Niemand Geringerer als „der schönsten Bewerb, den die Steiermark zu bieten hat“ feiert am Samstag seinen zehnten Geburtstag – zumindest wenn es nach Joachim Hirtenfellner geht. Der „Austria Extreme Triathlon“ geht in die Jubiläumsausgabe und begeistert auch 2025 wieder zahlreiche Ausnahmeathleten. Einer dieser Ausnahmeathleten erinnert sich pünktlich zum runden Geburtstag an seinen sensationellen Sieg vor neun Jahren. „Das ist damals unerwartet gekommen für mich. Ich habe einfach den besten Tag erwischt, den ich je in meiner Karriere gehabt habe“, erinnert sich Hirtenfellner zurück.
Im Jahr 2016 absolvierte der Steirer die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke in der Mur im Süden von Graz mit der anschließenden Radstrecke von 186 Kilometern quer durch die Steiermark und dem 44 Kilometer langen Lauf auf den Dachstein in 12 Stunden und vier Minuten – ein Streckenrekord, der bis heute hält. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Rekord so lange innehabe“, verrät Hirtenfellner. „Vor allem, da auch schon einige Profis dabei waren.“ An seiner Fabelzeit bissen sich bisher aber alle die Zähne aus, die Erinnerungen sind noch immer präsent. „Der ganze Tag war einfach nur ein einziges Highlight. Aber das alles gemeinsam mit der Familie vor Ort zu schaffen und beim Zieleinlauf von gefühlt 100.000 läutenden Kuhglocken empfangen zu werden, hat es schon besonders gemacht.“
Hirtenfellner setzte auf Wurstsemmeln
Für den Extreme Triathlon, bei dem die Teilnehmenden auf dem Fahrrad 3900 und auf der Laufstrecke 1850 Höhenmeter überwinden müssen, sei die richtige Ernährung am wichtigsten, verrät der Sieger von 2016. Hirtenfellner griff bei seinem Erfolgsstück diesbezüglich zu kuriosen Mitteln. „Die Ernährung ist der Schlüssel zum Erfolg. Leider habe ich von diesen Gels auf der Langdistanz immer gespieben wie ein Berberhund. Deshalb habe ich mir gedacht, dass Sachen, die mir auch schmecken, nicht schaden können. Also habe ich ein paar Extrawurstsemmeln gegessen.“ Das sei aber nur gegangen, da er an diesem Tag einen besonders niedrigen Puls hatte. „Wenn der höher gewesen wäre, hätte ich wohl nicht zur fettigen Extrawurstsemmel gegriffen. Aber an diesem Tag hat einfach alles gepasst, vom Anziehen des Schwimmanzugs bis zum letzten Schritt auf dem Dachstein.“
Bei der Jubiläumsausgabe geht der einstige Sieger nicht davon aus, dass seine Bestzeit aus dem Jahr 2016 wackeln könnte. „Dafür sagt die Wetterprognose zu hohe Temperaturen voraus“, sagte Hirtenfellner, der vor neun Jahren „warmes, aber zum Glück kein heißes Wetter“ hatte. Aber egal ob Hitze oder Regen, für den Kumberger ist der Austria Extreme Triathlon einzigartig. „Er zeigt die Vielfältigkeit unseres Landes. Nach der Mur fährt man mit dem Rad über zahlreiche Pässe durch die Steiermark und alles endet auf dem Dachstein. Mehr geht nicht.“