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DopingAnklage gegen Langläufer Baldauf erhoben

Gegen den bei der Nordischen Weltmeisterschaft des Eigenblutdopings überführten Langläufer Dominik Baldauf wurde nun Anklage erhoben.

NORDISCHE SKI WM 2019 IN SEEFELD: LANGLAUF - QUALIFIKATION TEAM-SPRINT HERREN: BALDAUF (AUT)
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft hat in der sogenannten "Operation Aderlass" eine weitere Anklage erhoben: Der 27-jährige Skilangläufer Dominik Baldauf aus Vorarlberg wurde wegen gewerbsmäßig schweren Sportbetruges angeklagt, teilte Staatsanwaltssprecher Hansjörg Mayr am Mittwoch in einer Aussendung mit. Baldauf soll sich "umfassend geständig" gezeigt haben.

Die Anklageschrift ist noch nicht rechtskräftig, da diese noch beeinsprucht werden kann. Daher stand auch noch kein Verhandlungstermin fest.

Baldauf wird vorgeworfen, in den Jahren zwischen 2016 bis zur Nordischen WM in Seefeld Ende Februar 2019 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen zu haben. Betreut wurde er dabei von dem deutschen Sportmediziner Mark S. und dessen Helfern. Er wurde während der WM in Seefeld kurzfristig festgenommen, wobei er bereits ein Geständnis ablegte.

Der Langläufer soll seine Geldgeber getäuscht haben. Die zu Unrecht bezogenen Leistungen sollen mehr als 50.000 Euro betragen. Damit drohen Baldauf laut Staatsanwaltschaft zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Haft.

Bei der "Operation Aderlass" handelt es sich um Ermittlungen in einer internationalen Blutdopingaffäre, die vergangenen Februar während der Nordischen WM in Seefeld sowie in Deutschland aufgeflogen ist. Die Liste der mutmaßlich in den Blutdoping-Skandal um den deutschen Arzt Mark S. verwickelten Sportler soll 21 Namen umfassen. 15 aus sieben Nationen - darunter die österreichischen Skilangläufer Max Hauke, Dominik Baldauf und Johannes Dürr sowie die Radsportler Georg Preidler und Stefan Denifl - sind schon bekannt.

Zuletzt wurde gegen Hauke, Denifl und Preidler Anklage wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs erhoben.

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Danke für Ihr Verständnis.

dude
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6 Monate bis 5 Jahre Haft?

Da erlaube ich mir schon - bei allem Respekt vor der Justiz - die Verhältnismäßigkeit des Strafrahmens in Frage zu stellen! Da liegt der Strafrahmen bei Kindesmißbrauch und Vergewaltigung nicht viel höher. Und ganz zu schweigen von jenen Politikern und Lobbyisten, die unsere Republik um Millionen erleichtert und sich selbst um diese bereichert haben (sollen). Die laufen alle noch frei herum. Wahrscheinlich werden jene Sportler, die bei der "Aktion Aderlass" erwischt worden sind, früher und länger sitzen, als die Herrschaften vom Buwog-Skandal. Für alle gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

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sandralein
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Staatsanwaltschaft

Da wollen sich die Staatsanwälte offenbar profilieren und "Erfolge" vorweisen. Vollkommen unverhältnismäßig dieses Vorgehen - vor allem auch wenn man weiß, dass andere Länder gegen Dopingsünder kaum vorgehen und weiterhin ihre Medaillen holen ...

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beobachter2014
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Datenschutz?

Wenn schon die österreichischen Gerichte (und die Nada) Weltmeister im Anklagen von "Dopingsündern" sind (was hört man da von anderen Ländern wie zB. Deutschland, woher ja der Dopingarzt kommt?): Wieso werden solche Anklagen immer mit vollständigem Namen etc. veröffentlicht? Macht das die Staatsanwaltschaft bei allen Anklagen so? Wo bleibt der so viel gepriesene und geforderte Datenschutz (ich darf zB. ohne Zustimmung auf der Ergebnisliste der Vereinsmeisterschaften kein Geburtsjahr mehr angeben ...)?
Ach ja, das sind ja Personen im öffentlichen Interesse! Damit auf die, die schon am Boden liegen, noch drauf gehaut werden kann ...

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