Er blinzelte immer wieder durch. Der Großglockner, Österreichs höchster Berg und imposanter Kulissengeber für einen weltweit wohl einzigartigen Mountain-Run. In knapp 100 Tagen (4. bis 6. Juli) müssen die Athleten auf einer Länge von 13,3 Kilometern rund 1300 Höhenmeter, im besten Fall laufend, bewältigen. Begleitet von durchaus großen Strapazen, wer nicht zur Elite zählt wie Top-Läufer Manuel Innerhofer. Der Lokalmatador ist quasi an der Rückseite beheimatet, der „Großglockner Mountain Run“ zählt zu seinen absoluten Lieblingsstrecken. „Hier ist es perfekt“, schwärmt er, der eine persönliche Bestzeit von 72 Minuten vorweisen kann. „Das Relief bietet flache Passagen, es geht dazwischen bergab und natürlich finden sich extrem steile Anstiege.“

Letztere wurden im Vorjahr Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) beinahe zum Verhängnis: „Man bewegt sich zwischen physischen Grenzen und toller Kulisse. Das muss man erlebt haben. Der Flair, die Bilder – sie passen perfekt zum touristischen Leitprodukt ‚sportaktiv‘. Der Lauf markiert den Beginn der Sommer- und Wandersaison im Nationalpark Hohe Tauern.“ Allerdings stand die Fortsetzung des Mountain-Run mit Start in Heiligenblut vor zwei Jahren auf der Kippe. Für Bürgermeister Martin Lackner (ÖVP) ist die Veranstaltung, die MJK-Marketing mit Organisator Michael Kummerer übernommen hatte, ein purer Glücksfall: „Die Bilder davon besitzen eine enorme Kraft, werden in die (Lauf-)Welt gesendet. Zudem haben wir viele heimische Helfer, die dieses nachhaltige, authentische Event unterstützen.“

Spektakuläre Bilder

In puncto Tourismus besitzt der Großglockner im Allgemeinen, aber auch der Mountain-Run im Speziellen eine enorme Kraft. Heiligenbluts Tourismusobmann Erhard Trojer meint, dass ein solch gewaltiges, internationales Marketing für einen kleinen Ort ohne die Veranstaltung nur schwer zu finanzieren sei. Er verweist dabei vor allem auf die spektakulären Bilder des Zielbereichs Franz-Josef-Höhe mit Großglockner im Hintergrund. Und Kärnten Werberin Martina Plamenig erklärt: „Wir freuen uns, dass es auch Kurzentschlossene sind, die die Region besuchen und hier willkommen sind.“ Als wichtige langjährige Partner tritt etwa die Uniqa mit Christian Snurer auf. Für Raiffeisen-Marketingchef Christopher Weiss schließt sich der Kreis: „Wir unterstützen die Veranstaltung aus Überzeugung. Als Partner der regionalen Wirtschaft ist es enorm wichtig, Maßnahmen zu setzen, die die regionale Wertschöpfung befeuern.“

Für eine besondere Motivation sollten nicht nur die Aufstockung des Preisgeldes mit Elite- und Österreicher-Wertung sorgen. Auf den neuralgischen 522 Stufen im Endspurt prämiert „Suzuki“ die schnellsten Läufer. Dazu gibt es auch die Möglichkeit am „Großglockner Mountain Walk“ sowie an einer „Buddy Wertung“ teilzunehmen. Insgesamt werden heuer über 1000 Teilnehmer erwartet.

Übrigens: Der „Großglockner Mountain Run“ verfügt über eine Partnerschaft (Kombi-Wertung) mit dem „3-Zinnen-Berglauf“ sowie dem Berglauf in Garmisch-Partenkirchen. Anmeldung unter: www.grossglockner-mountain.at.