Die neue Saison der Formel 1 ist für so manchen Fan bereits vorbei, lange bevor am Wochenende in Australien erstmals die Ampellichter ausgehen. Zu grün, zu elektrisch, zu langweilig sei die Königsklasse unter dem neuen Reglement, lauten die Unkenrufe eingefleischter Benzinbrüder. Ohne Vollgaspassagen und mit größerer Batterie spiele der Fahrer hinter dem Lenkrad keine Rolle mehr, vielmehr sei es nur noch eine Effizienzrennserie, die ihren Reiz seit Jahren verliert.

Bei diversen Rekordzahlen an Strecke und vor dem TV von verlorenem Reiz zu sprechen, ist mutig, nach einigen Testrunden das Ende der Formel 1 heraufzubeschwören, schlichtweg falsch. Neue Reglements bieten auch immer neue Chancen – das ist 2026 nicht anders. Immer wieder veränderten die technischen Vorgaben die Fahrweise auf der Strecke, tollkühnes Vollgasfahren ohne Rücksicht auf Verluste gab es in Zeiten von Reifenverschleiß und vorgegebener Spritmenge bereits seit Jahren nicht mehr.

Die Formel 1 verändert sich – und das ist auch gut so. Neue Duelle bringen neue Geschichten, und davon kann die komplette Rennserie profitieren. Und wer weiß, wieso sollte es nicht die beste Formel-1-Saison aller Zeiten werden?