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Wer zahlt?Schlagabtausch vor Gericht um Behandlung für schwerkranken Georg Polic

Heute hätte eine Entscheidung im Fall Kages gegen den an Muskelschwund erkrankten Georg Polic (15) fallen sollen. Das Geld für die nächste 77.000-Euro-Spritze fehlt, sie ist dringend nötig. Sachverständiger: "Kläger profitiert von Behandlung". Die Verhandlung wurde wieder vertagt.

Für Georg Polic (links im Bild) wurde am Mittwoch vor dem Gerichtstermin eine Mahnwache abgehalten © Alexander Danner
 

"Georg hat drei Kilo an Gewicht zugelegt, er braucht kein Beatmungsgerät mehr, sein Zustand hat sich enorm verbessert, er liebt es jetzt, sich im Rollstuhl zu bewegen, es ist ein Wahnsinn“, sagt Claudia Polic aus St. Radegund. Ihr Sohn Georg ist 15 Jahre alt und leidet an der Muskelschwundkrankheit SMA (Spinale Muskelatrophie), Typ 2.

Kommentare (30)

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berndhoedl
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unerklärlich

ist mir, weshalb ein Pharmaunternehmen ein Mittel entwickelt um dieses dann für ein - im Normalfall - unerschwinglichen Preis verkauft.
Mir ist schon klar, dass Entwicklung viel Geld kostet, jedoch pro Injektion 77.000 Euro und dies mehrmals im Jahr??
Sorry - da muss die Politik eingreifen und solche Preisgestaltungen unterbinden.
Der nächste kommt her und sagt ich kann dich heilen aber es kostet 500.000 Euro, sonst musst sterben.
Das kann nicht sein - hier muss die EU bzw. die Staatengemeinschaft weltweit eingreifen und das regulieren.

dieRealität2020
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so einfach ist das Leben nicht

"...Sorry - da muss die Politik eingreifen und solche Preisgestaltungen unterbinden..." wollen sie den Pharmaunternehmen sagen sie müssen unter Preis verkaufen? ohne Ansehung der Entwicklungs- und Herstellungskosten? schon jetzt wird immer weniger bei unatraktiven Krankheiten etc. geforscht und produziert, können sie für die Hälfte arbeiten?
.
Medizinische Entwicklungen erfordern oft hohe Investitionen und der Verkauf muss vom Entwicklungspreis an und den erforderlichen Bestandteilen bis zum Verkaufspreis, auch die Amortisationen und die Herstellungskosten aber auch ein Gewinnmarge erbringen. Denn sonst stellen die Pharmaunternehmen gewisse Produkte ein.
.
Daher müssen Lösungen gefunden werden, die der täglichen Realität des Lebens entsprechen.

Ragnar Lodbrok
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200.000.000 Euro Parteienförderung - wozu sehen wir seit Ibiza -

aber einem kranken Kind aus Kostengründen nicht helfen können/wollen. In welcher Gesellschaft leben wir? Können die Entscheidungsträger der "Sozialversicherungen" noch schlafen? Durch die Zusammenlegen haben sich die Sozialversicherungen eh 1 Milliarde erspart! Hat und Kurz mitgeteilt....

wintis_kleine
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Es ist mir absolut unverständlich

Wie man nicht im Regionalparlament vertretene Parteien eine Förderung von 350.000 € pro Jahr bekommen können und man auf der anderen Seite einem 15 jährigen jungen Mann, der sein ganzes Leben mit unwahrscheinlichen Entbehrungen bisher gemeistert hat, jegliche Chance auf Linderung nehmen kann.
Liebe Verantortliche - denkt mal bitte darüber nach, wofür hier Geld ausgegeben wird und wo unsere Prioritäten in Österreich liegen sollten!

GordonKelz
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Dem schließe ich mich an !

Gordon Kelz

Reipsi
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Wünsche ihn

viel Glück .

Ragnar Lodbrok
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Wenn unsere Politiker 20.000 Euro

an Spesen im Monat verrechen und Fußballer um 20.000.000 Euro Gehalt pokern - dann wird sich Österreich wohl um ein krankes Kind entsprechend kümmern können. Es ist beschämend....

gberghofer
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Wenn das Schule machen würde, müsste man die...

Krankenversicherungsbeiträge drastisch erhöhen. Das würde den Versicherten sauer aufstoßen. So bedauernswert diese Einzelfall ist.

petera
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Nein, es geht eher um Prioritätensetzung

Natürlich kann sich das österreichische Gesundheitssystem das leisten. Es gibt ja schon zahlreiche (Krebs, MS Behandlungen) die ähnlich viel kosten.

hausverstand58
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noch zu retten?

wenn das Mittel nachweislich hilft, dann sollte man es dem jungen Mann nicht verwehren. Das wäre doch unmenschlich!

Buero
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Endlich neues Delphinbecken auf der Stolzalpe und größere Brüste für 16jährige

Wenn man die Berichterstattung der letzten beiden Jahre verfolgt hat, weiß man, dass es keine einzige Studie gibt, welche eine Wirkung des Medikaments auf Patienten nach dem Kleinkindalter belegt. Und dass Georg die Behandlung trotzdem bereits seit mehr als einem Jahr in Linz erhält.
Jetzt soll also durchgesetzt werden, dass eine extrem teure Behandlung, deren Wirkung fraglich ist, jedenfalls von der Allgemeinheit bezahlt werden muss. Weitere Beispiele sind Delphintherapien, die bisher schon in Einzelfällen bezahlt wurden, allerdings unbequemer weise im Ausland. Da braucht es dann natürlich auch ein wohnortnahes Becken auf Kosten der Allgemeinheit. Und wenn eine 15jährige belegen kann, dass sie psychisch unter ihren ihren subjektiv zu kleinen Brüsten leidet, hat sie das dann in Zukunft auch auf Kosten der Allgemeinheit repariert zu bekommen.
Glaubt wirklich jemand, dass dieses Geld nicht woanders fehlt? Zur Erinnerung: die 77.000 Euro sind eine Spritze, gebraucht werden vier pro Jahr....
Dem kleinen Georg unabhängig davon die besten Wünsche und jede Behandlung die ihm nachgewiesener Weise hilft!

petera
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Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich

In diesem Fall würde eine Wirkung wohl belegt, daher erübrigt sich Ihre Argumentation.

sunny1981
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Tag der Entscheidung

Das heißt für Georg ist der Tag der entscheidet über Leben und dahinvegetieren. Ein Wahnsinn das hier überhaupt diskutiert wird, diese Behandlung sollte selbstverständlich sein.
Man soll auch die Pharmaindustrie in Zugzwang bringen das würde ihnen sicher nicht weh tun.
Ich hoffte auf eine für Georg positive Entscheidung!

KarlZoech
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@ sunny1981: Gute Wünsche habe ich für alle Menschen auf diesem Planeten.

Was ich mich frage: Wie lebenswert ist das Leben unter den geschilderten Umständen für den Georg? Ist das leben? Ist es - ich fürchte dies nach der Lektüre des Artikels - nicht viel mehr ein dahinvegetieren?

wintis_kleine
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@KarlZoech

Was soll ihre Frage?
Wollen sie ihn einfach sterben lassen?
Oder noch schlimmer - wollen sie, dass ihm dabei geholfen wird?
Ich dachte mir die Zeiten, wo Menschen mit Einschränkungen von Staatsseite beim Sterben "geholfen" wurde, liegen schon mehrere Jahrzehnte zurück.
Anscheinend habe ich mich geirrt.

KarlZoech
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@ wintis_kleine: Also "der Staat" soll sicher nicht beim Sterben helfen.

Mit meinen Fragen will ich einfach einen Denkanstoss geben, aufzeigen, fragen, wie lebenswert Leben unter solchen Umständen ist.
Es ist auch die Frage, ob jedes Leben buchstäblich um jeden Preis verlängert werden soll, muss? Ist das Leben unter diesen Umständen für den Betroffenen selber lebenswert, macht es Sinn?
Es gibt, jedenfalls im höheren Lebensalter, Situationen, wo der Tod Erlösung ist.

Ich möchte hier diese Fragen nicht für diesen Fall beantworten, eben nur Fragen aufwerfen.
Beantworten könnte ich diese Frage klar dann, wenn es um mich selber ginge!
Selbst wenn sich diese Frage in meiner Familie stellen würde, würde ich so oder so vor einer schweren Entscheidung stehen, und bin also froh, dass ich derartiges noch nicht entscheiden musste.

strohscw
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Ich finde es beschämend,

dass Leuten wie Strache das Geld hinterhergeworfen und in unserer Bürokratie das Geld verbrannt wird aber für Notwendige Medikamente für Kinder kein Geld vorhanden ist.

campanile
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77.000€?

warum kann eine spritze so viel geld kosten?

KarlZoech
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@ campanile: Zu den Kosten: Medizinische Forschung und Produktentwicklung ist sehr teuer.

Und wenn es, wie hier, um ein Medikament geht, welches in eher sehr kleinen Mengen benötigt wird, so müssen diese hohen Forschungs- und Entwicklungskosten auf geringe Vertriebsmengen umgelegt werden. Zuletzt, und das ist in Ordnung so, können auch die ach so "bösen" Pharmafirmen nicht vom Draufzahlen leben, sondern müssen ihre Kosten decken und brauchen auch eine faire Gewinnspanne, um mit diesem Geld auch künftige Forschung finanzieren zu können.

stadtkater
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Die Forschung dafür

muss ja ebenfalls wieder erwirtschaftet werden.

Expat
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KAGes oder Krankenkasse ?

Ich dachte dass die GKK dafür zuständig sei Behandlungen zu zahlen.

KarlZoech
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@ Expat: Leider hat auch die Krankenkasse, die jetzt Gesundheitskasse heißt,

keine Gelddruckmaschine im Keller eines ihrer Bürogebäude stehen. Und hier geht es erstens nicht um ein paar Packungen Aspirin oder Ähnlichem sondern um ein sehr hochpreisiges Medikament. Und auch um die Frage, wie sinnvoll der Einsatz dieses Medikamentes tatsächlich ist und ob diese Kosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden können.

gabrieleroeck
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KAGES

Da das Medikament stationär verabreicht werden muss, ist nicht die Krankenkasse, sondern die KAGES zuständig.

KarlZoech
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@ gabrieleroeck: Das ist richtig. Doch egal ob Kages oder ÖGK:

Beides sind letztlich öffentliche Kassen, auch die Kages hat keine Gelddruckmaschine.

mosaik53
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Das ist doch alles ein Irrsinn..

Millionen an Parteienfinanzierungen, völlig überzogene Gehälter für Fussballer, Sozialbetrüger, die jahrelang auf Kosten von uns Steuerzahler leben, usw...
Und dieser schwerkranke Bub bekommt ein Medikament nicht bezahlt, das ihm hilft??????
Da versteh ich die Welt nicht mehr und ich hoffe auf ein gerechtes positives Gerichtsurteil.

lacrima
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Strafbar...!!!

So etwas sollte strafbar sein, einem Kind eine Behandlung, die er dringend braucht und ihm hilft, von seiner Krankenversicherung nicht zu Genehmigen!! Was sind das für Menschen die so etwas nicht bewilligen!! Alles Gute junger Mann, dass du dein Medikament bekommst!!💫🍀💫

 
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