Heute geht in Soldeu (Andorra) um 11 Uhr für Österreichs Ski-Frauen der viertletzte Abfahrtslauf der Saison über die Piste. Während die Weltcupführende Lindsey Vonn nach dem Sturz bei Olympia außer Gefecht ist und die Wertung mit 144 Punkten Vorsprung auf Emma Aicher anführt, kämpfen die rot-weiß-roten Skirennläuferinnen um weitere Punkte in der Gesamtwertung. Conny Hütter, Mirjam Puchner, Nina Ortlieb und Ariane Rädler haben nur noch theoretische Chancen auf die Kristallkugel in der Abfahrt.
Hütter angeschlagen, Rädler motiviert
Hütter plagten nach ihrem Bronze-Medaillengewinn bei Olympia gesundheitliche Probleme. Die 33-Jährige musste eine Woche lang im Bett bleiben. Im ersten Training in Andorra landete Hütter nur auf dem 21. Platz. „Es war ein Kaltstart, mehr war einfach nicht drinnen. Jetzt muss ich mich aufrappeln, Körper und Kopf müssen in Schwung kommen, damit es fürs Wochenende passt“, analysierte Hütter die fehlende Frische. Im zweiten Trainingslauf steigerte sie sich immerhin auf Rang 16. Sie ist bisher die einzige österreichische Läuferin, die in dieser Saison ein Abfahrtsrennen gewann.
Die Olympiasiegerin in der Teamkombination Rädler landete in beiden Probeläufen auf Platz fünf. Die Vorarlbergerin versucht die Energie von Olympia mit in den Weltcup zu nehmen. „Olympia-Gold verschaffte mir natürlich ein gutes Gefühl, aber wir sind jetzt wieder im Weltcup. Für mich ist es in Soldeu der erste Start im Weltcup, da gilt es den Flow von Olympia bestmöglich mitzunehmen“, meinte Rädler nach dem Training.
Ortlieb will wieder angreifen
Ortlieb war im Training von Wetter und Piste begeistert. „Man kann eventuell schon nach dem ersten Trainingslauf erkennen, dass es ein enges Rennen werden kann“, resümierte die 29-Jährige. Nach der verpatzten Olympia-Abfahrt möchte die Tirolerin es in Soldeu besser machen. „Olympia verlief für mich alles andere als nach Wunsch. Wir haben heuer noch acht Speed-Rennen im Kalender, da möchte und muss ich die Chancen nutzen“, betonte Ortlieb, die heuer noch auf ihr erstes Abfahrts-Podium wartet. Sie war im zweiten Training die Schnellste.
Nach der heutigen Abfahrt folgen in Andorra am Samstag und Sonntag jeweils um 10.15 Uhr noch zwei Super-Gs.