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Amazon als Türöffner?Äcker im Grazer Süden könnten bald verschwinden

Ist das Amazon-Verteilzentrum in Liebenau nur der Anfang? Laut Widmung können viele Äcker verbaut werden.

Verteilzentrum Amazon Graz
Jetzt noch Acker, bald schon Heimat von Amazon in Graz © Jürgen Fuchs
 

Jetzt noch ein Acker, schon bald Verteilzentrum von Amazon. Die Pläne des Online-Riesen am Liebenauer Gürtel ernten nicht nur von der Stadtpolitik Kritik, auch Umweltschutzorganisationen melden sich zu Wort. Von einem „Flächenfraß“, der „längst jedes naturverträgliche Maß überschritten“ habe, spricht Maria Schachinger vom WWF.

Kommentare (23)
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fschuetzenhofer
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Verstehe die Aufregung nicht

Also ich verstehe die Aufregung wegen Amazon nicht! Wer hat seinerzeit gegen Hofer, REWE, Spar oder andere Kettenläden protestiert, als der letzte Nahversorger im ländlichen Raum die Pforten für immer schließen musste? Örtliche Papierfachgeschäfte oder Buchhandlungen mussten PAGRPO und LIBRO weichen. Kein Elektrofachgeschäft mehr im ländlichen Raum, weil Media Markt/Saturn kamen. DM und BIPA haben den Drogerien arg zugesetzt. Der heimische Textilhandel, Schuhhandel, um nur einige zu nennen, verschwand fast gänzlich.........

Hieronymus01
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Hauptsache nich schneller, noch günstiger und noch mehr einkaufen!!!

Wann greift sich die Menschheit auf den Kopf und sagt dass es so nicht weitergehen kann?

isogs
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Naja

Wenn Amazon baut ist es schlimm, sonst jubelt man, wieder ein paar Arbeitsplätze!

jg4186
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Arbeitsplatz-Vernichter

Weil Amazon zwar einige neue Arbeitsplätze bringen wird - aber umso mehr Arbeitsplätze im Handel in der ganzen Region vernichten wird! Da wäre von der Politik Weitsicht gefordert - sprich Flächenwidmungsplan oder "Flächenfraß“. Und das sollte keinesfalls der Gemeinde überlassen bleiben, das müsste das Land entscheiden.

rb0319
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Das müssen Sie mir erklären...

Inwiefern werden viele Arbeitsplätze im Handel vernichtet, wenn amazon ein Versandzentrum in Graz baut? Glauben Sie, dass deshalb mehr Leute bei amaon bestellen werden, weil es dann ein Versandzentrum in Graz gibt? Welchen Unterschied macht es, ob das amazon-Packerl von der Post oder von einem anderen Paketdienst geliefert wird? Das word sich auf den heimischen Handel überhaupt nicht auswirken. Und wenn amzon das Versandzentrum nicht in Graz bauen dürfte (was meiner Ansicht nach aber nicht zu verhindern sein wird), dann werden sie es halt wo anders bauen.

SagServus
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...

Ob Amazon jetzt das Logistikzentrum wo anders baut, wird keinen einzigen Arbeitsplatz hier retten.

Die Leute werden auch weiterhin dort bestellen.

Mihare
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es wird nicht viele neue Arbeitsplätze geben, eher etliche bestehende vernichtet

Denn Amazon arbeitet angeblich mit schlecht bezahlten Subfirmen zusammen:
https://www.vol.at/viele-verfehlungen-bei-firmen-die-fuer-amazon-ausliefern/6867210
https://www.derstandard.at/story/2000122519620/das-system-amazon-paketzusteller-unter-dauerdruck

Die Arbeitsbedingungen bei Amazon selbst sind katastrophal und Amazon zahlt keine Steuern in Österreich. Leider macht es Amazon allen Kunden sehr leicht, dort einzukaufen - Service, Lieferzeit, Preis sind unschlagbar, allerdings zu Lasten der Mitarbeiter, der Natur (neue Retouren werden einfach vernichtet) etc.

Jeder Cent, den wir derzeit in unsere heimische Wirtschaft investieren, hilft, dass auch der heimische Oninehandel weiterentwickelt werden kann.

Ich hoffe sehr auf Eigenverantwortung und Solidarität mit der österreichischen Wirtschaft. Es sollte uns einfach nichts ausmachen, wenn die Ware aus Österreich halt ein paar Tage länger braucht, bis sie geliefert wird.

So zerstört Amazon einfach nur noch weiter unsere lokalen Unternehmen.

SagServus
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Denn Amazon arbeitet angeblich mit schlecht bezahlten Subfirmen zusammen:

Das vernichtet keine Arbeitsplätze sondern verschiebt sie nur von einem Paketzusteller zum anderen.

"Die Arbeitsbedingungen bei Amazon selbst sind katastrophal und Amazon zahlt keine Steuern in Österreich. " - Amazon zahlt die Steuern in Österreich, die auch alle anderen hier zahlen müssen. Amazon zahlt hier keine Gewinnabgabe, wie so viele anderen Firmen auch. Das ist ein generelles Problem und nicht nur eines von Amazon.

"Leider macht es Amazon allen Kunden sehr leicht, dort einzukaufen - Service, Lieferzeit, Preis sind unschlagbar, " - Preislich sind sie nunmal nicht unschlagbar. Ein Blick auf geizhals reicht um zu erkennen, dass amazon bei weitem nicht der günstigste Anbieter diverser Produkte ist. Service ist hingegen wirklich zurzeit unschlagbar.

"Jeder Cent, den wir derzeit in unsere heimische Wirtschaft investieren, hilft, dass auch der heimische Oninehandel weiterentwickelt werden kann." - Welches heimische Unternehmen steht denn Schlange um dort zu bauen?

rb0319
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Wenn es nur 1-2 Tage länger dauern würde...

Ich bestelle auch so viel wie möglich bei österreichischen Unternehmen, da ich die Politik von amazon nicht schätze (Mitarbeiter ausbeuten, Steuern in den USA zahlen). Oftmals habe ich leider die Erfahru g gemacht, dass es nicht 1-2 Tage länger dauert, wen man in österreichischen Onlineshops bestellt, sondern mehrere Tage bis zu einer Woche. Das ist mir bei manchen Dingen dann zu lange. Auch bekomme ich oft keine Versandinfos wie die Tracking-Nr. Hier müssen die österreichischen Onlineshops dringend nachziehen, wenn sie konkurrenzfähig sein wollen. Man kann nicht von Konsumenten erwarten, dass Sie für dieselben Sachen mehr zahlen, länger warten, und schlechteren Service in Kauf nehmen. Das kann nicht funktionieren.

alwin
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Belastete Ackerflächen

neben der Autobahn (Feinstaub, aus Abgasen, Reifenabrieb, Streumittel und Bremsen) sind für notwendige Verbauungen zu bevorzugen. Dafür die gesamte Dachfläche für Fotovoltaik nutzen und keine landwirtschaftlich wertvollen Flächen für die Stromerzeugung verschwenden.

X22
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Belastete Ackerflächen neben der Autobahn (Feinstaub, aus Abgasen, Reifenabrieb, Streumittel und Bremsen) sind für notwendige Verbauungen zu bevorzugen.

und die paar Tausend Anrainer umsiedeln!

calcit
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Ein Großteil der Anrainer hat im Bewußtsein der Kenntnis des...

...damals bereits existierenden Flächenwidmungsplanes und auch bei bereits bestehender Autobahn und Autobahnzubringer und verschiedener Gewerbebetriebe dort gebaut. Also brauchen die jetzt nicht kommen.

Nixalsverdruss
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Das Steirische Raumordnungsgesetz ...

... ist ein "Rohrkrepierer erster Klasse"!
Es ist ein Instrument der Wirtschaft, der Baulobby und der Supermärkte.
Was sich die Landesbeamten da geleistet haben und die Abgeordneten beschlossen haben ist wirklich eine Farce.
Man könnte sich hier seitenweise über dieses Thema auslassen ...
Noch schlimmer ist nur noch die Novelle des Steiermärkischen Baugesetzes - hier haben sich wirklich einige sonderbare Zeitgenossen gegen den Widerstand des Umweltschutzes durchgesetzt (z.B. Grundwasserschutzverordnung, etc.).
Wenn sich hier nicht endlich in puncto Raumordnung und Baurecht Qualität durchsetzt, dann sehe ich für die schöne Steiermark schwarz (ähm politisch nicht mehr schwarz) ...

calcit
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Im wesentlichen ist ein Raumordnungsgesetz eine politische Sache...

...also da mal wieder auf Beamte herumzuhacken ist wieder ein unnötiges Bashing. Bestimmen tun in der Raumordnung haupsächlich die Bürgermeister und dies sind entweder heilos überfordert oder nutzen die Raumordnung als ihr Machtinstrument. Es gehört diese Raumordnung bzw. Raumplanung endlich den Bürgermeistern weggenommen - nicht umsonst haben wir eine totale Zersiedelung im ländlichen Raum...

Stratusin
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Bereits Mitte der 90er,

als dort das Autohaus, Billa, und Elkhaus gebaut wurden. Wollte man den Südgürtel schleunigst verbauen und mit dem Bau der Unterführung auch voll erschließen. Jetzt 25 Jahre später, seitdem sich die ersten Firmen dort ansiedelten ( die meisten inzwischen sind Konkurs oder weggezogen) kommt Schwung in die Geschichte. Das Einzige was mich wundert, ist das es so lange gedauert hat. Geplant waren schon Tankstelle und und und vieles mehr dort, und auch genehmigt.

katmax
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Sorry, Leute ...

Es geht hier um einen Acker neben Autobahn, Bahntrasse und mehrspurigem Zubringer. Wenn nicht einmal hier eine Gewerbezone errichtet werden darf, dann weiß ich auch nicht, wo sonst. Schützen wir lieber und unbedingt wertvolle Naturarreale, aber lassen wir hier die Kirche im Dorf.

Stephan123
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er naglt jeden acker zu !

es leben die schwarzen betonwüsten !

Nixalsverdruss
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Vielleicht wäre es an der Zeit ...

... dass dem Bauer für 12.ooo kg Mais mehr als nur 400 Euro nach Abzug aller Kosten übrig bleiben (12x150 Euro = 1800 Euro - 1400 Euro Kosten für Maschinenkosten, Anbau, Div. Kosten, Ernte, Trocknung) = rd. 400 Euro Einkommen pro Hektar!!!!
Wer soll da noch motiviert sein!
Es lebe der Handel... ???

Nixalsverdruss
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Es lebe die Lagerlogistik:

25000 m² Halle mit rund 10 Mitarbeiter und unzähligen Maschinen und Robotern für die Logistik ...
Schade um den schönen Acker!

marinosale
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erst wenn der letzte Baum gerodet ist

wird der Herr Bürgermeister draufkommen, dass man Beton nicht essen kann und dass der Tannenduft nicht aus der Spraydose kommt - es ist ein Wahnsinn, was in Liebenau zurzeit schon alles verbaut wird

SagServus
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...

1998, als dieser Bebauungsplan genehmigt wurde, war der jetzige Bürgermeister nicht mal noch im Amt.

Sie bellen in diesem Falle den falschen Baum an.

compositore
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@marinosale

Dann schauen's einmal Richtung Feldkirchen - Kalsdorf - Werndorf. Was sich da abspielt, ist natürlich ausgewiesenes Industriegebiet, aber trotzdem bodenversiegelung in höchstem Maße.

marinosale
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bessere Zusammenarbeit zw. Graz und GU notwendig

Es ist dringend notwendig, dass Graz und die GU-Gemeinden besser zusammenarbeiten. Sonst entsteht das nächste ‚Seiersberg‘ eben in einer Randgemeinde und alle haben erst recht die Belastungen zu tragen; aber solange jeder nur ...