
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Zum Glück gibt es noch so besonnene Politiker*innen wie die Frau BM Gewessler,

die Größenwahnsinnige, unser Steuergeld beim Fenster rausschmeißende Stadtkaiser in die Schranken weisen.
Am Land haben wir pro Tag bestenfalls 2 Öffis in die nächstgelegene größere Stadt und Nagl will Milliarden unseres Steuergeldes für sein Denkmal verbraten! Geht's noch?
Frau BM Gewessler bleiben Sie bitte hart und verhindern Sie diese geplante unsinnige Geldvernichtung!

DergeerderteSteirer
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Ja "@Patriot", ................

da sind wir wieder mal der gleichen Ansicht, geleitet eben von der logischen Sichtweise !

bond007
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Danke, Ministerin

Dann bitte zuerst einmal die Details lesen und dann urteilen. Aber Frau Ministerin kann Graz ja wurst swin, sie fährt in Wien eh bequem mit der U-Bahn von A nach B. Die Grazer waren da schon immer Bürger zweiter Klasse. Vienna first

Mein Graz
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@bond007

Hast du dir die Details durchgelesen? Ich schon.
Und ich finde kaum etwas, was da tatsächlich "passt". Ich hab es gestern schon geschrieben, gerne heute noch einmal:

"Infrastruktur 3,17 Mrd. €, Flotte 0,16 Mrd. €". Was ist in der Infrastruktur alles enthalten? Sind da schon P+R-Parkplätze/Parkhäuser drinnen? Wo soll etwa beim Berliner Ring so eine Parkmöglichkeit errichtet werden, dass die Einpendler dort parken können?
Beim "Kostendeckungsgrad ÖPNV in Europa" ist keine einzige Stadt in vergleichbarer Größe genannt, alle dort gelisteten Städte sind größer.
Bei "Metros in vergleichbaren Städten", wo die Anzahl der Haltestellen verglichen wird, sind plötzlich auch kleinere Städte dabei.
Bei "Leistungsfähigkeit und Fahrgastpotenzial" ist eine Betriebszeit von 6 bis 21 Uhr angegeben. Soll diese U-Bahn also in der Nacht nicht betrieben werden?
"optimale Verknüpfung mit Straßenbahn- und Busnetz": von den geplanten Haltestellen haben ganze 10 direkten Anschluss zur Straßenbahn. Wie viele Haltestellen mit einer Busstation gekoppelt sind ist nicht entnehmbar.
Keine einzige Linie führt über die Stadtgrenzen hinaus - wie erfolgt die Anbindung an die Umlandgemeinden?

Dieses Papier erscheint mir sehr einseitig im Sinne der Stadtregierung erstellt worden zu sein...

andal18
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@bond007 - diese Opferrollenrhetorik

ist ja erbärmlich, immer die bösen Wiener - geh zu die Tiroler jammern, da bist gut aufghoben. Frau Gewessler kennt sich in Graz gut -ist WIKU Abgängerin.
Die Probleme entstehen nicht innerstädtisch sondern kommen durch den Speckgürtel rein. Daher keine kleinkarierte Grazer Lösung zu horrenden Kosten andenken sondern die Umlandgemeinden anbinden. Das Vorwahlgeplänkel von Schwarz-Blau ist durachschaubar und erbärmlich.

altbayer
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U-Bahn Schilling

..... aber den (volkstümlich) U-Bahn Schilling für Wien haben die Grazer auch mitbezahlt.

menatwork
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Die U-Bahn Idee ist wie alle Nagl-Ideen

nicht wirklich durchdacht, das zeigt schon die vorgeschlagene enge Abfolge der Stationen inklusive der BM Nagl Gedenkstation am Felix-Dahn-Platz. Das lässt auch an der kritischen Kompetenz der Studienautoren zweifeln-

Ganz im Gegensatz zu deren Behauptung ist eine U-Bahn bei derart kurzem Abstand zwischen den Stationen jeder Straßenbahn unterlegen. Mal abgesehen davon, daß ein U-Bahn natürlich nicht nur immense Errichtungskosten, sondern dann auch auf Dauer wesentlich höhere Betriebs- und Erhaltungskosten hat.

Am Ende bleibt es heiße Luft. Echte und zukunftsttaugliche Entwicklung wird es in Graz wohl erst nach Abgang dieses Bürgermeisters wieder geben können.

Styrian007
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Die Grazer Grünen

wollen ein völlig illusorisches S-Bahn Netz in die Stadt leiten, die Grüne Ministerin macht die Räuberleiter. Durchsichtig und sehr schade

battlefronter007
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Lieber direkt von lieboch, frohleiten, Leibnitz und Co mit der sbahn in die Stadt fahren als an der Stadtgrenze wieder umständlich umsteigen 🤦‍♂️

homerjsimpson
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Zu teuer im Bau, zu wenig Fahrgäste und enorme laufende Kosten.

Mehr kann man nicht sagen, 4 Mrd kostet das mindestens, und die laufenden Kosten sind enorm und ruinieren Graz endgültig, falls die Stadt die rund 1,5 Mrd Anteil aufbringt (und das Land Stmk hat ja auch nur Schulden). Und "billig" ist das Betriebssystem nur, wenn man wie angekündigt ohne Personal fährt. Das heißt dann: Niemand im Zug, auch undenkbar wenn man bedenkt, dass überall immer mehr Security etc verlangt wird aus Angst vor Besoffenen, Bettlern etc...

SoundofThunder
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Wenn uns die Geschichte etwas gelehrt hat dann verdoppeln sich die ....

.... vorveranschlagten Kosten. Siehe LKH Nord,Leitspital Liezen,.....

 
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