Gründe, Graz zu verlassen, gibt es im Sommer einige. Eine wirklich gute Pizza gehört aber schon länger nicht mehr dazu: Mit Pizzaiolo, Napo, O‘ Sole e Napule, Das Eggenberg und einigen anderen bekommt man seit ein paar Jahren hervorragende Pizze in der Murmetropole, und auch das Fastfood-Angebot in diesem Bereich wächst – etwa mit dem Napo-Ableger bei den TU-Inffeldgründen. Und mit der Filiale von „La Corte“, eine Italo-Institution in der Stadt Voitsberg. Marco Urbano hat nun den Sprung nach Graz gewagt und sich ein Lokal in der Innenstadt gesichert, das schon seit einigen Jahren leer stand.

Im kleinen Innenhof in der Färbergasse 4, wo einige Jahre zuvor das Burgerlokal „Pony Lodge“ residierte und noch früher auch chinesisch gekocht wurde, bietet Urbano nun Pizzastücke als schnelles Essen an, sie sind vorgebacken, werden kurz aufgebacken und sind binnen Minuten „to go“ bereit. Aber auch Platz nehmen kann man im hinteren Teil des Lokals, das etwas nüchtern – passend zum Schnelless-Konzept – eingerichtet ist. Das lohnt sich, denn so kann man sich etwas Zeit nehmen, durch die große Auswahl an Pizze zu gustieren.

In der Vitrine locken nämlich Kreationen, die weit über das übliche Salami & Co-Angebot hinausgehen. Besonders geschmeckt hat uns etwa die vegetarische „Matera“ mit dickerem, sehr knusprigem Boden, Paprika, Pilzen und Basilikum (4,50) und die preislich auch unschlagbare und vegane „Bari“ mit Erdäpfeln, Rosmarin und wildem Oregano (2,50) – einfach super abgeschmeckt und eine Pizza mit Kartoffel-Belag ist eine schwer unterschätzte Sache. Die finden sich auch auf der „Genova“ (5 Euro), dazu aber auch noch Sardellen, Pecorino und Sardellen – auch super, die zusätzlichen Zutaten braucht es in dem Fall aber gar nicht unbedingt, weil die Basis schon so gut schmeckt. Achja, eine „Margherita“ fehlt trotzdem auch nicht (3 Euro), sie ist mehr als ordentlich und überzeugt mit sehr gutem Teig und tollem (und ordentlich!) Mozzarella.

Was wir in Graz sonst noch nie gefunden haben, sind Panzerotti, gebackene Teigtaschen oder quasi Mini-Calzone, klassischerweise mit Ricotta und Schinken (2,50 Euro) gefüllt, ein günstiger, guter und üppiger Sattmacher. Wer Frittiertes liebt, kann auch frittierte Pizza (4 Euro) wie in Neapels chaotischen Straßen kosten – wir holen das nächstes Mal nach, wie auch die Süßspeisen, die sehr köstlich aussehen, wie Fritelle mit Erdbeersauce (3 Euro).

Zum Trinken hält man im Kühlschrank auch einige nicht ganz alltägliche Dinge bereit, wie ein eigenes La-Corte-Bier um 4 Euro für 0,33 Liter, eigenen Prosecco und Rotwein, sowie jede Menge Softdrinks und (Ribes-)Säfte.

Geöffnet ist täglich (!), und jeden Tag von 16 bis 18 Uhr gibt‘s eine Aperitivo-Happy Hour mit kostenlosen Pizzasnacks zum alkoholischen Getränk (u. a. auch Aperol Spritz, Limoncello Spritz ...).

La Corte in Graz: Kontakt und Öffnungszeiten

La Corte
Färbergasse 4, 8010 Graz
Tel. 0316 271 456
graz@lacorte.at
Instagram @lacortegraz

Geöffnet täglich
10 bis 22 Uhr