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Baumgartlinger Richtung ÖFB-Präsident"Schön, dass wir die erste Schülermannschaft sind, die sich qualifiziert hat"

Nach dem 2:4 in Israel kritisierte ÖFB-Präsident Leo Windtner das Nationalteam als Schülermannschaft. Die Spieler haben das nicht vergessen, der Kapitän konterte nun.

SOCCER - OEFB, coaches further education
SOCCER - OEFB, coaches further education © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Philipp Brem)
 

Nach dem missglückten Start in die Qualifikation war für Österreichs Fußball-Nationalteam das Ticket für die EM 2020 in weiter Ferne. Nach dem 0:1 gegen Polen und vor allem der 2:4-Niederlage in Israel sah sich das ÖFB-Team im März harter Kritik ausgesetzt. Das war auch in der Stunde des Triumphs nicht bei jedem vergessen.

"Da sind aus den eigenen Reihen Schüsse gekommen. Schön wäre gewesen, wenn das intern besprochen worden wäre", erklärte Kapitän Julian Baumgartlinger nach erfolgreicher Qualifikation am Samstagabend und meinte damit indirekt ÖFB-Präsident Leo Windtner. Der Verbandschef hatte nach dem Israel-Spiel das Gegentor zum 1:2 als eines mit "Schülermannschafts-Charakter" bezeichnet.

"Wir haben uns das Schülermannschaftsthema des Öfteren gegeben - schön, dass wir die erste Schülermannschaft sind, die sich für die EM qualifiziert hat", sagte Baumgartlinger nun und legte nach: "Es ist oft so, dass sich der Direktor nur im Erfolgsfall vor die Mannschaft stellt und sonst draufhaut. Das kennen wir schon."

Der Kapitän sah sein Team und den Betreuerstab "in vielen Phasen auf uns alleine gestellt. Das war nicht einfach und hat uns extrem stark gemacht". Man sei auch mannschaftsintern selbstkritisch gewesen und habe harte Worte gefunden. Und "wir haben die Antwort am Platz gegeben", betonte Baumgartlinger.

Für Windtner waren sein Sager und die Diskussionen darüber schon lange abgehakt. "Das Thema ist längst ausgestanden, wir haben uns ausgeredet. Ich weiß, dass er nachher einigermaßen sauer war, aber ich glaube, wir (Anm.: ÖFB) haben auch allen Grund gehabt, sauer zu sein nach der Vorstellung in Israel. Aber wir haben die Dinge ausgeräumt", erklärte der ÖFB-Präsident in den Katakomben des Happel-Stadions. "Es war immer meine Diktion, dass sich alle an der Nase nehmen müssen, und das ist auch geschehen", sagte Windtner.

Kommentare (6)

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stellaharry
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Besser geschwiegen!

Sich heute nach erfolgreicher Qualifikation (herzlichen Glückwunsch!) über Kritik nden beiden schlechten Anfangsspielen und einer katastrophalen Leistung in Israel über die Kritik daran zu beschweren, hätte sich und uns Hr Baumgartlinger ersparen können. Manchmal brauchen wohl auch Fußballprofis jemanden, der die Dinge deutlich für alle beim Namen nennt.

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einmischer
0
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stellaharry

"Besser geschwiegen" hätte wohl Windtner.
Franco Foda hätte das wohl auch selbst auf die reihe gebracht.
Intern kann er draufhauen wie er mag, aber nur um die Medien zu füttern, erscheint mir das ziemlich kindisch. "Ich bin nicht schuld, die Anderen waren´s"
Für blödes Gerede und dumme Sager sind ausschließlich Pariasek, Polzer und Felber zuständig.

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selbstdenker70
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...

Recht hat er, wenn er den "Präsidenten" einmal öffentlich rügt. Und es gehört noch viel öfter gemacht. Die gesamte verkrustete Struktur des ÖFB gehört einmal aufgebrochen. Wo ich persönlich richtig grantig werde ist, wenn Kinder bzw der Nachwuchsfußball als negatives schlechtes Beispiel genannt wird. Was denkt er sich da dabei? Wie bei so vielen seiner Aussagen, anscheinend NICHTS. Guter Mann, steig einmal aus deinem Anzug raus, zieh dir einmal Kickschuhe an und stell dich mit den Kids auf die Wiese. Mal schauen wie lange du mithalten kannst....

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westadam
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Die Trikot und Team-Chef frage nach dem Spiel beantwortete der Präsident nicht sehr staatsmännisch, eher peinlich...eher sehr peinlich

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criticus11
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Ich sehe es ein

dem Präsidenten steht eine Kritik der unterbezahlten wirklich nicht zu

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selbstdenker70
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Es steht jedem frei einen gut bezahlten Kicker, der seine Leistung nicht bringt, nicht aufzustellen oder für den Rest der Zeit auf die Bank zu setzen. Wird aber auch nicht gemacht, weil der, der das sagen hätte, der Trainer, meistens nichts mehr zu sagen hat und andere finanzielle Interessen vom Verein und Verband im Vordergrund stehen. Siehe zb Bayern...Fußball ist ein schmutziges Geschäft geworden, und der Spieler ist nur noch eine "Ware" sie einen Ein und Verkaufswert hat. Was glaubst warum Spieler zig Millionen kosten? Damit der Verein, der ja eine Firma ist, einen "Warenwert" von zig Millionen in der Bilanz stehen hat. Je mehr Gewinn, desto mehr Prämien für Vorstand und Co. Nicht mehr, nicht weniger....

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