Am Parkplatz drehen die Autos schon Runde um Runde, durch die Drehtür kommen Menschen mit übervollen Einkaufswägen und an den Kassen reicht die Schlange bis weit in die Dekoabteilung zurück. „Das war klar, dass jetzt alle günstig einkaufen kommen“, zuckt eine Mitarbeiterin wenig überrascht mit den Schultern, „jetzt, wo wir in allen Medien waren“. 35 Jahre lang ist sie bereits beim Kika in Graz-Webling beschäftigt, und damit ein ganzes Arbeitsleben. Die Konkursmeldung und die damit auch verbundene Schließung der letzten beiden steirischen Standorte in Graz – betroffen ist auch der Leiner in der Annenstraße, beim Hauptbahnhof – kam für sie höchstens etwas schneller als erwartet: Seit der Insolvenzmeldung im November hatte man damit schon gerechnet.
Die letzten beiden Standorte
Ansturm nach KikaLeiner-Pleite in Graz: Lange Schlangen, volle Parkplätze
Reportage.
Am Tag nach der Konkursmeldung bei dem Möbelhaus KikaLeiner werden die letzten zwei Standorte in Graz von Schnäppchenjägern gestürmt. Wie lange noch geöffnet ist, ist unklar.
© KLZ / Nina Müller