Eine märchenhafte Zeit unter Didi Kühbauer, vergiftete Stimmung mit und schnelle Trennung von Peter Pacult, dann ein sportlich absolutes Drama unter Ismail Atalan und jetzt die Hoffnung auf Rettung durch Thomas Silberberger. Sowohl was den sportlichen Ansatz, als auch die zwischenmenschliche Herangehensweise angeht, ist beim WAC in dieser Saison auf der Klaviatur des heimischen Trainermarktes fast jede Note gespielt worden. Dass weder Haudegen Pacult, gegen den sich rasch die Führungsspieler stellten, noch der im Umgang sensiblere Bundesliga-Neuling Atalan die Mannschaft erreichen bzw. wie gewünscht einstellen konnte, hat sie sich aber auch selber zuzuschreiben. Wer nicht bereit ist, die Extrameter zu marschieren, Zweikämpfe voll anzunehmen und gescheiterte Offensivaktionen lieber lautstark auf dem Feld mit Schuldzuweisungen bespricht, anstatt sie sauber zu Ende zu spielen, dem hilft auch das beste taktische Korsett nichts.

An dem wird sich unter Silberberger etwas ändern, der WAC wird sicher kompakter, sicher nicht attraktiver spielen. Um die Klasse zu halten, sind jetzt die erfahrenen WAC-Profis in der Pflicht: Unter dem vierten Trainer in einem halben Jahr gibt es keine Ausreden mehr.