Im Rahmen der Vierschanzentournee nahm ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher zu den ständigen Materialdiskussionen Stellung. Und der Steirer betonte, „dass sich das natürlich negativ auf den Sport auswirkt. Skispringen ist eine diffizile Sportart, in der das Material entscheidend ist. Trotzdem glaube ich, dass man in dem Moment, in dem man nicht ganz oben steht, dazu stehen muss, dass die anderen eben besser sind.“

Rückblickend auf die letztjährige Tournee, wo die ÖSV-Adler elf der zwölf Podestplätze geholt hatten, meinte der Eisenerzer: „Da haben viele gesagt, die Österreicher haben vielleicht etwas beim Anzug oder der Bindung. Heuer scheint es so zu sein, dass Domen Prevc irgendetwas hat. Aber man sollte sich aufs Wesentliche konzentrieren – er springt im Moment einfach sehr, sehr gut.“ Daher sollten sich die Nationen an der eigenen Nase nehmen und versuchen, einfach besser skizuspringen.

„Da geht es nicht mehr um Millimeter“

Dann machte Stecher auch noch seinem Ärger bezüglich der zweifachen Disqualifikation von Timi Zajc Luft. Der Slowene war in Oberstdorf wegen eines um drei Millimeter zu kurzen Anzugs in der Schrittlänge nachträglich disqualifiziert worden, in Garmisch waren es dann vier Millimeter. „Wenn man im Fernsehen hört, er ist um drei Millimeter bei der Schrittlänge disqualifiziert worden. Am nächsten Tag waren es vier Millimeter bei der Schrittlänge. Wenn die Schrittlänge nicht passt, dann hat sie vorher schon nicht gepasst. Weil ein Anzug wird weiter und länger. Also stimmt das einfach nicht. Da geht es nicht mehr um Millimeter, sondern um eine Grundsatzdiskussion. Das ist für mich eine absolute Manipulation und geht nicht. Daher bin ich froh, dass rote Karten verteilt und Disqualifikationen ausgesprochen werden.“