Die DTM ist unberechenbar. Genau das demonstrierte die Motorsportserie am Hockenheimring zum wiederholten Mal. Leader Lucas Auer musste gleich eine bittere Pille schlucken. Im Qualifying gab‘s für den Mercedes-Piloten einen schleichenden Plattfuß hinten links, er verlor in der Kurve das Auto und landete letztlich auf Rang 17. Schadensbegrenzung war dementsprechend angesagt. Das Rennen begann bei strömendem Regen und wegen eines Wolkenbruchs erst eine halbe Stunde später – eine elende Warterei im Auto inbegriffen.
Doch einer ließ sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Die Rede ist vom Linzer Thomas Preining, DTM-Champ 2023, der früh im Rennen die Führung übernahm und am Ende den Sieg mit seinem „Tracktionsmonster“, dem Manthey Porsche, ganz souverän und überlegen einfuhr. „Es war ein sehr guter Tag, aber der Job ist noch nicht beendet. Es wird am Samstag noch weitergearbeitet“, ist der 27-Jährige, zweifache Saisonsieger auch am Sonntag eine ganz heiße Aktie.
„Es wird morgen mit Speed entschieden“
Auer rettete sich auf Rang zwölf und verteidigte damit vor dem morgigen letzten Saisonrennen die Meisterschaftsführung. „Im Rennen brauchst du nicht die Info, wie es gerade steht. Es war ein taffer Tag. Mit dem Plattfuß sind wir noch mit einem blauen Auge davongekommen und im Rennen habe ich mich solide vorgearbeitet. Ich sehe es gar nicht als schlechten Tag. Jetzt heißt es alles aufzuarbeiten und dann wartet ein neuer Tag“, verdeutlicht der Tiroler und betont: „Es wird morgen mit Speed entschieden.“
Dem 31-Jährigen ganz dicht auf den Fersen ist nach seinem Triumph Preining – er hat nur drei Punkte Rückstand. Die ersten sieben Fahrer liegen lediglich 13 Zähler auseinander. Im besten Fall sind morgen noch 28 Punkte für einen Fahrer zu holen – ein Herzschlagfinale ist vorprogrammiert.