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Berufung abgelehnt Schwer kranker Georg Polic (15) hat Recht auf 77.000-Euro-Spritzen

Jahrelanger Rechtsstreit zwischen Kages und schwer krankem Teenager um eine teure Behandlung ist vorbei. Das Oberlandesgericht entschied für Georg. Weitere Fälle in der Steiermark anhängig.

Georg Polic mit Mutter Claudia (re.) und Anwältin Karin Prutsch bei einer Verhandlung im Oktober 2020 © Danner
 

Georg Polic ist 15 Jahre alt. Er leidet an einer seltenen Muskelschwundkrankheit (spinale Muskelatrophie Typ 2), die ihm das Atmen erschwert, das Schlucken, langes Sitzen oder sich zu konzentrieren, kurz: Es bestimmt sein Leben. Was dem jungen Mann bisher geholfen hat, ist das Medikament Spinraza. Eine Behandlung mit einer Spritze kostet allerdings 77.000 Euro. Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (Kages) wollte bislang nicht behandeln. Der Grund: Das Medikament ist erst seit 2017 in Österreich zugelassen, kam bisher aber eher bei Babys und Kleinkindern zum Einsatz, sei aber bei Erwachsenen noch nicht medizinisch anerkannt. Außerdem betonte man immer wieder, dass damit ein Präzedenzfall geschaffen würde und jeder sich die Behandlung erstreiten könne, die er für richtig hält.

Kommentare (7)
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edug16
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Bitte um Ergänzung

Wie hoch ist das Honorar der Anwältin?

HannesK
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Sicher auch ein Wucherpreis

Man freut sich für Georg und seine Familie
Allerdings sollte man schon hinterfragen bzw. erfahren, welches Pharma-Multi-Unternehmen für eine Spritze 77.000 Euro kalkuliert und erhält. Ich vermute, das ist ein klarer Fall eines Wucherpreises - wie so viele unter den Medikamenten!!

tenke
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Die "Wucherpreise" ergeben sich unter anderem

durch jahre- und jahrzehntelange Forschung. Ist ein Medikament erstmal länger auf dem Markt kann es günstiger werden.

mobile49
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Alles Gute Georg

ich freue mich so sehr für dich und deine angehörigen .
großer dank an die anwältin

dieRealität2020
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diese Ablehnung durch die Gesundheitskasse kann ich nicht nachvollziehen

.
natürlich und auch verständlich man möchte versuchen, keine Präjudizierung zu erhalten. Aber so wie es u.a. bei Versicherer eine Rückversicherung, so wie es eine grundsätzliche KFZ Haftpflichtversicherung mit Regressansprüche gibt, so wird doch möglich sein das die 5 Kassen einen gemeinsamen Fond bilden, in den jeder Versicherter und die Kassen einige Cent einzahlen, um damit derartige Ausgabe zu decken. Wir schreiben mittlerweile 2021.
.
Wenn ich daran denke bis Ende 2019 gab es in Österreich noch 21 Sozialversicherungsträger, bestehend aus 14 Krankenkassen und sieben Versicherungsanstalten. Einerseits wurde das österreichische Kassensystem erfolgreich mit der Zusammenlegung auf 5 Kassen erfolgreich reformiert, andererseits hat man anscheinend auf die wichtigsten menschlichen gesundheitlichen zeitweise auftretenden Probleme vergessen. Unverständlich wieso es nicht schon so einen Fond gibt?

HASENADI
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Gekämpft wie Löwinnen und gewonnen!

Alles Gute weiterhin für Georg und seine starken Frauen!

Adeva
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Ja, großartig, das er und seine Familie leisten!

Das Beste weiterhin für Georg und seine Familie